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„So geht es einfach nicht weiter!“

„So geht es einfach nicht weiter!“ Recht hat Carlos! Wir stecken in einem Stau mitten in Guatemala-Stadt.  Aber dieser Satz beschreibt nicht nur den Verkehr, sondern den Zustand dieser Stadt: allen ist klar, es geht so nicht weiter.

Die Stadt wird immer mehr zu einem Alptraum der Gewalt und des Chaos, sie ist jetzt schon einer der gefährlichsten Städte Lateinamerikas.

Burrita, Foto: MISEREOR/Florian Kopp

Mitten in Guatemala-Stadt: Ein „Eselchen des Friedens“, Foto: MISEREOR/Florian Kopp

Wir sind unterwegs zu einem sozialen Brennpunkt und davon gibt es viele in dieser Stadt. Carlos arbeitet für Ceiba, einer Partnerorganisation Misereors. Sie haben sich mit den Menschen vor Ort der Herausforderung gestellt, dass es so nicht weitergeht mit der Gewalt und Hoffnungslosigkeit. In vielen Vierteln bricht die öffentliche Ordnung zusammen, Jugendbanden, die sogenannten „Maras“, kontrollieren das Leben dort.
Nach einiger Zeit erreichen wir unser Ziel. Auf einem Platz steht ein großer umgebauter Truck von Ceiba. Sie haben ihn den schönen Namen „Burrita de la Paz“ gegegeben: man könnte es übersetzen mit “Eselchen des Friedens“. In diesem Viertel ist dieser Truck für die Menschen die einzige Ablaufstelle: eine Krankenschwester kümmert sich um Verwundete, Mediatoren stehen zur Verfügung, wenn es Streit gibt, und sie knüpfen Kontakte zu allen Parteien im Viertel. Sie werden von allen Gruppierungen anerkannt.  Vor einiger Zeit ist es ihnen sogar gelungen, das Unmögliche zu schaffen: für ein paar Tage eine Waffenruhe auszuhandeln.
Bis zum Einbruch der Dunkelheit bleiben wir dort. Inmitten der scheinbaren Hoffnungslosigkeit ist dieser Truck ein „Eselelchen des Friedens“, ein kleiner Hoffnungschimmer. Genauso könnte es weitegehen in Guatemala!

Über den Autor: Dieter Richarz arbeitet bei MISEREOR in der Abteilung Bildung und Pastoralarbeit. Er berichtet von einem Projektbesuch in Guatemala-Stadt.

Autor:

Gast-Autoren im MISEREOR-Blog.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den schönen Blogartikel. Ich bin im moment in dem Miet Transporter und lese Blogartikel, ich fahr nun aber wirklich weiter.

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