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Philippinen: Können wir still sein?

Die Stadt ist noch ruhig, die Straßen für Manila-Verhältnisse fast leer wegen des Feiertags, der an die Schlacht um Bataan während der Zeit der japanischen Besatzung im zweiten Weltkrieg erinnert. Wir sind auf dem Weg zum Schauplatz einer anderen Art von Krieg, den der philippinische Präsident dem Drogenkonsum und -handel erklärt hat.

Erzbischof Stephan Burger segnet Angehörige von Mordopfern, die ihre Trauer verarbeiten. Er besucht mit MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel Menschenrechtsorganisationen auf den Philippinen.
Foto: Initiatives for Dialogue and Empowerment through Alternative Legal Services, IDEALS

Wir, das sind Erzbischof Burger, der Vorsitzende der MISEREOR Kommission bei der deutschen Bischofskonferenz und der Hauptgeschäftsführer von MISEREOR, Pirmin Spiegel, zusammen mit den MISEREOR Referenten Elmar Noé und Steffen Ulrich.

Im St. Arnold Janssen Kalinga Center der Steylermissionare, das sich für Obdachlose und städtische Arme einsetzt, treffen wir Angehörige der Betroffenen dieses sogenannten Krieges gegen die Drogen. Die Kampagne des Präsidenten, die angeblich darauf abzielt, den Drogenkonsum in den Philippinen zu bekämpfen, hat bisher über 25.000 Mordopfer gefordert.

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Ernährungssicherheit in einer verletzlichen Region

MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel und der Freiburger Erzbischof Stephan Burger nehmen auf einer einwöchigen Reise auf den Philippinen die wachsende Bedrohung des Landes durch die globale Erwärmung in den Blick. Hier berichten sie von Begegnungen mit der Partnerorgansiation MASIPAG, deren Projekte Bäuerinnen und Bauern eine bessere Anpassung an den Klimawandel ermöglichen.

Begegnung mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auf einem Feld in Barangay Anoling, Quezon, 7. April 2019.

Am Samstag um 5 Uhr morgens starten MISEREOR-Bischof Stephan Burger, Pirmin Spiegel und MISEREOR-Referent Steffen Ulrich Richtung Anolin im Landkreis General Nakar, das gute 140 Kilometer östlich von Manila liegt. Dort treffen wir auf Vertreterinnen von sieben Bauernorganisationen und deren Beratungsgremium, das eine der wichtigsten Strukturen auf lokaler Ebene des nationalen Bauernverbandes MASIPAG darstellt.

Es sind selbstbewusste Bäuerinnen, die uns mit einem köstlichen, ausschließlich mit biologischen Lebensmitteln zubereiteten Mittagessen empfangen und mit uns sprechen.
Foto: Roy Lagarde
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Mein Freiwilligendienst in Malawi

Nadja macht ihren Freiwilligendienst in Malawi, genauer in der St. Mary‘s Girls Secondary School in Karonga. Die 24-jährige betreut dort den Computerraum der Schule, gibt Computerstunden und hilft auch so beim Unterrichten mit. Nach ihrem Lehramtsstudium in Deutschland, welches sie im April abgeschlossen hat, bietet dieser Freiwilligendienst eine wunderbare Chance, in das Schulleben eines anderen Landes einzutauchen. In diesem Blog erfahrt ihr, was Nadja während ihrer Zeit in Malawi erlebt und wie sie die neue Kultur, die Menschen und einfach das Leben dort kennenlernt.

06. Mai 2019

Wenn viele kleine Menschen,
an vielen kleinen Orten,
viele kleine Schritte tun,
dann verändern sie das Gesicht der Welt.

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Madagaskar: Der Reichtum wandert ins Ausland

Madagaskar ist das einzige Land der Welt, das ohne Krieg, Bürgerkrieg oder Intervention von außen einen sozialen und ökonomischen Niedergang erlebt hat, der sonst nur mit gescheiterten Staaten vergleichbar ist. So ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit Erlangung der Unabhängigkeit nahezu konstant rückläufig und liegt heute um 30 bis 50 Prozent niedriger als 1960, obwohl es sich im Durchschnitt in den Ländern südlich der Sahara trotz der generellen ökonomischen Schwäche Afrikas verdreifacht hat.

(von links nach rechts) Gespräch in Madagaskar: Pater Thomas Econome von der Erzdiözese Tamatave, Erzbischof Désiré Kardinal Tsarahazana, Frank Wiegandt (MISEREOR) und der Privatsekretär des Kardinals. Foto: MISEREOR/Florian Kopp
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Rio de Janeiro: Das Wunder in der Favela

Copacabana, Zuckerhut, Karneval – typisch Rio de Janeiro. Leider auch typisch: Die Favelas in Brasiliens Millionenmetropole. Hier bestimmen Gewalt, Drogen und Armut den Alltag. Wie ein Zirkusprojekt der MISEREOR-Partnerorganisation „Se Essa Rua Fosse Minha“ jungen Menschen aus den Favelas neue Hoffnung schenkt.

„Mein Name ist Cafeeh und ich bin schwarz.“ Cafeeh, der mit bürgerlichem Namen Wanderson heißt, ist Zirkustrainer im MISEREOR-Projekt „Se Essa Rua Fosse Minha“ (SERUA). Heute ist der 24-jährige stolz auf seine Identität. Das war nicht immer so. Sein Künstlername ist Ausdruck einer Lebenseinstellung, für die er hart gekämpft hat.

„Wanderson ist ein guter Junge. Jeder mag ihn. Ich liebe ihn, denn er ist für mich wie ein eigener Sohn,“ sagt Neuza über ihren Enkel. Neben ihren eigenen Kindern zog sie ihn und seinen Neffen groß. Foto: Schröder/MISEREOR
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Sind neue gentechnische Züchtungsmethoden wirklich Hoffnungsträger?

Ein Kommentar zum Interview mit Bundesministerin Julia Klöckner zu neuen Gentechnikverfahren von Markus Wolter

In ihrem Interview mit der Funke Mediengruppe sprach sich Bundesministerin Julia Klöckner für den Einsatz von neuen Züchtungsmethoden für Pflanzen aus. In ihrer Argumentation erscheint gentechnisch verändertes Saatgut, beispielsweise nach dem CRISPR-Verfahren, als geeignetes Mittel, um einer wachsenden Weltbevölkerung, in der heute noch immer mehr als 800 Millionen Menschen hungern, eine ausreichende und angemessene Ernährung zu ermöglichen.

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Katerstimmung in Nigeria

Erschöpft von den Wahlen, erwarten die Menschen wenig von ihrer neuen Regierung

Alles neu macht der Mai, aber leider kaum in Nigeria. Nach den Wahlen kann von der in der zweiten Maihälfte antretenden „neuen“ Regierung – der alte Präsident ist der neue – niemand erhoffen, dass sie demnächst Lösungen für die Probleme des Landes liefert.

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