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5 Tipps, wie du Mut tanken kannst

Sich für eine bessere Welt einzusetzen, das ist nicht immer einfach. Woher nehmen wir die Inspiration und den Mut, um weiterzumachen? Wir haben dazu 5 Tipps!

Mut tanken bei MISEREOR

„Mut tanken“ auf der MISEREOR-Jahrestagung. Foto: MISEREOR

Was motiviert uns? Woher nehmen wir die nötige Kraft, um eine Aktion auf die Beine zu stellen? Bei der MISEREOR-Jahrestagung haben wir 5 „Mut-Quellen“ getestet:

Tipp 1: Spielerisch Mut für den Alltag tanken

Sich selbst spielerisch einer Mut-Probe auszusetzen kann ein Impuls sein à la „Wenn ich das schaffe, dann kann ich andere Herausforderungen auch meistern.“ Eine solche Herausforderung kann darin bestehen, sich selbst auf eine Bühne zu stellen.

Spielerisch Mut tanken

Theater macht Mut. Foto: MISEREOR

„Ihr seid jetzt auf einer Pyjama-Party.“, gibt Regisseur Joseph Vicaire spontan vor und los geht es: Bühne frei! Alle schlüpfen in ihre Rollen und kreieren einen einzigartigen Moment. „Auf der Bühne wirkt man zusammen – derjenige, der das Wort führt, zusammen mit denen im Hintergrund.“, erklärt der Theater-Experte. Also auch eine gute Übung für Gruppen. Probiert es einmal aus!

Tipp 2: Tanzend die innere Balance halten

Wer sich energiegeladen und ausgeglichen fühlt, kann sich kraftvoller für andere einsetzen. Deshalb beginnt das Engagement für eine bessere Welt bei jedem Einzelnen. „Tanz ist ein hervorragendes Medium, seine eigene Kraft zu spüren, zu seinen eigenen Urkraftquellen zurückzukehren.“, schwärmt Irmi Geerts von der Tanzfabrik Aachen.

Afrikanischer Tanz-Workshop

Einer Teilnehmerin kommt nach dem Tanz-Workshop ein Satz in den Sinn: „Gott mag uns, wenn wir arbeiten. Aber er liebt uns, wenn wir singen und tanzen.“ Foto: MISEREOR

„Tanzen befreit und gibt Energie, in Zeiten, in denen man wenig hat.“, sagt sie. „Wenn man dann eine afrikanische Musik auflegt, hilft das den alltäglichen Stress wegzutanzen. Danach fühlt man sich befreit. Tanzen ist heilsam. Tanzen ist wie ein Gebet.“

Tipp 3: Kreativ sein und Spaß haben mit Karikaturen

Dieser Tipp kommt von Karikaturist Markus Grolik. „Zeichnen, kritzeln, krakeln macht Spaß. Und was Spaß macht, macht auch Mut.“, davon ist er überzeugt. Er hat seine persönliche Mut-Quelle gefunden und ermuntert andere, selbst den Stift in die Hand zu nehmen. Wichtige Inspirationsquelle: Der eigene Humor.

Einfache Zeichenübung

Einfache Zeichenübungen vermitteln, wie Gesichtsausdrücke entstehen. Foto: MISEREOR

Malend nähert man sich auch einem Thema auf andere Art, beispielsweise dem Thema „Wasser“. „Beim Malen kann es inspirieren, neue Arbeitsmethoden und -techniken kennenzulernen.“, berichtet die Künstlerin und Workshopleiterin Uta Göbel-Groß, die im Bildungsprojekt ÜberLebensMittelWasser aktiv ist.

Malen macht Spaß

Unser Tipp: Wieder einmal einen Pinsel in die Hand nehmen. Foto: MISEREOR

Tipp 4: Gemeinsam singen

Es gibt sehr einfache Mut-Quellen. Beispielsweise die eigene Stimme. „Musik begleitet Menschen in schönen und schweren Situationen und macht Mut.“, so beschreibt es Franz Gulde von MISEREOR. „Singen fördert die Stärke des Einzelnen und der Gruppe im Einsatz für Gerechtigkeit.“ Unser Tipp: Singe, einfach für dich selbst oder startet als Gruppe in ein Treffen mit einem Lied oder einem Kanon.

Gemeinsam singen gibt Mut

Foto: MISEREOR

Tipp 5: Sich von Anderen ermutigen lassen

 “Durch den Austausch mit anderen Menschen entstehen neue Ideen.“, sagt MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel. Es ist gut, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, sich auszutauschen und durch andere inspirierende Menschen begeistern zu lassen. Einen Ort für diesen Austausch bietet jedes Jahr die MISEREOR-Jahrestagung. In diesem Jahr konnten die Teilnehmenden in Workshops Mut tanken, angeleitet von den Künstlerinnen Elisabeth Hönig und Uta Göbel-Groß, Regisseur Joseph Vicaire, Irmi Geerts und Emmanuel Okobiemen von der Tanzfabrik Aachen, Karikaturist Markus Grolik und Franz Gulde von MISEREOR.
Die nächste Jahrestagung findet im Herbst 2018 statt.

Pirmin Spiegel bei der Jahrestagung

Pirmin Spiegel eröffnete die Jahrestagung mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Foto: MISEREOR

Wie tankt ihr Mut? Schreibt uns gerne einen Kommentar zu diesem Artikel.

Autor:

Lena Egenberger

Lena Egenberger arbeitet als Online-Redakteurin bei MISEREOR.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Lieber Herr Ulbrich,

    vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserer Jahrestagung. Sie haben natürlich recht, dass die ermutigenden Beispiele für einen befreienden Lebensstil ein sehr gutes Beispiel für Mutquellen im Alltag ist. Wir haben diese auch bei der Jahrestagung eingebunden, wie Sie bei der Dokumentation unter https://www.misereor.de/jahrestagung sehen können.
    In diesem Blog-Beitrag geht es darum, niedrigschwellige Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man Mut tanken kann. Die tägliche Arbeit hin zu einer gerechteren Welt kann manchmal sehr kraftraubend und entmutigend sein. Mit diesen einfachen Beispielen wollen wir aufzeigen, dass es auch wichtig ist, immer mal wieder für sich selbst Mut aufzunehmen. Daher das Thema der Jahrestagung und die Beispiele hier im Blog.
    Vielen Dank für Ihr Engagement und ihre konstruktiven Beiträge.
    Florian Meisser

  2. Es ist sicher wichtig, Mut zu tanken, um die vielfältig nötigen Änderungen unserer Lebens- und Wirtschaftsweise anzugehen. Nur finde ich in den vorgestellten Mut-Quellen nur mühsam Zugänge zu den spezifischen Anliegen und dem Auftrag von Misereor, Anwalt und sein für die Bedrängten und Ausgebeuteten dieser Erde, um die Ursachen hierzulande zu benennen und dafür persönlich einzutreten. So fehlen mir auch Beispiele für einen befreienden prophetischen Lebensstil. Deutlicher kommen solche zum Ausdruck in den 44 ermutigenden Beispielen für eine bessere Zukunft in dem ebenfalls von Misereor herausgegebenen Buch „Wer Mut sät, wird eine andere Welt ernten“, erhältlich unter https://www.eine-welt-shop.de/

  3. Ich finde Tipp 5 besonders wichtig.

    Man sollte immer mit anderen Menschen zu tun haben. Besonders Freunde sind hier hilfreich, denn diese helfen dir automatisch dabei mutiger zu werden.

    Die anderenTipps finde ich dennoch interessant und sollte man einmal ausprobieren!

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