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Ceiba

Ceiba? Was ist das eigentlich? Eine Abkürzung? Ich frage Carlos: „Was bedeutet Ceiba?“ „Ceiba“, antwortet Carlos, „ist unser Symbol. Ceiba ist ein sehr großer  Baum in Guatemala. Guatemala heißt übrigens in der Sprache der Maya Land der Bäume.

Das Symbol von Ceiba ist ein Baum.

Das Symbol von Ceiba ist ein Baum.

Bei den Mayas war der Ceiba ein besonderer, ein heiliger Baum. Er ist groß und mächtig. Unter solchen Bäumen versammelten sich die Mayas um wichtige Dinge zu besprechen. Unter  diesem großen Baum finden alle Schutz und Platz. Es gibt keine Türen, niemand wird ausgeschlossen, alle können kommen. Unter einem solchen Baum wurden die wichtigen Dinge des Lebens verhandelt und Entscheidungen gemeinsam gefällt. Aus diesem Grunde ist der Ceiba ein heiliger Baum, ein Baum des Friedens.
Für unsere Organisation war sehr schnell klar, dass dieser Baum unser Symbol ist. Wir wollen Versammlungsorte schaffen ohne Türen, für alle offen. Wir wollen die Möglichkeit und den Raum bilden, dass die Menschen eines Viertels miteinander ins Gespräch kommen: Was sind unsere Probleme? Wie können wir sie gemeinsam lösen? Deswegen haben wir unsere Organisation Ceiba genannt, ein Baum des Friedens.“

Heute erleben wir einige Versammlungen von Ceiba. Der Truck, das Eselchen des Friedens, setzt sich in Bewegung, um in einem neuen Viertel eine „Micro-Plataforma de la Paz“, Mikroplattform des Friedens, einzurichten. Dort treffen sich ganz gemischte Gruppen, junge und alte Menschen, Männer und Frauen, um über ihr Leben zu reflektieren, z.B. über die Rolle der Gewalt in den Familien und der Gesellschaft. Gemeinsam überlegen sie mit Hilfe der Sozialarbeiter/-innen und Mediatoren/-innen, was sie in ihrem Leben und ihrem Viertel verändern können und welche Schritte sie bis zum nächsten Treffen gehen wollen. Für einen Moment wird Ceiba an diesem Ort zu einem mobilen Friedenzentrum.

Über den Autor: Dieter Richarz arbeitet bei MISEREOR in der Abteilung Bildung und Pastoralarbeit. Er berichtet von einem Projektbesuch in Guatemala-Stadt.

Autor:

Gast-Autoren im MISEREOR-Blog.

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