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„Different colour, one people“

Nur noch 3 Wochen… es war so toll… wir wollen uns irgendwie bedanken für diese unvergessliche Zeit… doch wie geht das überhaupt? Wie kann man sich bedanken für eine Zeit, in der man so viel Unterstützung und Hilfe erfahren und so viel fürs Leben gelernt hat?

Eine außergewöhnliche Präsentation musste her für alle Kollegen und Freunde, die uns durch unser Jahr begleitet haben! Ich kann nur von „uns“ und „wir“ reden, denn meine Mitfreiwillige Inga und ich haben uns das ganze Jahr hindurch wunderbar verstanden und uns bei so gut wie jedem Projekt gegenseitig unterstützt. Dies war auch nötig, besonders für diese Abschiedspräsentation. Sie trieb uns, auch wenn die Vorbereitungszeit nicht lang war, sehr an unsere Grenzen. Ein Teil der Kultur, der uns bis heute immer noch schwer fällt zu verstehen, von der wir jedoch sehr viel lernen konnten, ist: Flexibilität, Spontanität und vor allem: egal, was ansteht und egal, wie spontan es war, es galt immer: Pas de problème, nta kibazo oder no problem! So versuchten wir nun auch an unsere Präsentation ranzugehen, denn wir dachten uns, wenn man es anders versucht, verzweifelt man sowieso nur 😛

In der letzten Woche vor der Präsentation galt es täglich bis 19 Uhr zu arbeiten und immer schön geduldig auf Leute zu warten. Bis Freitag um 17 Uhr war uns weder klar, wie genau der ruandische traditionelle Tanz geht, den wir aufführen wollten, noch wussten die anderen viel von unserem deutschen Volkstanz. Unsere Eröffnungsrede war gerade so fertig geworden und das Beenden des klassischen Tanzes wurde auf Samstag 12 Uhr vor der Präsentation geschoben. (Diese sollte um 15 Uhr anfangen!) Das einzige was stand, waren die Lieder mit dem Orchester, doch für Inga und mich hieß es ruhig bleiben und das anwenden, was wir nun seit einem Jahr lernten: Pas de problème, oder wie es im Kölschen Grundgesetz heißt: „Et hätt noch immer jot jegange!“

Am nächsten Tag waren Inga und ich, wie sollte es anders kommen, beide krank, doch wir kennen uns mittlerweile aus mit unseren Lieblingskrankheiten  und wissen, wie wir uns für einen Tag aufpäppeln können. Los ging es also!

Als dann auch um 15:30Uhr die letzten Mitwirkenden eintrudelten, konnten wir die Tänze nochmal schnell durchgehen und schon ging es los.

Nach und nach wurde das Publikum immer größer und wir hatten eine tolle letzte Feier mit Musik auf Deutsch, Englisch, Französisch und Kinyarwanda, traditionellem ruandischen Tanz, Volkstanz, klassischem Tanz und Hiphop. Als die Stimmung bei den letzten Liedern „My heart will go on“ und „We are the world“ und beim Zeigen der Fotos unseres Jahres sehr ausgelassen war und sich die Veranstaltung dem Ende neigte, schauten Inga und ich uns zufrieden an und konnten auf ein Neues den Stress der vergangenen Tage vergessen und an alles Schöne aus unserem Jahr denken. J

Uns bleibt nichts anderes, als überglücklich von hier wegzugehen und dennoch werden wir gleichzeiztig die Tränen nicht zurückhalten können.

Vielen Dank an MISEREOR und alle anderen, die uns unser Jahr im Land der 1000 Hügel ermöglicht haben 🙂

 

Autor:

Muraho, ich bin die Anna und lebe zur Zeit in Ruanda, Gisenyi. Einige Wochen meines Freiwiligendienstes sind schon um. Ich habe so ungefähr alle Gefühlslagen schon durchlebt, viel vom Leben in der anderen Kultur mitbekommen und schon einige Menschen kennengelernt. Ich bin total gespannt, was mich noch alles so erwartet in den nächsten Monaten und bin ein bisschen geschockt, wie unglaublich schnell die Zeit hier umgeht.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Anna,

    schön, dass ihr euch soviel Mühe beim Bedanken gegeben habt. Scheint keine langweilige Abschiedsveranstaltung mit endlosen Reden geworden zu sein, wie man es hier in Deutschland so kennt. Bei eurer Party wäre ich gerne dabei gewesen. Ich freue mich auf unser Wiedersehen. Kaum zu glauben, dass es bis dahin nun wirklich nicht mehr lange ist …

    Uta

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