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MISEREOR-Freiwilligendienst: Qualität langfristig sichern

Als einer der ersten überhaupt wurde der MISEREOR-Freiwilligendienst mit dem RAL „Gütesiegel internationaler Freiwilligendienst“ ausgezeichnet. Dabei spielt die verlässliche Begleitung der Jugendlichen vor, während und nach ihrem Einsatz in der Welt eine wichtige Rolle, aber auch die Zusammenarbeit zwischen den Entsendeorganisationen und ihren Partnern im Ausland. Drei Fragen an MISEREOR-Geschäftsführer Thomas Antkowiak über die Bedeutung des Siegels für die Freiwilligenarbeit.Guetesiegel_FWDienst-1024x672

Wofür wird das Gütesiegel an Entsendeorganisationen von Freiwilligen vergeben und was bringt es?

Im Prüfprozess werden die Organisationen zum Beispiel hinsichtlich ihres Dialoges mit den Partnerorganisationen betrachtet, aber auch deren Maßnahmen zur Gesundheitsvorbeugung und zur Versorgung im Krankheitsfall und die Informationslage im Krisen- und Notfallmanagement. Außerdem muss die Entsendeorganisation eine transparente Auswahl der Freiwilligen sowie eine gute Vorbereitung und Begleitung vor, während und nach der Dienstphase der jungen Erwachsenen vorweisen können.

Internationale Freiwilligendienste sind eine ganz besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements: Sie geben jungen Menschen die Möglichkeit, sich für einen längeren Zeitraum mit ihren Ideen einzubringen und über den eigenen Tellerrand zu schauen. Sie können Orientierung bieten und vor allem die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit fördern. Wer einen Freiwilligendienst leistet, hat daher auch den Anspruch auf eine gute Organisation und Begleitung seines Einsatzes im Ausland. Klare Rahmenbedingungen und der Austausch untereinander helfen damit nicht nur den Entsendeorganisationen, sondern auch den Freiwilligen, sich für eine Organisation zu entscheiden.

Was ist Ihnen mit Blick auf den Freiwilligendienst besonders wichtig – und wie spiegelt das Siegel dies?

Uns ist eine gleichbleibende, hohe Qualität in internationalen Freiwilligendiensten wichtig. Es geht uns nicht um eine Qualität zu einem bestimmten Zeitpunkt der Vor-Ort-Prüfung, sondern es geht darum, die Güte von internationalen Freiwilligendiensten kontinuierlich zu sichern und zu verbessern. Für uns ist es nach fünf Jahren Freiwilligendienst-Erfahrung gut zu sehen, wo wir stehen – und wo und wie wir uns noch weiter entwickeln können.

Gibt es diesbezüglich schon konkrete Vorhaben?

Ab 2016 werden wir nicht nur wie seit fünf Jahren rund 15 Freiwillige zu Partnern nach Afrika, Asien oder Lateinamerika entsenden, sondern junge Menschen aus Partnerländern auch zu uns einladen, damit sie unseren Alltag und unsere Arbeit kennen lernen können. Wir starten dann mit zwei bis drei Jugendlichen, die bei ehrenamtlichen Helfern von MISEREOR unterkommen. Das ist eine neue und sicherlich auch große Herausforderung.

Mehr Informationen:

MISEREOR-Freiwilligendienst

Seite der RAL Gütegemeinschaft

Autor:

Rebecca Struck

Rebecca Struck arbeitet bei MISEREOR in der Presseabteilung.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Herzlichen Glückwunsch!!!
    Als Mutter einer Freiwilligen, die 2014/2015 einen Freiwilligendienst auf den Philippinen gemacht hat kann ich nur sagen: Das Gütesiegel haben Sie alle sich wirklich verdient! Die Vorbereitung, als auch die Begleitung während der 10 Monate war für meine Tochter wie auch für unsere Familie geprägt von einem hohen Maß an Tranzparenz, Wertschätzung und dem Wissen, einer echten Fürsorge um die jungen Menschen. War ein Wirbelsturm im Anmarsch, oder eine Reisewarnung für einen Landesteil ausgegeben – sie haben reagiert. Manchmal sogar, bevor wir in Deutschland oder die Freiwilligen in ihren Ländern davon mitbekommen haben.
    In Erinnerung an das „Abschiedslied“ beim Entsendegottesdienst 2014 bleibt mir nur noch zu sagen: „WIR HATTEN EINE GUTE ZEIT!“
    Herzlichen Dank dafür!!!

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