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Ceiba

Ceiba? Was ist das eigentlich? Eine Abkürzung? Ich frage Carlos: „Was bedeutet Ceiba?“ „Ceiba“, antwortet Carlos, „ist unser Symbol. Ceiba ist ein sehr großer  Baum in Guatemala. Guatemala heißt übrigens in der Sprache der Maya Land der Bäume.

Das Symbol von Ceiba ist ein Baum.

Das Symbol von Ceiba ist ein Baum.

Bei den Mayas war der Ceiba ein besonderer, ein heiliger Baum. Er ist groß und mächtig. Unter solchen Bäumen versammelten sich die Mayas um wichtige Dinge zu besprechen. Unter  diesem großen Baum finden alle Schutz und Platz. Es gibt keine Türen, niemand wird ausgeschlossen, alle können kommen. Unter einem solchen Baum wurden die wichtigen Dinge des Lebens verhandelt und Entscheidungen gemeinsam gefällt. Aus diesem Grunde ist der Ceiba ein heiliger Baum, ein Baum des Friedens.
Für unsere Organisation war sehr schnell klar, dass dieser Baum unser Symbol ist. Wir wollen Versammlungsorte schaffen ohne Türen, für alle offen. Wir wollen die Möglichkeit und den Raum bilden, dass die Menschen eines Viertels miteinander ins Gespräch kommen: Was sind unsere Probleme? Wie können wir sie gemeinsam lösen? Deswegen haben wir unsere Organisation Ceiba genannt, ein Baum des Friedens.“ Read more

Blog aus Indien

Wenn die Menschen an Indien denken, denken sie an Gandhi. Aber es gibt viele andere Führungspersönlichkeiten in Indien, die ihr Leben dafür eingesetzt haben, dass Indien eine Demokratie wird.

Einer von ihnen ist Dr. B. R. Ambedkar. Er war der Vorsitzende des Ausschusses, der den Entwurf für die Verfassung Indiens ausgearbeitet hat. Er wurde in eine Gemeinschaft von Unberührbaren geboren, ist aber in schwindelerregende Höhen in der indischen Politik aufgestiegen im Kampf für die Menschenrechte der Unberührbaren in Indien, der so genannten Dalits.

M.C. Raj bloggt für MISEREOR aus Indien.

M.C. Raj bloggt für MISEREOR aus Indien.

Was heißt „Dalit“?

Der Begriff „Dalit“ hat hebräische Wurzeln und kommt von „Dal“; das heißt „die Gebrochenen“, „die Unterdrückten“. Im hebräischen Sprachgebrauch bedeutet das „die Gebrochenen“ oder „die Unterdrückten“ aufgrund ihrer Hautfarbe. In den Heiligen Schriften des Hinduismus werden Dalits als schwarz, hässlich und unberührbar beschrieben und verdammt. Das hinduistische Gesetz verbietet es Menschen, Dalits zu berühren, da dies als religiös verunreinigend gilt. Heute leben in Indien 240 Millionen Dalits.
Man kann sich nicht vorstellen, dass in Indien 240 Millionen Menschen heute noch wie Unberührbare behandelt werden – in einem Land, das dem Rest der Welt als wirtschaftlicher Riese in Asien präsentiert wird. Die indische Verfassung verbietet die Praxis der Unberührbarkeit. Doch obwohl diese Verfassung seit 65 Jahren in Kraft ist, werden Menschen noch immer wie Unberührbare behandelt und die Grausamkeiten gegenüber Dalits gehen immer weiter.
Meine Frau und ich haben eine Dalit-Bewegung in Karnataka, Südindien, ins Leben gerufen. Wir kämpfen noch immer gegen die Praxis der Unberührbarkeit und die Grausamkeit gegen unsere Leute. Read more

Lets make a difference- Ska for a cause

Ska Vengers!!!

Am 31.Mai 2011 ist mein letzter Tag bei Butterflies. Das Gefuehl des Abschieds macht sich in mir breit. Ich habe Butterflies kennen gelernt, weil ich damals einen Projektpartner fuer meine beiden „Thomas‘ Plan“-Benefizkonzerte  gesucht habe. Nun schliesse ich meine 10 Monate Freiwilligendienst ebenfalls mit einem Benefizkonzert in der Deutschen Botschaft Neu-Delhi.

Ca. 130 Menschen besuchten am Donnerstag das Konzert „Lets make a difference- Ska for a cause“ zu dem wir nur eine Woche zuvor bereits bekannte Spender von Butterflies, deutschsprachige Praktikanten, Expats, sowie hohe Tiere aus Politik und Unternehmen eingeladen haben.  Read more

Afojo! Ostergrüße aus Acholiland

Endlich Ferien! Nicht nur in Deutschland freuen sich die Schüler auf die schulfreie Zeit, sondern auch im Norden Ugandas.  Die meisten Kinder in dieser Region leiden immer noch unter den Folgen des vor sechs Jahren beendeten Bürgerkriegs.

Abschlussfest vor den Osterferien in der Laroo-Internatsschule in Gulu

Besuch in der Laroo-Internatsschule in der Provinz Gulu im Norden Ugandas: Es ist der letzte Schultag vor den Osterfeiertagen. Die rund 600 Schüler sitzen auf dem staubig-sandigen Boden vor dem Schulgebäude, die meisten von ihnen tragen leuchtend gelbe T-Shirts. Die Sonne brennt vom Himmel, Schatten gibt es wenig. Dennoch warten die Kinder geduldig auf das, was gleich kommen wird. Ein paar tuscheln aufgeregt und begutachten neugierig die Besucher aus Deutschland. Dann hallt der schrille Ton einer Trillerpfeife über den Platz, augenblicklich ist Ruhe, eine Gruppe älterer Schüler bewegt sich tanzend auf den Platz. Ein Mädchen in der ersten Reihe gibt mit lauten Rufen den Takt vor. Die Gruppe tanzt einen traditionellen Tanz der Acholi, der größten Volksgruppe der Region. Die Schüler bewegen sich ausgelassen, ekstatisch, einige haben die Augen geschlossen. Der Tanz dauert über eine halbe Stunde. Read more

„Walk to Work“ – Proteste gegen hohe Lebensmittelpreise in Uganda

Libyen, Tunesien, Ägypten –  der Fokus der Weltöffentlichkeit liegt gerade vor allem auf dem Norden Afrikas. Dabei machen sich die Konflikte des Nordens auch im Osten des Kontinentes bemerkbar. Zum Beispiel in Uganda: seit einigen Monaten explodieren hier die Benzin- und Lebensmittelpreise. Leidtragende sind vor allem die Armen des Landes, die sowieso schon wenig haben. In ihrer Verzweiflung gehen die Menschen auf die Straße und protestieren. „Walk to work“ nennen sie ihren Protest: Hunderte verzichten auf Autos und Busse und laufen zu Fuß zur Arbeit. Ugandas Präsident Museveni hält davon wenig. Sein Militär schießt mit Tränengas auf die Demonstranten.

 

Wir sind auf dem Weg von Entebbe nach Kampala, eine ruhige Fahrt durch das hügelige, grüne Umland der ugandischen Hauptstadt. Als wir an einer Tankstelle vorbei kommen sagt unser Fahrer Robert „Schaut Euch die Preise an, das ist verrückt. Das kann sich niemand mehr leisten.“ 3500 Uganda-Schilling kostet ein Liter Benzin. Das sind umgerechnet rund 1,10 Euro. Im Februar waren es noch 2900 Schilling, also umgerechnet rund 80 Cent. „Alles ist teurer geworden, fast doppelt so teuer wie vor ein paar Monaten“, so Robert. „Sogar die Preise für Matoke sind explodiert.“ Matoke, das sind Kochbananen. Das ugandische Nationalgericht. An einer Kreuzung biegen wir von unserem eigentlichen Weg ab. Vor uns stauen sich die Autos, ein paar Meter weiter patroullieren zwei blaue Panzer der Polizei. „Wir warten lieber ab, bis sich das aufgelöst hat“, sagt Robert. „Die Polizei ist gerade nicht berechenbar.“ Read more

Eleny

Eleny sitzt auf den Ziegeln, die vor ihrem neu gebauten Haus aufgestapelt sind. Erst vor kurzem haben ihr Mann und sie den Neubau bezogen. Es ist ein schönes Haus – geräumig, mit schönen Fliesen auf dem Boden. Elenys Mann hat die rustikalen Holzmöbel selbst gebaut.

Eleny erzählt vom Leben mit der Uranmine

Eleny erzählt vom Leben mit der Uranmine

Im Haus stehen die Türen zu allen Zimmern offen – überall ist es aufgeräumt, die Räume strahlen etwas Freundliches aus.

Ich zähle drei Schlafzimmer, und denke: „Da sind wohl zwei Kinderzimmer vorgesehen“. Es ist erst ein Jahr her, dass Eleny und ihr Mann geheiratet haben.

Eleny blickt freundlich in die Kamera. Sie gibt ein Interview. Hinter ihr, in etwa zwei Kilometern Entfernung, sieht man große Erdbewegungen. Hier liegt die Uranmine des brasilianischen Betreibers „Indústrias Nucleares do Brasil“ (INB). Das Unternehmen baut seit gut 10 Jahren Uran in der Gegend ab. Seitdem hat sich das Leben in den umliegenden Gemeinden sehr verändert. Read more