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Deutsch-Französischer Menschenrechtspreis für Delphine Djiraïbé

Etwa 40.000 politische Morde und ungezählte Folterungen sind die Bilanz des ehemaligen tschadischen Präsidenten Hissène Habré, der das Land von 1982 bis 1990 mit unfassbarer Grausamkeit regierte. Wie viele Menschen im Tschad begriff Delphine Kemneloum Djiraïbé das Ausmaß dieser Katastrophe erst, als die Tore der politischen Polizei DDS geöffnet wurden und verwesende Leichen sowie ausgemergelte Überlebende zum Vorschein kamen. Das Ende des Terrorregimes von Hissène Habré war der Anfang von Delphine Djiraïbés Einsatz für die Menschenrechte: Nie mehr sollten die Menschen ihres Landes solches Leid erfahren.

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Menschenrechte im Tschad: ganz oder gar nicht

Es ist nicht so, als könnte man im autoritär und autokratisch geführten Tschad, auf dessen Gebiet die geographische Mitte des afrikanischen Kontinents liegt, nicht seine Meinung äußern. Eine Zeitung wie N’Djaména bi-hebdo oder ein Sender wie das private Radio FM Liberté prangern Missstände im Land durchaus scharf an. Desgleichen gilt für Akteure der Zivilgesellschaft. Aber wehe, jemand trifft den wunden Punkt und zieht sich den Zorn der Staatsgewalt zu!

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Ein Rezept für menschenrechtsbasierte Klimapolitik

Heute habe ich geweint. Sechs Kerzen stehen auf dem Boden im Verhandlungszentrum der COP 25 in Madrid. Eine Gruppe von Menschen aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika steht im Halbkreis dahinter. Sie verlesen 138 (!) Namen. Namen von Menschen, die in diesem Jahr ermordet worden sind. Ermordet im Kampf um ihre und unser aller Lebensgrundlagen. Es folgt eine Schweigeminute. Und eine Forderung: Menschenrechte müssen auch in der Klimapolitik gewahrt werden; insbesondere beim Emissionshandel, dessen Regeln hier in Madrid neu aufgestellt werden sollen.

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