Suche
Suche Menü

Brasilien: Rückschritt zur Diktatur?

Dreißig Jahre nach Beendigung der Militärdiktatur droht Brasilien ein Rückschlag in diktatorische Strukturen.

Noch vor wenigen Monaten hatte es kaum jemand in Brasilien für möglich gehalten, dass ein rechtsradikaler Politiker mit dem Namen Jair Bolsonaro neuer Staatspräsident des Landes werden könnte. Doch dies scheint jetzt Wirklichkeit zu werden. Wenige Tage vor den Stichwahlen liegt der ultrakonservative Politiker in den Umfragen mit 59 zu 41 Prozent vor seinem Widersacher, dem Linkspolitiker Fernando Haddad. Read more

Eine Welt ohne Hunger und Armut schaffen

Das derzeit dominante Wirtschafts- und Agrarmodell ist keine Lösung.

Den Hunger weltweit beenden – so lautet das zweite Ziel für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030. Um es zu erreichen, muss das gesamte Ernährungssystem in den Blick genommen werden – vom Acker bis zum Teller. Es braucht neue Lösungsansätze, eine diversifizierte Landwirtschaft, verbesserte Verarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten im globalen Süden. Und eine entschiedene Absage an eine kurzfristige Gewinnorientierung von Agrarkonzernen.

Der Misereor-Partner Agroecologiay Fe in Cochabamba unterstützt Frauengruppen sowohl in der städtischen Landwirtschaft als auch auf dem Lande. © Eduardo Soteras Jalil | MISEREOR

Der Misereor-Partner Agroecologiay Fe in Cochabamba unterstützt Frauengruppen sowohl in der städtischen Landwirtschaft als auch auf dem Lande. © Eduardo Soteras Jalil | MISEREOR

„Misereor – Aktion gegen Hunger und Armut in der Welt”– mit diesem Untertitel begann vor 60 Jahren die Arbeit von Misereor. Der Einsatz gegen Hunger als die brutalste Form der Armut liegt also seit den Anfängen quasi in unserer DNA. Read more

UN-Verhandlungen zu Wirtschaft und Menschenrechte: EU schweigt zum Vertragsentwurf

Am Montag, den 15.10. 2018, hat in Genf die vierte Sitzung einer zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe begonnen, die im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats ein verbindliches Abkommen zur Durchsetzung der Menschenrechte in der globalen Wirtschaft erarbeiten soll. Im Juli dieses Jahres hatte der ecuadorianische Vorsitzende der Arbeitsgruppe einen ersten Entwurf vorgelegt, über den rund 80 Staaten gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften bis Freitag beraten werden.

Im Kongo bedeutet der Abbau von Coltan für Handys und Elektrogeräte für Millionen Menschen Gewalt, Bürgerkrieg und Umweltzerstörung.© Roland Brockmann

Im Kongo bedeutet der Abbau von Coltan für Handys und Elektrogeräte für Millionen Menschen Gewalt, Bürgerkrieg und Umweltzerstörung.© Roland Brockmann

“Der Prozess ist unsere Chance, den Menschenrechtsschutz in der Wirtschaft einen großen Schritt voranzubringen“, erklärte Kate Gilmore, stellvertretende Hochkommissarin für Menschenrechte in ihrer Eröffnungsrede. Das Abkommen müsse den Vorrang von Menschenrechten vor Handels- und Investitionsschutzabkommen festschreiben, forderte Vatikan-Vertreter Monsignore Mauro Cionini. Unternehmen müssten künftig dafür haften, wenn ihre Auslandsgeschäfte zu Menschenrechtsverletzungen führen. Read more

Ein wichtiges Zeichen der Solidarität in Ost-Beirut

Man sieht sie nicht und man hört sie nicht, doch sie ist gegenwärtig. In den Gesichtern, die uns bei unserem Besuch in der Krankenstation der Schwestern zum Guten Hirten anschauen, bemerken wir sie – die Armut. Viele Blicke der Frauen erzählen Geschichten von Entbehrung, Not und Traurigkeit. Die meisten von ihnen, die schwanger oder mit ihrem Kind im Arm die Sprechstunde von Dr. Ahmed besuchen, sind Flüchtlingsfrauen aus Syrien oder aus dem Irak.

© Stahl / MISEREOR

Die Frauen sind unauffällig gekleidet, keine von Staub bedeckten flüchtenden Menschen, die wir von den Fernsehbildern kennen. Sie erhoffen sich Hilfe für ihr krankes Kind oder bekommen die notwendigen Impfungen, um sich und ihr noch ungeborenes Kind zu schützen. Read more

Unser Saatgut: Über 90 Prozent aller Sorten sind in den letzten 100 Jahren verschwunden

Ein einzelnes Maiskorn in Nahaufnahme – saftig, prall und leuchtend gelb. Für Millionen Menschen ist dieses Körnchen Ursprung ihrer Ernährung. Wie Reis und Weizen gehört Mais zu den 30 Pflanzenarten, von denen sich die Weltbevölkerung heute hauptsächlich ernährt. Dabei gibt es mehr als 30.000 essbare Sorten. Doch unsere Saatgut-Vielfalt schrumpft unaufhaltsam: Allein in den letzten 100 Jahren sind fast 90 Prozent der Pflanzen von unseren Feldern und aus unseren Gärten verschwunden. Von Kohl über Rüben und Spargel bis hin zur Kartoffel.

Mehr als 30.000 Pflanzensorten auf der Welt sind essbar – von nur 30 ernähren wir uns. Fotos: W-film / Collective Eye Films

Die neue Dokumentation „Unser Saatgut – Wir ernten was wir säen“ (USA) zeigt mit eindrücklichen Bildern, wie anfällig unser Landwirtschafts-System aus Gen-Saatgut und Pflanzenpatenten in den Händen weniger Großkonzerne wie Monsanto ist. Read more