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So läuft das hier für mich – bei den Butterflies in Delhi und in Indien…

Namaste mere dost, germany or duniya! Abhee mai do mahine se dilli mein hoon.

Ja ja, da guckt ihr, was? Da zaubert der Tristan einfach mal so zwei Sätze auf Hindi aus dem Hut! Ok, lassen wir das mal! Ich könnte wetten, dass nach meiner 30-minütigen Arbeit. um zwei Sätze zu kreieren, immer noch richtig viele Fehler drin sind und kein einziger Inder diese Sätze als richtig ansehen würde. Also habe ich sicherheitshalber noch einen Kollegen gefragt, ob man das so machen kann. Er hat sogar die Aussage der Sätze verstanden, aber ich sollte die trotzdem nochmal ein wenig umstellen, damit sie noch etwas besser sind. Die beiden Sätze heißen übersetzt übrigens „Hallo meine Freunde aus Deutschland und der Welt“ und „Jetzt bin ich schon 2 Monate hier in Delhi“.

Hindi lernen – ist nicht so leicht

Wir haben jetzt schon 6 Wochen Hindiunterricht gehabt und es ist noch immer eine Herausforderung, einen einzigen, richtigen Satz zu bilden. Das ist eine wirklich schwere Sprache, was das Bilden der verschiedenen Formen von Verben und Nomen angeht. Und dann kommen da noch die Präpositionen (in Hindi kommen die übrigens nach dem Nomen ) hinzu. Im Anschluss dann am besten den gerade gebildeten Satz noch einmal komplett umstellen wegen des neuen Satzbaus:  Et voilà, und schon ist ein grandioser Satz in der indischen Landessprache fertig! Wie ihr durch die Beschreibung bestimmt mitbekommen habt, klappt das mit der Verständigung nur sehr rudimentär und ich brauche noch meine Zeit, um einen Satz zu bilden. Aber es wird immer besser, je öfter ich mich versuche. Ich bin auch fleißig am Vokabeln lernen, weil hier wirklich kein Wort irgendeine Verbindung zur deutschen oder englischen Sprache hat, wodurch ich alle Wörter sozusagen neu lernen muss. Aber einige habeich schon auf dem Kasten. Auch den einen oder anderen Satz verstehe ich schon, den die Kinder zu mir sagen, aber meistens brauche ich doch noch meine Kollegen als Dolmetscher. Das tut mir auch immer richtig leid, wenn die Kinder neben mir stehen und ich mich was fragen und ich nur sagen kann, dass ich sie nicht verstehe und dann meinen Kollegen hole, der mir das  übersetzt. Aber dann klappt das auch immer und ich freue mich schon die Sprache demnächst besser zu beherrschen und mit den Kindern direkt reden zu können.

Ein bunter, kultureller Nachmittag

Einmal im Monat gibt es einen von „Butterflies“ organisierten Tag für die Kinder, an dem Kinder aus allen Contactpoints und Einrichtungen zusammen kommen und etwas zusammen machen. Im August gab es dann einen „Cultural Afternoon“, wo die Leiter der verschiedenen Contactpoints alle Kinder zu einer Bühne am I.T.O Museum brachten. Auf der Bühne haben dann unterschiedliche Gruppen von Kindern ein Schauspiel, einen Tanz oder einen Song vorgetragen. Das waren ganz unterschiedliche Sachen, die die Kinder vorbereitet haben. Da waren zum Beispiel drei Jungs, die vielleicht so alt wie ich oder etwas jünger waren und haben eine richtig gute Hip-Hop-Nummer vorgeführt oder eine Gruppe von Mädchen haben den Tanz zu einem Bollywood-Hit vorgeführt. Da hab ich richtig Gänsehaut bekommen, als alle im Publikum dann beim Refrain richtig abgegangen sind. Alle haben mitgesungen und wollten am liebsten auf die Bühne rennen und mittanzen. Da waren aber auch eine Gruppe jüngerer Jungs, die in einem Workshop vorher Puppen gebastelt haben und mit den selbst gebastelten Puppen einen Tanz aufgeführt haben. Das war schon was Besonderes für mich auf diese Art und Weise einen Teil der indischen Kultur mitzubekommen.

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„Cultural Afternoon“

Neben diesem „Cultural Afternoon“ gibt es bei „Butterflies“ noch ein weiteres Programm, an dem die Kinder teilnehmen können. Nachmittags gibt es die Möglichkeit am Delhi Gate mit Musikern und einer Choreographin einige Auftritte einzuüben, die die Kinder dann beim 25-jährigen Jubiläum von „Butterflies“ im Dezember aufführen werden. Am Delhi Gate hat „Butterflies“ eine Einrichtung, in der viele Aktionen, insbesondere Workshops, stattfinden. Das Haus dort hat drei Etagen: im Erdgeschoss gibt es zwei große Räume und die Toiletten, im ersten Stock gibt es dann ein Nightshelter, wo ein paar Kinder schlafen und in dritten Stock befindet sich dann die Krankenstation von „Butterflies“. Wenn Kinder eine längere Behandlung brauchen, diese aber nicht in einem Krankenhaus bezahlen können, dann können sie zu der Krankenstation von „Butterflies“ kommen und werden dort behandelt, ohne etwas bezahlen zu müssen. Dort gibt es dann einen Doktor, der für die Krankenstation zuständig ist und sich um die Kinder kümmert. Er besucht dann auch zu bestimmten Zeiten den Gesundheitsbus, wenn dieser zu den Contactpoints fährt, um eine noch bessere medizinische Versorgung der Kinder zu gewährleisten.

Prüfungszeit an den Contactpoints

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Musikgruppe beim Delhi Gate

In der vergangenen Woche haben die Kinder ihre Examen in verschiedenen Fächern geschrieben. Am Montag war  Hindi dran, am Dienstag Englisch, am Mittwoch Mathe, am Donnerstag Naturwissenschaften und am Freitag so etwas wie Allgemeinwissen. Die Kinder können jederzeit in die Contactpoints kommen und auch wiedergehen, weil sie oftmals in dieser Zeit auch arbeiten müssen und dann nur kurz Zeit haben, um zu „Butterflies“ zu gehen. Wenn die Kinder die verschiedenen Examen, die im Laufe des Jahres geschrieben werden, erfolgreich abschließen, können den nächsten Jahrgang erreichen und auch so einen schulischen Abschluss erlangen.

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mit Shupriyo

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So läuft das hier!

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Tum Im Hintergrund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darf es ein bisschen Sightseeing sein?

Dominik und ich haben natürlich auch noch ein bisschen Sightseeing hier in Delhi betrieben. Vor 2 Wochen waren wir mit unserem Nachbarn in Nizzamuddin am Humayun Tum, das ist eine Grabstätte für einen ehemaligen Herrscher Indiens. Das ist eine riesige Anlage mit dem Tum als Hauptattraktion, bei der es sich auf jeden Fall gelohnt hat, sie sich anzugucken.Wusstet ihr, dass das Taj Mahal als Vorbild gedient hat? Zumindest das konnte ich mir merken 🙂

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Heiß oder Heiß?

Am letzten Wochenende waren Dominik und ich dann bei der Jama Masjid, der größten Moschee Indiens. Und ich sage euch, wenn ihr mal in Delhi seid, guckt euch die Moschee an, die ist wunderschön! Eigentlich wollten wir zum Red Fort, aber da hätten wir eine halbe Stunde in der prallen Sonne stehen müssen. Also sind wir zur Jama Masjid gegangen, aber das Red Fort steht natürlich auch noch auf unserem Programm.

Ich war auch noch einen Tag mit Sahban, einem Freund hier aus Delhi, und seiner Freundin Renu hier in der größten Einkaufs-Mall Indiens. Laut Renu ist sie auch die größte Einkaufs-Mall Asiens, aber da bin ich mir nicht so ganz sicher. Es war zwar  schön, das zu sehen, aber ich muss da jetzt nicht einmal im Monat hin, fühle ich mich dort dann doch noch viel mehr als Touri, als ich es jetzt schon tue…

Sonst geht es mir richtig gut und ich fühle mich hier total wohl!

Daher liebe Grüße!

Euer Tristan

Autor:

Meine Name ist Tristan und ich bin 18 Jahre alt. Ich komme aus Bennemühlen, einem kleinen Ort in der Nähe von Hannover. Dort habe ich auch in diesem Sommer mein Abitur erfolgreich abgeschlossen. Ich werde ab Mitte Juli für 10 Monate nach Delhi gehen. Dort werde ich in der Organisation "Butterflies" arbeiten. Diese Organisation arbeitet mit Delhis Straßenkindern und versucht diesen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, indem sie den Kindern eine Chance auf Bildung und Gesundheit gibt. In meiner Freizeit in Deutschland habe ich bereits viele Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern gemacht, da ich als Jugendtrainer einer Jugendmannschaft tätig bin und auch in den Sommerferien Kinder in einem Sommercamp als Betreuer begleite. Daher freue ich mich noch einmal neue Erfahrungen in einem neuen Land machen zu können.

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