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Faire Behandlung durch Fairen Handel

Auftakt zur Fairen Woche mit MISEREOR-Partner Shay Cullen von den Philippinen

„Fair Trade“ ist für Pater Shay Cullen mehr als nur ein Label, viel mehr. Zum Auftakt der Fairen Woche in Berlin berichtete der Initiator des MISEREOR-Partners Preda im Weltladen „COEO – Haus der guten Taten“ in Berlin-Steglitz von seiner Arbeit auf den Philippinen. Davon, wie er den Menschen auf den Philippinen mit fair gehandelten Mangos ein besseres Leben ermöglicht.
Pater Shay Cullen kämpft auf den Philippinen für Kinderrechte

Pater Shay Cullen kämpft auf den Philippinen für Kinderrechte

„Vielen Einheimischen war gar nicht bewusst, dass man mit den Mangos auch sehr gut verdienen kann“, sagt Pater Cullen. „Fast überall auf den Philippinen wachsen die süßen Früchte zuhauf, aber nur wenige Bauern wissen, wie sie diese profitabel verkaufen können.“  Cullens Organisation ‚Preda‘ hilft ihnen dabei.

Durch die Arbeit und das Engagement von ‚Preda‘ geht der Profit nämlich direkt, ohne Zwischenhändler, an ländliche Bauern und sichert ihnen so ein sicheres und vor allem überdurchschnittliches Einkommen und entsprechende Bildung für ihre Kinder: „Mit dem Ertrag nur eines Mangobaums lässt sich das Schulgeld von zwei Kindern für ein Jahr bezahlen“, so Cullen.
Durch die Einnahmen und den zusätzlichen Verkauf von getrockneten Früchten werden außerdem zahlreiche Projekte verwirklicht, die unter anderem Opfern von sexueller Gewalt und Missbrauch helfen, zum Beispiel mit Hilfe spezieller therapeutischer Unterstützung. Cullen liegt dieses Thema besonders am Herzen: „Eines der Mädchen, dem wir helfen konnten, war erst neun Jahre alt“, erzählt er.


Unter anderem wegen dieses Engagements haben viele Menschen auf den Philippinen wieder eine Perspektive. Doch das war nicht immer so. Shay Cullen erinnert sich nur ungern an die Anfänge seiner Arbeit: „Viele Straßenkinder und Jugendliche wurden damals vom Militär und der Polizei misshandelt oder einfach erschossen. Irgendjemand musste einfach etwas tun!“.

Hier kaufen und PREDA unterstützen: Faire Mangos aus den Philippinen im Weltladen COEO in Berlin

Hier kaufen und PREDA unterstützen: Faire Mangos aus den Philippinen im Weltladen COEO in Berlin

Das war 1969. Mit dem Vietnamkrieg kamen damals auch die amerikanischen GI‘s und die Sexindustrie auf die Philippinen. Gewalt, Ausbeutung, Korruption und Drogenmissbrauch waren an der Tagesordnung. Allein in Olongapo, Shay Cullens Arbeitsort zu dieser Zeit, mussten sich ca. 16.000 Kinder und Frauen prostituieren.
Initiativen und Personen wie Pater Shay Cullen und seiner Preda-Stiftung ist es zu verdanken, dass sich diese Zeiten, zumindest teilweise,  geändert haben. Der Abend und Shay Cullens Vortrag endet mit einer einfachen Erkenntnis seinerseits und einem Lächeln: „Trotz unserer Erfolge gibt es noch viel zu tun.“ Recht hat er.

Zum Weiterlesen:

Zur Homepage des Weltladens COEO – Haus der guten Taten
Zur Homepage der Preda-Stiftung

Autor:

Daniela Singhal ist bei politischen Aktionen in der Hauptstadt vor Ort, trifft internationale Partner und ist im In- und Ausland für MISEREOR unterwegs.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Facebook fortune

  2. Auch von mir viel Erfolg für den Fairen Handle und v.a. für die Bekanntmachung dessen, was auf den Philippinen nicht richtig läuft – da gibt es ja leider ein ganze Menge!
    Bin immer am überlegen, wie sich der zunehmende Tourismus auf die Region auswirkt; jetzt könnten Weichen günstig gestellt werden. Eine ganze Menge unserer Kunden wissen überhaupt nichts über die Philippinen und hoffentlich tragen wir dazu bei, die Missstände etwas mehr ins Rampenlicht zu rücken.
    Wir selbst achten darauf, mit unseren dortigen Geschäftspartnern fair umzugehen und dass auch sie sich an Grundregel halten.
    LG, Andrea

  3. Viel Erfolg beim Fairhandel. Ich habe ein Miseror Kaffee auf http://bioundfair.de/ gekauft und hoffe, daß immer mehr Leute zu dieser Initiative zugreifen werden.

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