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Nach Wirkung kommt Nachhaltigkeit

Wenn wir ein Produkt kaufen, vertrauen wir darauf, dass die Qualität stimmt und vom Hersteller geprüft wurde. Auch bei Thema Spenden an MISEREOR können Sie darauf vertrauen, dass sie das Leben vieler Bedürftiger nachhaltig verbessert. Denn im Verlauf eines Projektes wird immer wieder auf Zwischenergebnisse geschaut und umgesteuert, wenn nötig.

Katrin von Hagke, Referentin für Qualitätssicherung im Bereich der internationalen Zusammenarbeit bei MISEREOR

Im Interview erklärt Katrin von Hagke, Referentin für Qualitätssicherung im Bereich der internationalen Zusammenarbeit bei MISEREOR, warum die Evaluierung der Projekte so wichtig ist für die MISEREOR Arbeit, was bei einer Evaluierung genau in den Blick genommen wird und wie es danach weitergeht.

Warum ist die Evaluierung von
Projekten wichtig für den Erfolg der
Arbeit MISEREORs?

Katrin von Hagke: Bei Evaluierungen geht es immer um zweierlei: Zum einen um Rechenschaft und Transparenz gegenüber unseren Spenderinnen und Spendern. Wir können nachweisen, dass Mittel sinnvoll eingesetzt werden und konkrete Veränderungen für die Menschen bewirken.

Zum anderen lernen unsere Partner und wir selbst viel dabei. Eine offene, kritische Reflexion gemeinsam mit Gutachterinnen und Gutachtern führt oft zu Aha-Effekten. Dann wird klar, an welchen Stellen das Projekt weiterentwickelt werden muss, um noch mehr Wirkung zu erzielen. So verbessern wir die Qualität unserer Arbeit und die unserer Partnerorganisationen immer weiter.

Wen beauftragt MISEREOR
mit dieser Aufgabe?

Katrin von Hagke: Wir berufen externe, unabhängige Fachleute. In der Regel kommt ein zweiköpfiges Team aus europäischen und lokalen Sachverständigen zum Einsatz, die sich fachlich ergänzen.

MISEREOR-Fachleute arbeiten mit externen Gutachterinnen und Gutachtern zusammen und geben Empfehlungen, um die Ansätze, Methoden und Aktivitäten in der Zusammenarbeit zu verbessern. Allein im Jahr 2018 wurden 96 Evaluierungen weltweit durchgeführt.

Welche Projekte werden überprüft und
wer bestimmt das?

Grundsätzlich müssen Projekte spätestens in der dritten Förderphase evaluiert werden. Aber Projekte können auch außer der Reihe untersucht werden, wenn die Kolleginnen und Kollegen, die die Projekte begleiten, dies für sinnvoll erachten.

Was wird dabei genau
in den Blick genommen?

Katrin von Hagke: Wir beziehen grundsätzlich die fünf international anerkannten Prüfkriterien der Entwicklungszusammenarbeit ein: Relevanz, Wirkung, Effektivität, Effizienz und Nachhaltigkeit. MISEREOR stellt bewusst die Frage nach den Wirkungen in den Vordergrund, positiven wie negativen. Unsere Projektpartner bringen zusätzlich eigene Fragestellungen ein.

Wer trägt die Kosten für die Gutachter?

Katrin von Hagke: Die Kosten werden über Projektmittel abgedeckt und sind im Vorfeld eingeplant. Etwa ein Prozent der Bewilligungssumme wird für diese Aufgabe verwendet.

Diese Themenbereiche und Regionen waren 2018 Gegenstand von Projekt-
Evaluierungen bei MISEREOR.

Was passiert nach den
Evaluierungen?

Katrin von Hagke: MISEREOR diskutiert die Empfehlungen mit den Partnern. Die Partner schätzen die Machbarkeit und die Umsetzung ein. Da die Evaluierungen in der Regel während der Projektlaufzeit stattfinden, können die gewonnenen Erkenntnisse gleich in die nachfolgende Projektphase einfließen.


Mehr zum Thema…

Informieren Sie sich in unserem Web-Dossier „Was erreichen unsere Projekte?“ ► ausführlich über die Themen Evaluierung, Beratung und Wirkung bei MISEREOR

Autor:

Julia Frielinghausen

Julia Frielinghausen arbeitet als Online-Redakteurin bei MISEREOR. Dort ist sie u.a. für den Bereich Soziale Medien zuständig.

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