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Aufbruch ins Ungewisse?! Vorfreude auf den Freiwilligendienst in Timor-Leste

Vor einem halben Jahr hätte ich es niemandem geglaubt, der mir gesagt hätte: Im Sommer geht es für dich mit dem Freiwilligendienst nach Timor-Leste. Aber jetzt ist es so weit: am Montag geht es für Carolin und mich los, ans andere Ende der Welt. 10 Monate leben, lernen und arbeiten in einem Ausbildungszentrum für Mädchen und junge Frauen.

Wordle-Wolke AusreiseWie wahrscheinlich bei allen anderen Freiwilligen, die noch nicht ausgereist sind, befinde ich mich am Ende meiner Vorbereitungen. Und abends fällt es mir sehr schwer einzuschlafen.Die letzten Dokumente werden nochmal ausgedruckt und die Hustenbonbons, die ich beim „Großeinkauf“ vergessen hatte, werden noch besorgt. Zwischendurch kommt es dann auch schon mal vor, dass die Nerven ein wenig blank liegen.

Ein wenig seltsam ist es schon. Ich habe das Gefühl, dass ich meine zwei Taschen packe, als ob ich für ein paar Wochen ohne Familie in Urlaub fahren würde. Andererseits ziehe ich jetzt für 10 Monate von zu Hause aus, breche auf in ein Leben, fast unabhängig von meinen Eltern. Doch das ich nicht in „Urlaub“ fahre, das lässt sich auch an meinem Kofferinhalt erkennen: eine etwas andere Garderobe, eine äußerst gut ausgestattete Taschenapotheke und auch kleine Haushaltsartikel. So befinden sich zum Beispiel ein Notfallnähset, eine Wäscheleine und 10 Packungen Sonnencreme in meinem Gepäck. Vieles ist wahrscheinlich übertrieben und ich hoffe auch, dass ich besonders meine Medikamentenabteilung wieder vollständig mit zurückbringe. Aber woher weiß ich jetzt, was ich dort wirklich brauche? Und wer könnte einem das sagen? Wir Deutschen neigen ja dazu, immer gut gewappnet zu sein. Doch ich hoffe auch, bzw. bin mir sicher, dass ich in Situationen gerate, in denen ich mit meinem Klebeband aus dem Baumarkt nicht weiterkommen werde.

Den meisten Platz in meinen Taschen nimmt deshalb auch die Vorfreude und Neugierde ein, die sich gar nicht so in Worte fassen lassen. Jedenfalls kann ich es kaum erwarten meinen Freiwilligendienst zu beginnen.

Und wer weiß, vielleicht komme ich so überraschungsfreudig zurück, dass ich weder Klebeband noch Wäscheleine jemals wieder einpacken würde.

Autor:

Maria

Meine Name ist Maria. Ich habe 2014/2015 einen Freiwilligendienst in Timor-Leste im CTID (Centro Treinamento Integral no Desenvolvimento) geleistet. Dort habe ich junge Frauen in Englisch und Sport unterrichtet.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Maria,

    dann bin ich mal sehr gespannt, was du denn nicht gebraucht hast und was du alles dringend gebraucht hättest … :-))) Kommt gut an und lasst euch überraschen!

    LG aus Aachen, Uta

  2. Hallo Maria!
    Auch von mir einen guten Flug vor allem mit gutem Essen!(
    Du wirst uns dann berichten (wenn du da bist), ob ihr den richtigen gregorio gefunden habt, gell?
    Grüße an die Carolin

  3. Liebe Maria,
    beim Lesen deines Blog-Eintrages werden sofort die Erinnerungen von vor einem Jahr wieder wach.
    Nach den Erzählungen deiner Vorgänger, wirst du das Klebeband wahrscheinlich gut brauchen können 🙂 Die Medikamente hingegen, hoffentlich nicht!!!
    Ich wünsche dir einen guten Flug!!!
    Nicole

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