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Mein Freiwilligendienst in Malawi

Nadja macht ihren Freiwilligendienst in Malawi, genauer in der St. Mary‘s Girls Secondary School in Karonga. Die 24-jährige betreut dort den Computerraum der Schule, gibt Computerstunden und hilft auch so beim Unterrichten mit. Nach ihrem Lehramtsstudium in Deutschland, welches sie im April abgeschlossen hat, bietet dieser Freiwilligendienst eine wunderbare Chance, in das Schulleben eines anderen Landes einzutauchen. In diesem Blog erfahrt ihr, was Nadja während ihrer Zeit in Malawi erlebt und wie sie die neue Kultur, die Menschen und einfach das Leben dort kennenlernt.

07. März 2019

Müll über Müll – In Deutschland mehr als hier

Gelbe Tonne, Braune Tonne, Schwarze Tonne, blaue Tonne. Ein festgelegter Plan, wann welche Tonne vor meiner Haustüre in Deutschland abgeholt wird. Ein gutes System. Für mich gibt es wenig zu tun, außer den Müll in die richtige Tonne zu werfen. Glascontainer, Altmetallcontainer, Wertstoffhof, Sperrmüll. Ich habe für jede Art von Abfall eine Möglichkeit, diesen so aus dem Haus zu schaffen, dass ich kein blödes Gefühl dabei habe. Im Gegenteil. Ich fühle mich sehr gut dabei, denn schließlich bringe ich den Müll ordnungsgemäß weg. So als wäre es in Ordnung so viel Müll zu produzieren, solange ich ihn stets entsprechend entsorge und er nicht im Straßengraben landet.

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Zentralafrikanische Republik: Fragile Staatlichkeit jenseits der internationalen Aufmerksamkeit

Politische Gespräche mit der Interreligiösen Plattform der Zentralafrikanischen Republik in Berlin

Die drei religiösen Führer der Interreligiösen Plattform: Kardinal Dieudonné Nzapalainga, Imam Layama Oumar Kobine und Pastor Philippe Sing-Na. (v.l.n.r) © HOUSE OF ONE
Die drei religiösen Führer der Interreligiösen Plattform: Kardinal Dieudonné Nzapalainga, Imam Layama Oumar Kobine und Pastor Philippe Sing-Na. (v.l.n.r) © HOUSE OF ONE

Die Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik befindet sich in Geiselhaft, während der Krieg um Macht und Ressourcen andauert.

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Weltfrauentag – Frauen stärken und Unabhängigkeit fördern

Lara Ximenes weiß wie wichtig es ist, einen Beruf zu erlernen: „Denn das ist die einzige Möglichkeit, unabhängig zu werden und mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.“ Es bedeutet , sich Freiheit zu erarbeiten und finanziellen Abhängigkeiten zu entkommen.

Das MISEREOR-Projekt hilft Frauen, die ihre Lebenssituation wirklich verändern wollen und sich aktiv engagieren.
Das MISEREOR-Projekt hilft Frauen, die ihre Lebenssituation wirklich verändern wollen und sich aktiv engagieren. © Stahl/MISEREOR

Heute am Weltfrauentag schauen wir nach Timor-Leste. Ein Land etwa so groß wie Schleswig-Holstein inmitten der indonesischen Inseln. Die Geschichte des Inselstaats war bis zur Staatsgründung 2002 durch Gewalt geprägt, weil 400 Jahre lang portugiesische Kolonialherren herrschten. Dann ab 1975 übernahm eine indonesische Militärherrschaft die Macht, die ein Drittel der osttimoresischen Bevölkerung das Leben kostete.

Frauen haben in der traditionellen Gesellschaft Timor-Lestes einen sehr geringen Sozialstatus. Sie sind in vielen Lebensbereichen benachteiligt, beispielsweise haben osttimoresische Mädchen, insbesondere auf dem Land, kaum Zugang zu Schuldbildung. Zudem werden Frauen sehr häufig Opfer von (häuslicher) Gewalt, die von der Gesellschaft toleriert wird.

Unabhängigkeit durch Bildung

Der MISEREOR-Partner, die Canossa Schwesternkongregation, hat langjährige Erfahrung Frauen durch Berufsbildung zu stärken. Ihr Bildungszentrum „Centru Treinamentu Integral No Desenvolvimento“ (CTID) richtet sich mit zwei Ausbildungsgängen an junge Frauen zwischen 18 und 30 Jahre aus ländlichen Regionen. Die Programme bereiten sie darauf vor, sich entweder mit einkommensschaffenden Maßnahmen selbständig zu machen oder den Übergang zum Arbeitsmarkt zu meistern.

Schwester Isabel Xavier do Rego, Direktorin von CTID versteht ihren Auftrag so: „Im Gedenken an die Heilige Magdalene von Canossa, nach deren Vorbild die Schwesternkongregation gegründet wurde, versuchen die Schwestern und Mitarbeiter von CTID junge Frauen zu stärken, damit sie in ihre Dörfer zurückkehren und ein eigenes, unabhängiges Leben beginnen können.“

Auch die 18-Jährige Lara Ximenes ist eine von 75 Frauen, die an dem einjährigen „Maestra di Campagna“-Kurs teilnehmen. Er bildet junge Frauen für Führungsaufgaben im ländlichen Raum aus. Neben allgemeinbildenden Fächern wie Englisch, Portugiesisch oder das Erlernen eines Musikinstruments werden dabei auch handwerkliche Fähigkeiten wie Nähen, Schneidern, Buchhaltung und Computer-Grundkenntnisse vermittelt. Nach der Ausbildung begleitet CTID die Absolventinnen weiter und bietet ihnen Unterstützung durch regelmäßige Berufstrainings, vermittelt Arbeitsstellen oder stellt Kredite zur Gründung eines Kleinunternehmens zur Verfügung.

„We prepare Youth for future“ heißt es im Ausbildungszentrum. MISEREOR-Partner CTID hilft auch bei der Gründung von kleinen Unternehmen.© Stahl/MISEREOR

Selbstvertrauen durch Bildung

Die Wirkungen des Programms sind vielfältig. Etwa 50 Prozent der Absolventinnen zwischen 2011 und 2017 fanden bereits im ersten Jahr nach Abschluss eine Anstellung, machten sich selbstständig oder führten ihre Ausbildung fort. Zudem wirkt sich die Teilnahme positiv auf ihre Persönlichkeitsentwicklung aus. Das Programm stärkt das Selbstbewusstsein und ihre Motivation auf eigenen Beinen zu stehen. Die erworbenen Kompetenzen und erwirtschafteten Einkünfte kommen in der Regel nicht nur den Absolventinnen zugute, sondern den gesamten Familien sowie den lokalen Gemeinschaften, zum Beispiel im Rahmen von freiwilligem Engagement in Grundschulen oder innerhalb von Gemeindeaktivitäten.

Auch Lara Ximenes hat neues Selbstvertrauen gesammelt und schaut positiv in die Zukunft: „Ich habe schon eine Stelle bei einer kleinen Genossenschaft in Aussicht, ich muss nur meine Ausbildung gut abschließen – aber das schaffe ich bestimmt.“

Sie möchten die wichtige Arbeit des MISEREOR-Partners unterstützen? Dann besuchen Sie unsere Spendenprojekt-Seite, wo Sie dieses und weitere Frauenförderungsprojekte in Timor-Leste finden.

Auf dem Weg zur Amazonas-Synode: Alles ist miteinander verbunden!

“Wahrscheinlich waren die autochthonen Völker Amazoniens in ihren Territorien nie derart bedroht, wie sie es heute sind.” Papst Franziskus sprach, als er sich im Januar 2018 zur Vorbereitung der Amazonien-Synode mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Völker Amazoniens traf, davon, dass ihre Leiden endlich „gehört“ werden müssen.

Auch die kleine Stadt Mirituba droht in den Fluten des Riesenstaudamms am Tapajós, ein Seitenarm des Amazonas, unterzugehen. © Kopp | MISEREOR
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Zentralamerika: Eine Region unterm Radar

„Die Solidarität der Menschen“, „die nicht unterzukriegende Hoffnung der Leute“, „die Solidarität miteinander“, sind nur einige der Antworten auf meine Frage, was das Schöne an den Ländern Zentralamerikas ist, die ich Anfang des Jahres 2019 drei Wochen bereiste.

Armenviertel in San Salvador in El Salvador. © Schwarzbach | MISEREOR
Armenviertel in San Salvador in El Salvador. © Schwarzbach | MISEREOR

Dieser schmale Streifen Erde, der Nord- mit Südamerika verbindet, wird selten wahrgenommen. Und wenn, dann erhalten sie wegen der anhaltenden Korruption, der extremen Gewalt, politischer Unterdrückung, oder wie zuletzt, der massiven Migrationsbewegungen in Richtung USA Aufmerksamkeit. Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua werden bisweilen sogar als shithole countries bezeichnet. Damit werden pauschal ganze Bevölkerungen in Misskredit gebracht. Die vielen positiven Potentiale, die Herzlichkeit der Menschen, die wunderschöne Natur, finden dabei so gut wie keine Erwähnung. Mit der Fastenaktion 2019 stellt MISEREOR dem die positiven Erfahrungen aus El Salvador entgegen, ohne dabei den schwierigen Kontext des Landes zu ignorieren.

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