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Erstmal zusehen…

In den ersten Tagen bei BRC hatten Barbara und ich Zeit zur Orientierung. Wir lernten viele nette Leute kennen, Flüchtlinge wie auch Mitarbeiter. Wir durften die „Social Unit“ bei einem Hausbesuch von Flüchtlingen begleiten, besichtigten die „Good Sheperd School“, in der wir ebenfalls unterrichten werden, und bekamen Einblicke in die Strukturen von BRC und COERR.

Education Unit im Bangkok Refugee Centre

Das Thai Datum...das kleine Feld rechts oben war zu klein

Das Thai Datum…das kleine Feld rechts oben war zu klein

Donnerstag und Freitagvormittag begleiteten wir Level 3 der „Education Unit“. In der „Education Unit“ im BRC gibt es vier Klassenstufen: Level 1,2, 3 und 4. Die Flüchtlingskinder sind nach Alter in verschiedene Level eingeteilt. Das BRC hat das Ziel, die Kinder auf die Schule in Thailand vorzubereiten. Es gibt die Fächer Thai, Englisch, Mathe und Computer. Vor allem Thai ist sehr wichtig. Der Thaiunterricht in Level 3 war auch für Barbara und mich sehr spannend. Wir schrieben unser erstes Thai-Alphabet und rechneten sogar auf Thai.

In Thailand haben wir übrigens das Jahr 2557 B.E.; bitte nicht von meinem Abschreibefehler im Heft irritieren lassen. Dazu ein anderes Mal aber mehr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhistische_Zeitrechnung

Überraschung vor der Pause

Mathe in Thai

Mathe in Thai

Kurz vor der Pause teilte uns der Lehrer mit, dass wir nach der Pause Kunst unterrichten sollen. Darauf waren wir nicht vorbereitet gewesen. Aber gut, dieses Land steckt voller Überraschungen. Zum Glück fiel uns spontan ein Malspiel ein, das bei den Kindern auch sehr gut ankam. Wir hatten nur das Gefühl, dass dem Lehrer alles ein bisschen zu laut und lustig war. Nächstes Mal wird es vielleicht besser.

Spontan zum Englischlehrer geworden

Ergebnisse de Malspiels - lachende und weinende Menschen

Ergebnisse des Malspiels – lachende und weinende Menschen

Der Freitag lief sehr ähnlich ab wie der Donnerstag. Nur erfuhren wir diesmal vor der Pause, dass wir nach der Pause Englisch unterrichten sollten. Unsere Einwände, dass wir doch gar keine Englischlehrer seien, wurden ignoriert. Der Lehrer wollte uns allerdings ein bisschen helfen und druckte schnell ein paar Übungen aus. Lückentexte zum Thema „Present Progessive und Present Tense“. Diese sollten wir mit den Schülern durchgehen, da er selbst nur wenig Englisch kann und keinen Assistenzlehrer wie die anderen Klassenlehrer der übrigen Level hat.

CIMG3382

Mann mit Pistole

Barbara und ich sprachen uns ab, dass wir erst die Grammatik erklären würden und danach die Übungen machen. Diese Vorgehensweise schien dem Lehrer allerdings zu langsam und er bat uns, den Schülern doch einfach die Lösungen zu sagen. Diese Vorgehensweise war in meinen Augen nicht verständlich. Die Schüler sind auf einem sehr unterschiedlichen Englischlevel und nur einer konnte die Übungen korrekt lösen. Einige Wenige hatten so schlechte Englischkenntnisse, dass sie nicht einmal einfach kommunizieren konnten. Wir zogen die Unterrichtstunde aber nach dem Wunsch des Lehrers durch. Schließlich sind wir erst seit ein paar Tagen im BRC und kennen uns mit dem gesamten System erst sehr wenig aus. Uns wurde aber beiden klar, dass es sehr wichtig wäre den Kindern Englisch beizubringen. Wir sind froh, wenn wir dabei weiterhelfen können, auch wenn wir offiziell „Art and Music Teacher“ sind.

Autor:

Meine Name ist Katrin und ich verbringe meinen Freiwilligendienst in Thailand. Dieses Jahr habe ich mein Abitur in Mannheim gemacht und freue mich jetzt schon sehr auf meinen Auslandseinsatz. Ich lebte bereits in Tansania und absolvierte ein Austauschjahr in Ungarn. Die asiatische Kultur konnte ich bisher allerdings noch nicht kennen lernen. Ich singe in einem Chor und spiele Klavier. Außerdem bin ich sehr sportbegeistert. Ich mache Leichtathletik bei der MTG Mannheim. "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." afrikanisches Sprichwort

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Mama,
    danke für den Hinweis. Ihr seid in Deutschland ja wirklich noch in der Steinzeit, kaum zu fassen 🙂
    Ich wollte nur auf meinen Fehler im Heft (1.Bild) aufmerksam machen. Dort steht 2551 und das ist falsch. In Thailand schreiben wir das Jahr 2557 B.E. Dazu aber später noch mehr.

    Liebe Grüße aus Bangkok

  2. Liebe Katrin,
    auch wir schreiben nicht das Jahr 2551 sondern 2014. Irgendwas scheint mit Deiner Tastatur schief zu laufen 🙂
    LG,
    Silke

  3. Liebe Katrin,
    klingt ja so, als hättet Ihr Einiges vor und könntet Eure Talente (inkl. der Spontaneität) gut einbringen. Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr bald die Möglichkeit haben werdet, Eure Arbeit selbstbestimmt zu gestalten.
    Viele Grüße auch an Barbara!
    Corinna

  4. Hallo Katrin,

    tja, Freiwilligendienst ist halt sehr spontan und meist anders, als man denkt. Ihr schafft das schon. Die Bilder sind auf jeden Fall sehr schön geworden!

    LG, Uta

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