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Netzwerken für junge Menschen

Seit meinem letzten Blogeintrag im Dezember 2010 ist mal wieder eine Menge passiert, über das ich berichten möchte. Weihnachten und den Jahreswechsel haben wir in Deutschland mit Familie und Freunden verbracht, was wirklich schön war. Wie herrlich kann Kälte und Schnee sein! Eine Erfahrung, die ich so nicht erwartet habe, geniesse ich doch auch das immerwarme sonnige Wetter.

Acht Jugendorganisationen haben in Sambia ein Netzwerk gegründet.

Mitte Januar hat Youth Alive Zambia nach einer mehrwöchigen Weihnachtspause dann wieder seine Pforten geöffnet und Anfang Februar habe ich dann meinen ersten Geburtstag in Sambia gefeiert. Unsere Tochter Josephine geht seit einigen Wochen in den Kindergarten, den sie wirklich geniesst. Es ist unheimlich schön, seine Tochter in dieser herrlichen, kinderfreundlichen Umgebung aufwachsen zu sehen. Aber es gibt natürlich auch berufliches Erwähnenswertes.

Besonders eine schöne Initiative möchte ich hervorheben:
Gemeinsam mit insgesamt acht Jugendorganisationen habe ich ein neues Jugendnetzwerk gegründet. Der Name “Youth Empowerment Network” spiegelt da sehr gut unsere Zielsetzung und Intention wider. Wie überall auf der Welt haben die Kinder und Jugendliche in Sambia vielschichtige Probleme aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Fehlende Wertevermittlung, geringes Selbstvertrauen, ein schlechtes Bildungsniveau, damit verbundene schlechte Berufschancen, mangelnde Freizeitangebote oder fehlende Möglichkeiten, politische Meinungen zu äußern und sich an politischen Prozessen beteiligen zu können, sind nur einige davon.

Gemeinsam für eine ganzheitliche Förderung von Jugendliche: Das erste Treffen der Mitgliedsorganisationen war ein voller Erfolg.

Ich denke, dass man einen jungen Menschen ganzheitlich – holistisch mit all seinen Problemen betrachten muss. Es muss einen Weg geben, einem Kind oder einem Jugendlichen umfangreich zu helfen, um die Bedürfnisse befriedigen zu können, die individuelle Persönlichkeit zu stärken und Perspektiven aufzuzeigen, so dass die Potenziale geweckt werden und der junge Mensch optimistischer in die Zukunft blicken kann.

Für kleinere Organisationen – und das sind die meisten Projekte – ist eine ganzheitliche Förderung aufgrund von mangelnden finanziellen und personellen Ressourcen nicht möglich. Ein Netzwerk von mehreren Organisationen jedoch kann dies vielleicht leisten. Aus diesem Grunde habe ich acht NGOs hier in Lusaka angesprochen, die jeweils auf verschiedene Jugendsektoren spezialisiert sind.

Alle waren begeistert und trafen sich zu einem ersten gemeinsamen Workshop. Es waren Projekte dabei, die in den Bereichen Freizeit, HIV/AIDS, berufliche Ausbildung, Persönlichkeitsförderung, politische Partizipation, Umweltschutz und Gender arbeiten. Das erste Treffen kann als ein voller Erfolg gewertet werden! Wir haben das Netzwerk gegründet, alle sahen die Vorteile einer Kooperation und alle waren motiviert, das Netzwerk mit Leben zu füllen.

Die Zukunft wird zeigen, wie sich das “Youth Empowerment Network” entwickelt. Ich jedenfalls bin gespannt.

Das soll’s soweit gewesen sein, die besten Gruesse aus dem Herzen Afrikas,
Martin Gottsacker

Autor:

Martin Gottsacker

Martin Gottsacker ist 32 Jahre alt und lebt seit März 2010 gemeinsam mit seiner Frau Constanze und der einjährigen Tochter Josephine in Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Er arbeitet als Programm- und Organisationsberater bei "Youth Alive Zambia", einem Programm für Kinder und Jugendliche. Fokus der Arbeit ist die HIV/AIDS-Prävention.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Toller Beitrag! Ich freue mich auf weitere Beiträge zu dem Thema.

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