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Besuch von Pirmin Spiegel bei den Butterflies in Indien

Am Freitag, dem 19.9, war der Hauptgeschäftsführer von Misereor, Herr Spiegel, bei Butterflies zu Besuch.
Aber zu erst waren die beiden bei Dominik und mir zum Frühstück  eingeladen.

Bei uns in der Küche

Bei uns in der Küche

Für Dominik und mich war es eine richtig große Sache, dass der Hauptgeschäftsführer von Misereor zu uns nach Hause kommt. Da haben wir natürlich versucht, uns bestmöglich zu präsentieren. Wir haben auf jeden Fall morgens ein Frühstück für den Besuch vorbereitet, das waren Omelett, Kulcha (ein indisches Weißbrot ) und Obst. Dazu haben wir dann versucht, indischen Tee ( Chai ) zu machen, aber es ist dann auf ganz normalen Tee, den man per Teebeutel ins heiße Wasser hängt, hinausgelaufen. Den haben wir noch mit Zucker und Milch gemischt, damit er so wie indischer Tee ausgesehen hat, aber geschmeckt hat er wie ganz normaler schwarzer Tee mit Zucker und Milch.

Am Anfang der Woche hatten wir beide mal unsere Kollegen gefragt, was man denn in Indien traditionell zum Frühstück isst und haben uns dann dazu entschieden, Omelett und Kulcha zu machen. Weil wir beide ja so richtige Sterneköche sind ;), haben wir vorher aber ausprobiert, wie man denn man am besten Omelett macht und die Kulcha anbrät. Wir haben das drei Tage lang abends immer wieder probiert, weil es erst beim dritten und letzten Mal einigermaßen gut wurde. Vorher sah das Omelett leider nie optimal aus, sondern einfach nur zusammengefallen. Am Freitag aber dann gelang es uns letztlich richtig gut und ich glaube, es war auch sehr lecker 🙂

Natürlich haben wir auch unsere Bude für diesen Anlass ein bisschen auf Vordermann gebracht. Wie man sich bei einer WG von nur Kerlen bestimmt vorstellen kann, ist es bei uns nie sonderlich sauber.  Ich persönlich liebe es ja, wenn es sauber ist, aber den Weg dahin (also sauber machen) mag ich gar nicht, weshalb es meistens nur bei den Ansätzen bleibt. Aber auch wenn man dann mal sauber macht, siehst es nach 2 Tagen wieder so aus wie vorher. Die Luft in  Indien ist einfach auch viel staubiger als in  Deutschland.

Aber das eigentliche Thema dieses Blogs ist ja der Besuch!

Der Bus der "Mobile Education"

Der Bus der „Mobile Education“

Herr Spiegel und Herr Meyer-Antz waren morgens schon um 7:30 zum gemeinsamen Frühstück bei Dominik und mir. Wir saßen bei super Wetter oben auf dem Dach auf Kissen und Decken und haben bis 10:30 über verschiedene Themen gesprochen. Ein Thema war natürlich auch, wie es uns denn geht hier und im Projekt. Da Herr Spiegel und Herr Meyer-Antz auch selber im Ausland waren, konnten sie sich ganz gut in unsere Lage hineinversetzen und es war echt gut mal mit jemandem über dieses Thema auch in deutsch zu reden. Um 10:30 wurden wir dann von Mr. Thomas, einem Mitarbeiter von Butterflies, bei uns zu Hause abgeholt und sind dann zu unserem Office in Green Park gefahren. Dort haben wir aber nur kurz angehalten, weil wir Asif und Rita (die Leiterin von Butterflies) dort eingesammelt haben und uns dann auf den Weg zum Nala Camp gemacht haben. Ich war da vorher auch noch nie, also war das auch für mich eine neue „Reise“. Das Nala Camp ist ein Punkt, den der Bus der „Mobile Education“ immer hinfährt. Das Gelände sieht richtig ländlich aus, gehört aber noch zur Stadt Delhi und liegt ungefähr einen Kilometer vom Flughafen entfernt. Dort waren ca. 50 Kinder in drei Gruppen aufgeteilt, jeweils nach ihrem schulischen Wissen. Herr Spiegel hat dann mit jeder der Gruppen gesprochen und sich auch den großen Bus angeguckt. Für die Kinder war das natürlich eine riesige Geschichte. […]

Kinder beim Nala Camp

Kinder beim Nala Camp

Im Anschluss sind wir zur BSCC gefahren. Die „Butterflies School of Culinary and Catering“ liegt in der Nähe vom Office, eine halbe Stunde vom Nala Camp entfernt. Dort angekommen, haben die Kinder Herrn Spiegel gezeigt, wie sie das Essen zubereiten und haben mit ihm über ihre Arbeit geredet. Anschließend gab es für alle ein Essen, ein Gaumenschmaus sag ich euch. Sechs verschiedene Gerichte mit Reis und Rothi!

Von der BSCC sind wir dann auch zum Office gefahren. Dort haben wir uns mit der sogenannten Kern-Gruppe von „Butterflies“ getroffen. Das sind alle Leiter der verschiedenen Projekte bei „Butterflies“. Wir haben über das Thema Entwicklung gesprochen und die Verantwortlichkeiten. Eine sehr interessante Diskussion. Anstatt der geplanten einen Stunde wurden insgesamt 2,5 Stunden diskutiert, wodurch wir nicht wie geplant zum Night-Shelter in Old Delhi fahren konnten, sondern stattdessen das Resilliance Center im Office besucht haben. Dort hat Herr Meyer-Antz den Kindern einen Staffelstab von einer Schule in Deutschland übergeben, die für die Kinder von Butterflies gelaufen ist.  Die Kinder haben Bilder gemalt, die dann in den Staffelstab hineingesteckt wurden, um einen Austausch zwischen den Kindern hier in Delhi und in Deutschland zu schaffen.

Im großen und ganzen war der Tag echt ziemlich cool und für alle hier und eine riesen Sache.

Euer Tristan

Geschrieben von:

Tristan

Meine Name ist Tristan und ich bin 18 Jahre alt. Ich komme aus Bennemühlen, einem kleinen Ort in der Nähe von Hannover. Dort habe ich auch in diesem Sommer mein Abitur erfolgreich abgeschlossen. Ich werde ab Mitte Juli für 10 Monate nach Delhi gehen. Dort werde ich in der Organisation "Butterflies" arbeiten. Diese Organisation arbeitet mit Delhis Straßenkindern und versucht diesen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, indem sie den Kindern eine Chance auf Bildung und Gesundheit gibt. In meiner Freizeit in Deutschland habe ich bereits viele Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern gemacht, da ich als Jugendtrainer einer Jugendmannschaft tätig bin und auch in den Sommerferien Kinder in einem Sommercamp als Betreuer begleite. Daher freue ich mich noch einmal neue Erfahrungen in einem neuen Land machen zu können.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Avatar-Foto

    Lieber Tristan,

    ich find es schön, wie du schreibst, dass du dich mit dem hohen Besuch gerne auf Deutsch ausgetauscht hast. Auch wenn man zeitweise in einer anderen Sprache mehr spricht, vielleicht sogar träumt, kann man sich in Deutsch immer noch am besten ausdrücken und hat das Gefühl, dass „Landsmänner“ einen am besten verstehen.

    Herzliche Grüße aus der Heimat!
    Nicole

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