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Schmerz und Trost in Zeiten der Pandemie – Reflexionen eines indischen Jesuiten

In mir kommen viele, sehr unterschiedliche Gefühle hoch, wenn ich an die Zeit zurückdenke, die vergangen ist, seit am 30. Januar 2020 der erste indische Fall einer COVID-19-Erkrankung offiziell bestätigt wurde. Die Patientin war eine Studentin der Universität Wuhan in China auf Heimaturlaub in Thrissur, im südindischen Bundesstaat Kerala. Die Angst, das Leiden und die Qualen, die von den Menschen erduldet werden mussten, wecken in mir Mitgefühl und Solidarität mit ihnen. Die Wärme und Menschlichkeit, die sie zeigten, wenn ihre Nachbarn und Weggefährten in Not waren, sind mir Trost und Freude. Unentschlossenheit und Gleichgültigkeit, Herzlosigkeit und Grobheit der politischen Akteure sowie der Strafverfolgungsbehörden rufen Wut und Abscheu hervor. Wenn wiederum Menschenrechtsengagierte und führende Persönlichkeiten zivilgesellschaftlicher Bewegungen sich für die Menschen einsetzen, die von der Corona-Pandemie am schlimmsten betroffen sind, überwiegen Gerechtigkeitssinn und Hoffnung.

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Die Schweiz stimmt ab

Am kommenden Sonntag stimmen die Schweizer Bürgerinnen und Bürger darüber ab, ob Konzerne, die in der Schweiz ihren Sitz haben, in Zukunft auch im Ausland die Menschenrechte einhalten müssen. Es klingt aberwitzig, dass über diese Frage abgestimmt werden muss. Wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die vor 72 Jahren verabschiedet wurde, etwa mit einer Klausel versehen, dass Unternehmen und Konzerne nicht an deren Inhalt gebunden sind? Nein – natürlich nicht! Denn die Menschenrechte sind universell und gelten für alle und überall! Theoretisch.

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Dranbleiben für mehr Klimaschutz: Folgen für den Globalen Süden bedenken!

Nun wird es also scheinbar doch noch klappen! Deutschland wird Ende 2020 wahrscheinlich das selbst gesteckte Klimaschutzziel von 2007 einhalten. Damit wird es tatsächlich 40 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen haben als im Jahr 1990. Noch vor der Corona-Pandemie sah dies ganz anders aus. Ohne ihre wirtschaftlichen Folgen hätte es vermutlich nicht funktioniert. Bereits im Jahr 2014 war der damaligen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks klar: es wird extrem schwierig, wenn nicht mehr passiert.

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Online-Empowerment: Wie in Brasilien der Gewalt gegen Frauen begegnet wird

In Brasilien wurde im vergangenen Jahr alle zwei Minuten eine Gewalttat gegen Frauen registriert. Dann kam 2020 – und die Pandemie. Seit etwa einem Jahr zwingt COVID-19 die Welt dazu, sich dem unsichtbaren Feind zu beugen – durch Quarantäne und soziale Isolation. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Untersuchungen während der Pandemie auf eine Zunahme der Fälle von Gewalt gegen Frauen in Brasilien hinwiesen. Die MISEREOR-Partnerorganisation Graal engagiert sich in einem breiten Bündnis und einer Empowerment-Kampagne gegen diese Entwicklung.

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