Archi Basu, Indien. Leiterin des Referats für Kinder und Jugend bei der Misereor-Partnerorganisation SPAN in Kolkata. Holt Kinder aus ausbeuterischer Arbeit zurück in die Schule und eröffnet damit Kindern wie Familien neue Perspektiven.

Die Krankheit Thalassämie ist auch in Sri Lanka wenig bekannt: Für viele Betroffene und ihre Familien gehen mit Thalassämie erhebliche Belastungen einher. Die erblich bedingte Blutkrankheit erschwert die Bildung von Hämoglobin, das für den Sauerstofftransport im Körper lebenswichtig ist. Fehlt es, können selbst grundlegende Dinge wie Gehen, Lernen oder die körperliche Entwicklung erschwert werden. Rund um den internationalen Thalassämie-Tag im Mai wird das Thema zwar etwas sichtbarer, doch vielerorts mangelt es weiterhin an Aufklärung. Wie Partnerorganisationen gegensteuern, erklärt Evanjalina Sampathawaduge von Caritas Sri Lanka-SEDEC im Gespräch mit Misereor-Regionalreferentin Corinna Broeckmann.

Pestizide, die in Europa verboten sind, werden weiterhin im Globalen Süden eingesetzt. Misereor-Partnerorganisationen berichten von Gesundheitsschäden, zerstörten Böden und struktureller Abhängigkeit. Doch sie zeigen auch: Es geht anders. Stimmen aus Afrika, Asien und Lateinamerika machen deutlich, welche Folgen der Pestizideinsatz hat – und welche alternativen Wege die Partnerorganisationen bereits gehen.

Das Vorurteil ist so alt wie die internationale Zusammenarbeit selbst: Spendengelder und staatliche Zuschüsse fließen ins Ausland und „versacken“ dort angeblich wirkungslos. Kontrolle, so das gängige Klischee, finde kaum statt, und wenn, dann höchstens aus der Distanz eines heimischen Schreibtisches. Aber entspricht dieses Bild der Realität? Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Hinter den Kulissen wirken komplexe Kontroll‑ und Lernmechanismen, die weit über das bloße Prüfen von Belegen hinausgehen. Bei Misereor sorgt eine eigene Abteilung dafür, dass Projekte vor Ort systematisch evaluiert und somit Spenden sorgfältig und verantwortungsvoll eingesetzt werden.

Wenn Fußballweltmeisterschaften stattfinden, dominieren Bilder von Euphorie, Gemeinschaft und sportlicher Leidenschaft. In etwas mehr als einem Monat beginnt die WM 2026 in Nordamerika. Für Misereor und seine Partnerorganisationen in Mexiko macht dieses Großereignis jedoch auch eine andere Realität sichtbar: den Alltag von Menschen, der von Gewalt, dem Verschwinden von Angehörigen und der Macht organisierter krimineller Netzwerke geprägt ist.

Schon wieder dieses Szenario: Ein neuer Konflikt am Persischen Golf – aktuell mit Blick auf Iran –, steigende Öl- und Gaspreise, teurer Kunstdünger, höhere Lebensmittelkosten. Ein bekanntes Muster, das sich scheinbar alle paar Jahre wiederholt – das fossile Murmeltier grüßt. Doch das ist kein Naturgesetz. Es ist das Ergebnis eines Ernährungssystems, das tief in fossiler Energie verankert ist. Warum steigende Öl- und Gaspreise den Hunger befeuern, warum jede neue „Lebensmittelkrise“ im Kern auch eine fossile Energiekrise ist und wie wir aus dieser Logik herauskommen können, das zeichne ich im folgenden Beitrag nach.
