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Wie gut, dass es überall eine Mama gibt – Erste Tage im Freiwilligendienst in Sambia

Am Dienstag, den 15.07.2014, ging für Hannah und mich die große Reise los: Von Stuttgart über Amsterdam nach Lusaka in Sambia. Am späten Abend waren wir dann endlich da und wurden herzlich von einer MISEREOR-Mitarbeiterin empfangen, die uns in eine Lodge brachte, in der wir bis Freitagmorgen wohnten.

wordle_sambia Gleich zu Beginn ernten wir erstaunte Blicke, als wir einfach in der Gegend herumlaufen, um diese zu erkunden. Denn normalerweise hat doch jeder „Weiße“ genug Geld sich entweder ein Auto oder ein Taxi zu leisten…

Am sehr frühen Freitagmorgen checkten wir dann aus der Lodge aus, um weiter in unseren Einsatzort nach Solwezi zu reisen. Die Busfahrt dauerte etwa 12 Stunden uns als wir endlich in Solwezi ankamen, waren wir schon ziemlich geschafft und müde. Die Priester, mit denen wir von nun an zusammenleben, führten uns noch etwas in unserem neuen Zuhause umher. Alle waren sehr freundlich zu uns und vor allem sehr interessiert.

An unserem ersten richtigen Tag hatten wir nur die Aufgabe „etwas anzukommen“. Somit lernten wir als erstes die „Mama“ kennen, also die Frau, die hier für alle kocht und das Haus sauber hält. Sie hat uns sofort unter ihre Fittiche und mit auf den Markt genommen, wo wir uns an unseren ersten Brocken Kaonde versuchten. Die Einheimischen hatten großen Spaß uns zuzuhören, wie wir versuchten, die neuen Wörter auszusprechen. Zum Mittagessen gab es dann Nshima,  das traditionelle Essen hier, welches man mit der Hand isst. Die Priester amüsierten sich köstlich darüber, wie wir versuchten, nur mit der rechten Hand zu essen. Am Sonntag ging es dann in die Kirche. Der Gottesdienst ist viel bunter und lebhafter hier. Und das Feeling … unbeschreiblich… einfach unglaublich! Am Mittag gab es dann noch ein Treffen von Jugendlichen, an dem ich und Hannah teilnahmen.

Am folgenden Montag ging dann unsere erste wirklich richtig Woche los. Wir wurden so vielen Personen vorgestellt, dass wir sicherlich bei dem einen oder anderen nochmal nach dem Namen nachfragen müssen. Die Stadt und den großen Markt haben wir auch schon ein wenig erkundet, da wir Wickelröcke, wie man sie hier trägt, erstehen wollten. Über unsere zukünftige Arbeit hier haben wir allerdings noch nicht viel erfahren, aber zumindest so viel: Wir werden hauptsächlich am Education Desk mitarbeiten und Freitags ab und zu beim Youth alive aushelfen. Unsere Hauptaufgabe ist also Kinder zu fördern und in der HIV Prävention zu helfen.

Autor:

Meine Name ist Jasmin, ich bin 18 Jahre alt und komme aus dem wunderschönen Ort Göggingen im Landkreis Sigmaringen. Nachdem ich nun mein Abitur abgeschlossen hab werde ich für 10 Monate nach Sambia in die Diozöse Solwezi gehen. Dort werde ich an Programmen für Waisen- und benachteiligte Kinder mitarbeiten. Ich freue mich schon sehr auf die kommende Zeit, die ich mit meiner Mitfreiwilligen Hannah im Ausland verbringen werde.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Jasmin,
    auf einmal geht man total gerne in die Messe, ne?
    Kein Stück mehr langweilig, sondern wirklich bereichernd 🙂
    Ich frage mich, warum wir das hier in Deutschland nicht so hin bekommen…
    Die Zeit vergeht wie im Flug. Jetzt seid ihr schon 6 Wochen weg.
    Ich wünsche euch viel Spaß bei euren Aufgaben!!!
    Nicole

  2. Liebe Jasmin,

    schön, dass du uns an deinen ersten Tagen und Eindrücken teilhaben lässt. Ich bin mal sehr gespannt, ob euch die Chtenge, also die Wickelröcke, denn auch passen. Ich hatte entweder die falsche Figur und/oder den falschen Gang. Habe mir nämlich, als ich in Sambia war, auch zwei solcher Teile zugelegt. Aber die fielen mir irgendwie immer aus. Das hat zu großer Verunsicherung bei Philip Phiri geführt. Der hatte Angst, dass ich auf einmal in der Unterhose auf der Straße stehe … :-)))

    LG aus Aachen, Uta

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