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Normal in Deutschland, Fettnäpfchen in Ruanda

Was sind Fettnäpfchen in Ruanda? Und wieso ist es kaum zu vermeiden in diese hineinzutreten, wenn man in ein anderes Land reist? Dinge, die für uns zum Alltag gehören, können uns in anderen Ländern schnell zum Verhängnis werden.

Es ist ganz schön schwer Aussagen und Fragen zu vermeiden, die wir im Heimatland als normal empfinden. Erst wenn wir einmal in eine Situation kommen, in der diese Frage Wunden aufreißen kann, merken wir, dass das, was für uns (deutscher) Standard ist, nicht überall als Standard gilt.

Hierbei rede ich nicht vom neusten Smartphone, einem dicken Auto oder auch einer Küche mit Elektroherd. Hierbei spreche ich vielmehr von einem täglichen Mittagessen, einer Familie oder der Möglichkeit sich ordentlich zu waschen, bzw. Kleidung für jeden Tag zu haben. Mit Fragen wie „Wo gehst du meistens Mittagessen?“, „Wohnst du bei deinen Eltern?“ und „Hast du Geschwister?“ sollte man sehr sensibel umgehen und sehr darauf achten, mit wem man gerade spricht. Sie können schon längst verdrängte Geschichten wieder ins Bewusste drängen und die Armut aufzeigen. Ebenfalls mit Aussagen wie „Oh, das ist ja richtig billig hier…In Deutschland zahlt man dafür…“ heißt es vorsichtig sein. Die Gefahr ist groß, dass man durch solche Kommentare das für die Menschen hier sowieso schon bestehende Bild der Umuzungus/Weißen, Reichen noch verstärkt. Und wer möchte schon gerne 10 Monate lang als reicher Weißer gelten, der sich von seinem hier locker ausreichenden Lohn den Bauch vollhaut und nicht teilt?!

Autor:

Muraho, ich bin die Anna und lebe zur Zeit in Ruanda, Gisenyi. Einige Wochen meines Freiwiligendienstes sind schon um. Ich habe so ungefähr alle Gefühlslagen schon durchlebt, viel vom Leben in der anderen Kultur mitbekommen und schon einige Menschen kennengelernt. Ich bin total gespannt, was mich noch alles so erwartet in den nächsten Monaten und bin ein bisschen geschockt, wie unglaublich schnell die Zeit hier umgeht.

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