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Fastenaktion 4.0 – oder wie erfinderisch die Krise macht

Normalerweise bin ich diesen Wochen unterwegs – bei Vorträgen, Spendenläufen, Coffee Stops. Schließlich ist Fastenzeit.

In dieser Zeit mag ich meinen Job besonders, denn ich treffe viele nette, super-engagierte Menschen und habe viele anregende Begegnungen. Dementsprechend traurig war ich, als klar wurde, dass die Fastenzeit in diesem Jahr deutlich anders ausfällt.

Doch dann bekam ich die Mails der Leute, die mit witzigen, individuellen Ideen Spenden für MISEREOR sammeln:

Spenden sammeln mit Klopapier

So bat uns eine Gemeinde um Spenden-Flyer. Die werden Freiwillige in die Briefkästen ihrer Nachbarschaft werfen. Und zu jedem Flyern gibt es ein Blatt Klopapier – unter dem Motto: MISEREOR geht uns nicht am Ar*** vorbei ;-).


Lego statt Laufen

Die Familienkirche St. Mauritius in Frankfurt musste ihren Solilauf absagen. Die Alternative: Die Kids werden eingeladen LEGO-Türme zu bauen und Sponsoren zu suchen. Die sollen ihnen pro Millimeter einen Cent spenden. Das geht Zuhause nur mit Maßband und einem Foto. Und die Familien-Kirche verdoppeln jeden gemeldeten Betrag.


Spendenlauf virtuell

Sepp Schlecht aus der Diözese Regensburg organisiert jetzt einen virtuellen Spendenlauf. Er sucht 50 Menschen, die bereit sind, die geplanten 10 km virtuell zu laufen und für jeden Kilometer mindestens 1,-€ zu spenden bzw. „Sponsorinnen und Sponsoren“ dafür zu finden. So kämen schnell 500 € zusammen.


Persönlicher Marathon und Ruderchallenge

Zum Glück ist Laufen auch noch in natura möglich. Daher startet mein Kollege Florian seinen persönlichen Spenden-Marathon bis Ostern. Die Challenge: an jedem zweiten Tag ca. 4,7 km laufen bzw. gehen. So kommt er bis Ostern auf eine Gesamtlänge von ca. 42 km. Und er sucht sich wie bei einem Spendenlauf, in Familien- und Bekanntenkreis Spenderinnen und Spender und hält sie regelmäßig auf dem Laufenden.

Sportlich hält es auch mein Kollege Martin. Der hat seine Rudermaschine im Keller entstaubt und rudert jetzt ein Woche lang mit Sponsorenunterstützung für die Menschen im Libanon und in Syrien. Und meine Kollegin Petra wandert in ihrem Osterurlaub Tagesetappen für den guten Zweck.


Fastenessen anders

Aber es melden sich nicht nur Sportskanonen bei uns. Die Gemeinde St. Martha in Niedernhausen-Engenhahn wandelte kurzerhand das lange geplante Fastenessen um: Alle angemeldeten Teilnehmer essen am Sonntag zwischen 12 und 14 Uhr zu Hause. Sie haben zwei Rezeptvorschläge und verschiedene Informationen zum Thema Klima und Ernährung erhalten. Nach dem Essen werden die Teilnehmer sich gegenseitig via Mail austauschen über das, was sie bewegt. Gleichzeitig werden alle um Spenden für MISEREOR gebeten.

Tipp und Rezepte zum Fastenessen auf misereor.de

Gottesdienst per Streaming

Über die Vorstellung, dass meine Gemeinde den Sonntags-Gottesdienst streamt, hätte ich bis vor kurzem vermutlich geschmunzelt. Aber genau das passiert ab jetzt in vielen Kirchen. Und am 5. Fastensonntag haben viele Zelebranten auf die MISEREOR-Kollekte hingewiesen. Die Pfarrei St. Ewaldi in Dortmund hat eine ganze MISEREOR-Andacht gestaltet.

Die Kollekte kann immer noch jede und jeder direkt an MISEREOR überweisen oder online spenden. Aber es geht auch ohne großen technischen Aufwand. So verschickt ein Pfarrer in Bonn einfach seine vorbereiteten Andachten per E-Mail und motiviert über seinen FAIRteiler zur Solidariät mit den Menschen in Syrien und im Libanon.

Welche Ideen haben Sie für die Fastenaktion?
Schreiben Sie uns!


Die Fastenaktion mit einer Spende unterstützen

P.S. Die ganzen guten Ideen, haben mich jetzt auch angesteckt: Deshalb haben ich mit meinem Hobby-Musiker-Kollegen Markus unser eigenes Charity-Konzert aufgenommen. Die Aufnahme verschicken wir jetzt per Mail und geben damit den digitalen Spendenhut herum.

Autor:

Marianne Pötter-J.

Marianne Pötter-J. arbeitet als Referentin für Partnerschaften und Spenderkontakte bei MISEREOR. Sie bloggt über interessante Begegnungen und Kampagnen.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die offenen Kirchen laden zum Verweilen und Beten ein – immer mit dem richtigen Abstand .
    Sie können aber auch dafür sorgen, Menschen mit Palmzweigen, Meditationstexten und Osterkerzen zu versorgen. Da bietet es sich an, gebrauchte Bücher zum Mitnehmen dazu zu stellen und um Spenden für MISEREOR zu bitten. Das nennt man dann eine Win-Win-Situation.

  2. Die Idee mit dem Legoturm ist einfach super. Meine Nichte, Franziska und mein Neffe, Konstantin haben in Großfischlingen am Wochenende einen Legoturm von etwas über 3 m in 7 Stunden gemeinsam im Treppenhaus gebaut. Insgesamt sind so fast 500,00 EUR zusammen gekommen.
    Wir hatten viel Spaß im Familienchat dabei und es war ein sinnvolles gemeinsames Werk die Zeit zu Hause gut zu überbrücken und um über die Arbeit von MISEREOR ins Gespräch zu kommen.
    Alles was man benötigt, sind Legosteine, Ausdauer und ein paar Menschen aus der Familie und dem Freundeskreis, die bereit sind pro Milimeter Legoturm einen 1 Cent zu spenden.
    Danke für die tolle Idee an die Familienkirche in Frankfurt. Hoffentlich finden sich noch viele kleine und große Baumeister und Baumeisterinnen.

  3. In der aktuellen Corona-Pandemie wird mir mein privilegiertes Leben einmal mehr überdeutlich. Gewiss, es gibt Einschränkungen, ich verlasse meine Wohnung nur zum Einkaufen und für einen Spaziergang, d.h. Treffen mit lieben Freund*innen und der Familie, gemeinsame Kino-, Theater-, Konzertbesuche und auch geplante Reisen finden nicht mehr statt.
    Ich stellte in diesem Zusammenhang fest, dass ich zurzeit viel weniger Geld ausgebe. Natürlich laufen meine Miete, Nebenkosten, Versicherungsbeiträge etc. weiter, aber darüber hinaus gebe ich nur Geld für Lebensmittel aus. UND mein geplanter Osterurlaub fällt aus.
    Das Geld, das ich für meinen Osterurlaub ausgegeben hätte, stelle ich jetzt MISEREOR zur Verfügung. Ich bin ziemlich sicher, dass ich meine Urlaubskasse noch nie aus triftigeren Gründen geleert habe.

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