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Frieden für Korogocho

Joyce Mwikali lebt im Armenviertel Korogocho in Nairobi.

Fahrt durch das Regensburger Hinterland: Kleine Dörfer hier und da in einer kahlen Landschaft. Noch schläft die Natur: Stoppeln auf den Feldern und braune Böden. „Habt ihr hier Sandböden?“ fragt Joyce Mwikali.

„Was wird hier denn angebaut? Gibt es viele Kleinbauern?“ Die Landwirtschaft interessiert sie sehr, denn die Kenianerin hat lange als Bäuerin in einem kleinen kenianischen Dorf gearbeitet. Heute lebt sie in einem der größten Slums Nairobis, in Korogocho.

Premiere in Beratzhausen

Von ihrem Leben und ihrer Arbeit im Slum berichtet sie heute 50 Frauen in dem kleinen bayrischen Dorf Beratzhausen. Motto des Frauenfrühstücks: „Du bist nicht allein.“ Joyce hat hier ihre Premiere. Es ist der erste Vortrag von Joyce. Sie ist zum ersten Mal in Deutschland, zum ersten Mal in Europa. Und sie ist auch zum ersten Mal geflogen. „Das ist alles sehr aufregend für mich“ sagt sie. „Aber ich bin dankbar, dass ich den Menschen hier berichten kann wie wir im Slum in Nairobi leben.“ Read more

Die Hütte am Fuße des Doms

Im Schatten des imposanten Regensburger Doms steht eine Hütte: aus Pappkarton, vielleicht sechs Quadratmeter groß. Eine Hütte wie sie wohl zuhauf in den Armenvierteln dieser Welt zu finden ist.

„Man kann sich das hier nur schwer vorstellen, aber jeder sechste Mensch auf dieser Welt lebt in einem Armenviertel“ sagt Herr Sayer heute bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der MISEREOR-Fastenaktion 2011 in Regensburg. „Und diese Hütte, die wir hier als Beispiel benutzen, ist zwar klein. Aber immerhin ist die Pappe noch ganz frisch, nicht nass vom Regen, nicht verschimmelt. Und sie hat einen richtigen Boden. Der Boden in meiner Hütte in Lima war Wüstensand.“ Sayer lebte selber mehrere Jahre in einem Slum in Peru. Eine 3 x 6 Meter große Hütte nannte er sein Pfarrhaus, waren Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer und Beichtstuhl zugleich. „Und damit war ich noch wirklich gut dran im Vergleich zu all den anderen Menschen im meinem Viertel.“ Er berichtet von Enge, von dem Mangel an Privatsphäre, dem Mangel an Hygiene, sauberem Wasser, Essen. Read more

Unterwegs in Burkina Faso

 

Über dem Asphalt schwimmt die Luft.  – rechts und links der der Straße stehen die Bäume vereinzelt – so als habe sie jemand wie bei einer Spielzeugeisenbahn willkürlich in die Landschaft geklebt. Meist sind sie braun oder grau – manchmal sind die wenigen grünen Blätter auch vom roten Staub bedeckt, den hier der Nord-Ost-Passat um diese Jahreszeit aufwirbelt.

Es ist die Dornstrauchsavanne im Norden Burkina Fasos durch die ich unterwegs bin. Die Weite dieser Landschaft alleine ist schon faszinierend – doch kaum, dass abends die Sonne untergeht, geht der Himmel in ein unbeschreibliches Perlmut über und ein sanfter Wind geht über die sonnenheiße Erde. Read more

E 10 wird verhandelt – ohne die Stimme der Hungernden

Obgleich die Einführung des Agrosprits bislang in der Zuständigkeit des Umweltressorts lag, hat Wirtschaftsminister Brüderle am heutigen Dienstag zum Benzin-Krisengipfel geladen. Teilnehmen werden Agrar- und Verbraucherministerin Aigner, Umweltminister Röttgen und Verkehrsminister  Ramsauer sowie Automobilverbände, die Autoclubs ADAC und AvD, Verbände der Mineralölwirtschaft, die Agrosprit-Branche, der Bauernverband und die Verbraucherzentralen.

Vertreter der Entwicklungspolitik und Umweltverbände fehlen völlig. Misereor fordert die Bundesregierung dazu auf, auch Umwelt- und Entwicklungsverbände am Dialog zu beteiligen und die weitreichenden sozialen Auswirkungen der Agrospritpolitik ergebnisoffen zu diskutieren.
Die Behauptung, in Deutschland werde lediglich heimisch produziertes Agroethanol in die Tanks geschüttet, führt in die Irre. Zwar wird hierzulande Agroethanol vorwiegend durch Fermentaton zu zwei Dritteln aus Getreide und  einem Drittel aus Zuckerrüben hergestellt, doch steigende Importe sind absehbar. Nach Berechnungen des Londoner Institute for European Environmental Policy (IEEP) wird die EU insgesamt 50% des Agroethanols und 41% des Agrodiesels importieren müssen, umgerechnet eine Fläche von 69.000km2 (Fläche Irlands) jenseits ihres eigenen Territoriums beanspruchen.

Die Importe aber kommen vorwiegend aus Regionen wie Südostasien und Lateinamerika, in denen Land ein hart umkämpftes Gut ist und der Anbau von Energiepflanzen zu einer  verstärkten Landnahme (Landgrabbing) durch Großkonzerne geführt hat. Read more

Austausch im Sahel

Der Fahrtwind hat sich verfangen. Er bauscht die weiten farbigen Gewänder der Motorradfahrer, die sich durch den Verkehr schlängeln. Mich wundern die vielen Mercedes-Modelle, die auf den breiten Straßen fahren, die man gerade erst zum fünfzigsten Jahrestag der Unabhängigkeit eingeweiht hat. Wir überqueren die lange Brücke über den Niger – in unserem Rücken liegt Bamako, die Hauptstadt Malis.

Austausch im Sahel: Beim MISEREOR-Workshop in Mali

Die Sonne brennt vom Himmel und der Fluss fließt nur in einigen schmalen Furchen des breiten Flussbetts – die Region geht auf die heißeste Zeit des Jahres zu. Am Ufer waschen dennoch viele Menschen ihre Kleider und legen unzählige bunte Stoffbahnen wie in einem Mosaik zum Trocknen aus. Read more

Im Zirkus namens Indien

Leitartikel in der Times of India, heute mit der Überschrift: „Chaos is our dharma.“ Erster Satz: „Indien. Wir können nur funktionieren, weil wir chaotisch sind.“  Das indischen Chaos: Die Einheimischen leben damit. Die Ausländer versuchen es zu überleben. Und die Times of India hebt es nun sogar als Notwendigkeit zum Funktionieren dieses Landes hervor.

circuscalledindia

An vielen Ecken der Stadt hängen momentan große bunte Plakate mit der Aufschrift: „A day in India.“  Oder “A circus called India.” Die indische Times ruft zu einem Wettbewerb auf: „A nationwide contest to celebrate the collective chaos that is India.“  Wer mag, kann Fotos, Filme, Podcasts, auch Witze und Cartoon einschicken, die das Chaos im Land dokumentieren.  Jeder Inder ist dazu eingeladen, an dieser Aktion mitzuwirken.  Es gibt attraktive Preise bis zu 500.000 Rupien (rund 8.000 Euro) Read more