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Die Kipppunkte des Planeten – und was sie mit mir zu tun haben

Am eigenen Leib habe ich erfahren, wie sich ein „menschlicher Kipppunkt“ anfühlt. Bei einem Waldspaziergang tappe ich in ein von Zweigen und Moosen überdecktes Erdloch, knicke um und es macht „knack“. Ich gehe zu Boden. Es tut verdammt weh. Ab einem bestimmten Punkt gibt es eben kein Zurück mehr, der „Lauf der Dinge“ ist nicht mehr aufzuhalten. Mit dem Erreichen „meines“ Kipppunktes brach der Knochen. Ein richtig blödes Gefühl. Später im Krankenhaus wurde festgestellt, dass mein Sprunggelenk gebrochen war. Nun wurde ich bestens medizinisch versorgt. Und mein Sprunggelenk konnte wieder komplett heilen. Im Gegensatz zu unseren globalen Öko-Systemen, die wegen der menschengemachten Klimaerhitzung zu kippen drohen und sterben werden. Ein Knochenbruch als persönlicher Kipppunkt ist dann eben doch kein globaler point of no return.

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Südafrika im Ausnahmezustand: Armee soll Proteste unter Kontrolle bringen

Geplünderte Supermärkte, gesprengte Geldautomaten und Menschenmengen, die in Panik mit ihrer Beute an Lebensmitteln nach Hause fliehen. Aus Südafrika erreichen uns dramatische Berichte von unseren Projektpartnern. Vor allem im Johannesburger Stadtteil Soweto sind die Zerstörungen groß, aber auch die östliche Küstenregion Kwa-Zulu-Natal mit der Provinzstadt Durban ist betroffen. Das Land scheint kurz vor einer schweren wirtschaftlichen und humanitären Krise zu stehen. Die dritte Welle der Covid-19-Pandemie ist bislang ungebrochen.

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„Das Friedenspotential der Religionen nutzen“

Religionen bergen ein enormes Friedenspotential. Verständigung, Harmonie und Versöhnung sind ihre Botschaften. Gleichzeitig wird religiöse Identität immer wieder in Konflikten instrumentalisiert und trägt so zu Gewalt bei. Um diese zu überwinden und Auseinandersetzungen zu schlichten, bedarf es der Vermittlung und vor allem eines bewussten und immer wieder neuen Aufeinander-Zugehens. Thomas Kuller, Fachreferent für Friedensförderung und Konflikttransformation bei MISEREOR, beschäftigt sich in seiner Arbeit stets mit der Rolle von ethnoreligiöser Identität in Konflikten. Im Interview erzählt er von seinem „Lieblingsprojekt“ in Sri Lanka und inwiefern hier erfolgreich Frieden zwischen Hindus, Buddhisten, Muslimen und Christen gestiftet wird.

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Zivilgesellschaft unter Druck – wie die Jugend Freiräume verteidigt

Kürzlich wurde ich gebeten, für eine Veranstaltung darüber zu berichten, inwiefern junge Menschen in den MISEREOR-Partnerländern von Shrinking Space betroffen sind. Mit Shrinking Space sind Einschränkungen des zivilgesellschaftlichen Handlungsraums gemeint. Von solchen Einschränkungen berichten uns viele Partnerorganisationen aus immer mehr Ländern. Doch nur selten wird dabei explizit auf die Situation junger Menschen eingegangen. Dabei sind es häufig Jugendliche und junge Erwachsene, die wichtige Impulse für gesellschaftliche Veränderungen geben – und das nicht erst seit Fridays for Future.

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