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Ab ins Wasser!

Auf dem Wasser glitzert die Sonne, am Strand buddeln die Kinder im Sand und auf den Hängen rundherum sprießen grüne Pflanzen. Der 2650 Quadratkilometer große Kivusee, der die Grenze zwischen Ruanda und dem Kongo bildet, lädt mit seinem wunderbar warmen Wasser und dem seichten Wellengang eindeutig zum Baden ein! Und doch sieht man nur selten Menschen im tieferem Wasser. Der Grund dafür: Viele können nicht schwimmen. Springt man in den See, ist man deshalb sofort umringt von einer Kinderschar, die einem begeistert beim Schwimmen zuschaut. „Zeigst du mir, wie das geht?“, fragt mich ein Junge und zeigt aufgeregt auf den See hinaus.

IMG_0187Und tatsächlich haben mein Mitfreiwilliger David und ich genau das vor: Schwimmkurse geben. Auch Mupenzi, der bei Vision Jeunesse Nouvelle für den Sport zuständig ist, findet die Idee gut. „Super! Genau das fehlt uns noch im Sportprogramm von Vision Jeunesse Nouvelle. Und ich mache dann auch gleich mit. Ich kann nämlich auch nicht schwimmen“, sagt er und lacht. „Gleich morgen kümmere ich mich darum, eine Gruppe zusammenzustellen.“  Im Sportprogramm von Vision Jeunesse Nouvelle sind die Gruppen und Mannschaften oft sehr bunt gemischt. Kinder aus ärmeren Verhältnissen spielen mit Kindern wohlhabender Familien, Hutu mit Tutsi und Ruander mit Kongolesen. Gemeinsam schaffen die Kinder und Jugendlichen etwas, es bilden sich Freundschaften und Vorurteile werden abgebaut, was angesichts der Geschichte des Landes gerade in Ruanda sehr wichtig ist. Auch wird gezielt versucht, Waisen- und Straßenkinder in das Sportprogramm mit IMG_0112einzubauen. „Wenn sie nichts zu tun haben, dann fangen sie meistens an, sich zu schlagen“, erzählt mir Christian, ein deutscher Freiwilliger, der im Straßenkinderzentrum von Gisenyi arbeitet. Die Sportangebote von Vision Jeunesse Nouvelle bieten ihnen Gelegenheit, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten und dabei sogar noch Spaß zu haben und die Härten ihres Lebens für einen Moment zu vergessen. Die Vorbereitungen für unsere Schwimmkurse laufen schon. Bei Schwimmlehrern in Deutschland haben wir uns über geeignete Unterrichtsmethoden informiert und Teilnehmer für den Kurs sind bereits gefunden. Auf unsere erste Schwimmstunde bin ich schon sehr gespannt und natürlich werde ich euch auf dem Laufenden halten.

Autor:

Muraho! Mein Name ist Greta und ich komme aus Hamburg. Nachdem ich dort gerade mein Abitur gemacht habe, zieht es mich in die Ferne. Deshalb werde ich ab Juli 2014 einen zehnmonatigen Freiwilligendienst in Gisenyi, Ruanda absolvieren, wo ich im Projekt "Vision Jeunesse Nouvelle" arbeiten werden. Dieses Projekt bietet viele verschiedene kulturelle, sportliche und auch bildende Angebote für Kinder und Jugendliche und ich hoffe, meine Hobbies Gitarre spielen, schauspielern und singen dort mit einbringen zu können und dabei Ruanda, seine Menschen, seine Kultur und seine Sprache kennenlernen zu können.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Was wir in Deutschland als Kinder lernen, ist nicht überall selbstverständlich.
    Berichtet mal von euren Erfahrungen!
    Genau so etwas fehlt in Kambodscha nämlich auch noch…

  2. Liebe Greta,

    das ist eine sehr gute Idee. Wie gut, dass es bei VJN so tolle Freiwillige gibt … ;-))) Ich wünsche euch beiden viel Erfolg mit eurem Kurs und bin gespannt auf den nächsten Bericht!

    LG, Uta

  3. Wow!! viel erfolg euch!! 🙂

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