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Songea Women’s and Children’s Day 2012

Am 15. September fand in Songea, einer kleinen Stadt ganz im Süden Tansanias, der von den DMI Sisters organisierte Women’s and Children’s Day 2012 statt. Das war wie jedes Jahr eine riesengroße Veranstaltung mit insgesamt ca. 2500 Frauen und Kinder aus den umliegenden Dörfern. Die meisten  von ihnen reisten mit ihrer Frauenselbsthilfegruppe oder ihrem Kinderparlament an.

Frauen mit EhrengästenDer Weg meiner Mitfreiwilligen und mir nach Songea

Die Schwestern der Society of Daughters of Mary Immaculate (DMI), bei denen wir hier in Tansania leben, wollten, dass wir am Anfang unserer Freiwilligenzeit bei ihnen erst einmal einen möglichst  großen und vielfältigen Eindruck von ihrer Arbeit und von Tansania bekommen. Deshalb haben sie uns nach Songea geschickt, wo ein Teil der Schwestern leben. In der Woche, in der wir diese besucht haben, fand dort der Women’s ’s and Children’s Day statt, eines der wichtigsten Ereignisse im Jahr. Normalerweise ist der Frauentag im März, doch da in diesem Monat in Songea die Saatzeit ist wurde der Tag in den September verlegt. Durch dieses Fest haben wir etwas über die Arbeit der Schwestern erfahren, in welcher vor allem Frauen und Kinder im Vordergrund stehen.

Die Vorbereitungen

Wir Freiwilligen kamen mitten in den hektischen Vorbereitungen der Schwestern für dieses Großereignis an und wussten erst einmal nicht, was wir machen sollten. Denn kaum jemand hatte in dieser Hektik Zeit für uns und die Schwestern hatten schon einen Großteil der Organisation abgeschlossen; so waren schon die Busse bestellt, die die Kinder aus den zum Laufen zu weit entfernten Dörfern abholen sollten, und der Platz und das Zelt gemietet, wo das Großereignis stattfinden sollte. Als wir ankamen, mussten so nur noch die Feinheiten gemacht werden. Wir haben dann einen großen Stapel Geschenke eingepackt, die dann bei dem Fest den besonders herausragenden Leitern der Frauengruppen zusammen mit einer Urkunde überreicht wurden. Es gab noch einen Verkaufsstand, indem von den Frauen selbstgemachte Sachen verkauft wurden, wie zum Beispiel Batiktücher und Kerzen. Dieser und die große Bühne wurden kunstvoll mit bunten Tüchern, Teppichen und Blumen dekoriert. Die Vorbereitungen dauerten noch bis spät in den Abend hinein.

Der große Tag

Am Tag des Women’s and Children’s Day waren wir schon besonders früh im Office der Schwestern, von wo aus die Prozession mit allen Kindern und Frauen zum Festplatz starten sollte.  Währenddessen trafen Busse voller Kinder ein, die sich dann alle ordentlich in Zweierreihen vor dem Office aufgestellt haben. Die Kinderschlange wurde endloslang. Außerdem kam noch eine Trommelgruppe, die am Anfang des Zuges marschierte. An die Kinder wurden Schilder mit Forderungen wie „kucheza“, d.h. spielen und tanzen, verteilt und viele haben auch noch ihre selbstgebastelten Schilder mitgebracht. Dadurch hat der Marsch auch die Aufmerksamkeit auf die Rechte der Kinder gelenkt.

Als es dann endlich losging, wurde ein großes Tuch mit Songea Women’s and Children’s Day ausgerollt, das vom Bischof von Songea getragen wurde. Am Feld angekommen, haben sich alle ganz schnell auf die Plastikstühle gestürzt, um ja auch einen Platz zu haben. Die Ehrengäste, unter anderem der Bischof und Kinder mit den Ehrengästenein Lokalpolitiker, wurden für ihr Kommen geehrt und jeder von ihnen hat eine Rede gehalten. Diese haben wir leider alle nicht verstanden, da sie auf Kiswahili waren, das wir gerade erst angefangen haben zu lernen. Danach folgte die große Preisverleihung, bei der den Frauen unsere eingepackten Geschenke überreicht wurden, und den Kinder, die die Parlamente leiten, Rucksäcke. Das Aufregendste für uns waren die verschiedenen Tanz- und Gesangseinlagen von Kindern und Frauen, die traditionelle Tänze getanzt haben. Jedes Mal, wenn eine Gruppe zu Tanzen angefangen hat, sind ganz viele andere Frauen aufgesprungen und haben begeistert mitgemacht, denn Tanzen ist eines der wichtigsten Bestandteile im Leben der Menschen hier.

Nach gut zwei Stunden waren die Feierlichkeiten vorüber.Es war ein sehr aufregender Tag, der uns viele Einblicke in die tansanische Kultur und die Arbeit der Schwestern gegeben hat, auch wenn wir aufgrund von Sprachproblemen noch nicht so viel verstanden haben. Die Reise nach Songea hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Autor:

Ich bin Dorothea, 18 Jahre alt, und habe in diesem Sommer mein Abitur gemacht. In den nächsten 10 Monaten werde ich in Dar es Salaam bei den indischen Schwestern der "Daughters of Mary Immaculate DMI“ leben und sie bei ihrer Arbeit begleiten. Sie leiten ein Kinderheim für Mädchen, mit denen ich ihre Freizeit gestalten werde.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Doro,

    hört sich beeindruckend an. Gut, dass ihr nicht sponton mit tanzen musstet … 🙂

    LG, Uta

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