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Besuch in Lusaka

In den letzten Wochen war hier viel los. Zum ersten Mal konnte ich in Lusaka Misereor-Mitarbeiterinnen willkommen heissen. Dorothee Klüppel, Leiterin der Afrikaabteilung, Sybille Nickolmann, Mitarbeiterin der Abteilung “Evaluierung und Qualitaetsmanagement” und Leila Broich, Trainee mit dem Schwerpunkt “wirkungsorientiertes Planen, Monitoren und Evaluieren” kamen für jeweils unterschiedliche Zeiträume nach Sambia. Anlass für ihren Besuch waren zwei Workshops zum Thema “Wirkungsorientierung von Misereor”, die mit den sambischen Partnerorganisationen durchgeführt wurden.

Welche Wirkung erzielt unsere Arbeit?

In Aktion: Bei einem Workshop mit Youth Alive Zambia.

Das Thema “Wirkungen” begleitet die internationale Entwicklungszusammenarbeit nun schon seit einigen Jahren und ist auch ein zentrales Anliegen von Misereor. Mit der Frage nach den Wirkungen beschäftigen  sich die Projekte nun verstärkt. Aus diesem Grund wurden in den Workshops Methoden vermittelt, wie die einzelnen Projektaktivitäten auf ihre Wirkungen hin überprüft werden können.

Die TeilnehmerInnen waren sehr interessiert an den neuen Herangehensweisen und überlegten sich schon während des Workshops einige praktische Vorgehensweisen für die Zukunft. – Der Workshop kann als ein Startpunkt für die Wirkungsorientierung gesehen werden, eine enge Zusammenarbeit mit Misereor ist in Zukunft allerdings wohl notwendig. Aber die Kommunikation mit den Partnern ist ja eine Stärke von Misereor.

Nach dem Workshop habe ich dann noch Leila Broich begleitet, um einige Projekte in Sambia zu besuchen.

Im Gespräch: Wir besuchen MISEREOR-Partner und -Projekte

Die Reise führte uns zunächst nach Kabwe, wo wir das Good Samaritan Centre (GSC) besucht haben, das mit ehemaligen Strafgefangenen arbeitet. In Kabwe befinden sich insgesamt vier Gefängnisse, unter anderem das einzige Gefängnis fuer Schwerverbrecher.

In Sambia haben es die ehemaligen Gefangenen schwer, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Das GSC leistet hier wertvolle und wichtige Arbeit.

Beim Workshop mit MitarbeiterInnen in Ndola

Nach Kabwe ging es weiter nach Ndola. Hier besuchten wir unter anderem den Ableger von Youth Alive Zambia für zwei Tage. Nachdem wir uns mit der Organisationsstruktur und den Aktivitäten vertraut gemacht haben, führten wir am zweiten Tag einen Workshop durch – ebenfalls zum Thema “planen, monitoren und evaluieren”. Man sieht, das Thema ist allgegenwärtig…
Der Aufenthalt in Ndola wurde ergaenzt durch Projektbesuche beim CBR – ein Projekt, das mit behinderten Kindern arbeitet – und dem Integrated AIDS Projekt. Und auch mit den  MISEREOR-Freiwilligen konnten wir uns treffen.

Der Oktober war für mich recht hektisch. Zu Beginn des Monats eine Fortbildung in Kapstadt, dann die Workshops, für deren logistische Planung ich verantwortlich war, gepaart mit dem Besuch der Misereor-Kolleginnen und der einwöchigen Reise nach Kabwe/Ndola. Das normale Tagesgeschäft musste ich dann irgendwie “nebenher” erledigen… Aber letztendlich hat alles wunderbar geklappt, es war richtig schön, meine alten ArbeitskollegInnen wieder zu treffen und sich auszutauschen. Ein netter Nebeneffekt waren die mitgebrachten Köstlichkeiten aus Deutschland: Mozartkugeln und Schwarzbrot sucht man hier vergeblich…

Nun kann ich mich wieder ganz meiner Aufgaben hier bei Youth Alive Zambia widmen. Das soll’s von hier aus gewesen sein, beste Grüße aus einem feuchter werdenden Lusaka (die Regenzeit hat vorgestern mit einem kräftig herrlichen Gewitter begonnen),
Martin Gottsacker

Autor:

Martin Gottsacker

Martin Gottsacker ist 32 Jahre alt und lebt seit März 2010 gemeinsam mit seiner Frau Constanze und der einjährigen Tochter Josephine in Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Er arbeitet als Programm- und Organisationsberater bei "Youth Alive Zambia", einem Programm für Kinder und Jugendliche. Fokus der Arbeit ist die HIV/AIDS-Prävention.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  2. Hallöchen,
    da muss ich leider zu stimme, Gefangener haben es im sambia wirklich nicht leicht. die sind meistens auf die hilfe ihre familien angewiesen. die gefängnisse sind restlos überfüllt, dadurch werden krankenhaft verbereitet(HIV&TB), die medizinsche versorgung ist ungenugend bzw. kaum vorhanden. die gefangene haben keine menschen würde mehr, nur weil sie im gefängnis sitzen.(Menschenbilder der Sambianische Gesellschaftsollten kritisch hinterfragt werden bzw. was ist der Mensch in Sambia Wert?) sie müssen lang auf prozesse warten bzw. manche sterben bevor ihre fall verhandelt wird. man sollte hier auch die psychische und physische misshandlungen durch wärtern erwähnen. ich bin in sambia geboren und ich deutschland auf gewachsen. Das was in Sambia abläuft, ist unaktzeptable meine meinung nach. Im Rahmen von UN-MENSCHENRECHTSKONVENTION! Die HIV/AIDS arbeit in sambia ist sehr wichtig. Die Einstellung der sambianische Männern zu Sex und Ehe muss sich grundlegend ändern. Die Frauen und Kinder sind meistens die leid tragende dieser krankheit. Männer die von ihre HIV wissen, habe weiterhin ungeschützten Geschlechtsverkehr und das ohne Gewissensbisse. Frauen habe auch rechte, aber wie soll man als frau auf seine rechte bestehen, in einem land das von männern dominiert wird bzw. und das leiden eine frau keinen wert hat. Die Rechte der Kindern möchte ich hier auch nicht außer achtlassen bzw. auch die rechte von menschen mit behinderung. Durch Bildung kann man sehr viel erreichen, vorallem die nachkommende Generation muss Bildung erfahren.

    BA Pädagogin der Kindheit
    Gabriella H.

  3. Hallo Nina!

    Also die Idee ist aufgrund der Notwendigkeit entstanden, die Strafgefangenen in die Gesellschaft zu integrieren, um die Rueckfaelligkeitsquote zu senken. Das GSC ist das einzige seiner Art in ganz Sambia und die Klienten kommen aus dem ganzen Land. Das GSC ist in den Gefaengnissen bekannt und die Geistlichen in den einzelnen Gefaengnissen weisen auf das GSC hin und vermitteln Maenner und Frauen. Das GSC sucht auch selber aktiv die Gefaengnisse auf. Das GSC hat einen christlich katholischen Ursprung und legt auch weiterhin grossen Wert auf das christliche Menschenbild.

    Neben beruflicher Vorbereitung – es gibt Kurse in den Bereichen „Holz“, „Metall“, „Naeharbeit“ und „Landwirtschaft“ – werden die Klienten gerade auch sozialpsychologisch begleitet. Dies geschieht sowohl in Einzelberatung als auch in Gruppensitzungen. Zudem wird die in der Umgebung wohnende Bevoelkerung in die Arbeit integriert, um Vorurteile abzubauen. Die ehemaligen Strafgefangenen haben es nicht leicht…

    Ich weiss leider nicht, was Du mit „Technologien“ meinst, hoffe aber, dass ich Deine Fragen beantworten konnte.

    Beste Gruesse aus Lusaka,
    Martin Gottsacker

  4. Sehr interessanter Artikel!

    Ich wuerde gerne mehr ueber das GSC erfahren. Wie ist die Idee entstanden? Welche Technologien kommen hier zum Einsatz? Welche Sozialkomponenten gibt es?

    Viele Gruesse
    Nina

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