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Meine Arbeit in Ruanda

„Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht der See …“ – Während die Temperaturen in Deutschland wahrscheinlich langsam eisig kalt werden und an dem einen oder anderen Ort vielleicht schon der erste Schnee gefallen ist, erlebe ich hier in Ruanda eine etwas andere Adventszeit. Von Schnee ist keine Spur und auch der See ist alles andere als still und starr. Tatsächlich habe ich in den vergangenen Wochen mehr Zeit am Strand verbracht als je zuvor. Denn: Unser Schwimmkurs hat angefangen, wenn auch etwas anders als erwartet…

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Für die erste Schwimmstunde hatten wir natürlich genau geplant, wie wir die Kinder langsam ans Wasser heranführen können. Als sie dann einfach in den See gesprungen und los geschwommen sind, waren wir zunächst etwas hilflos. Wie so oft hier in Ruanda mussten wir also spontan werden. Doch die Herausforderung hat sich gelohnt. Denn inzwischen macht es uns richtig Spaß, zweimal in der Woche mit den Kindern im Wasser zu spielen und sie zu trainieren. Wenig später haben wir dann auch noch zwei weitere Gruppe bekommen – eine mit Kindern und Jugendlichen und eine mit Erwachsenen. Und die können, wie wir mit Erleichterung festgestellten, tatsächlich noch nicht schwimmen. Der Schwimmunterricht findet großen Anklang und oft machen noch andere Kinder und Jugendliche, die zufällig gerade am Strand sind, mit. Erste Fortschritte sind schon zu sehen und auf weitere sind wir  sehr gespannt!

Basteln mit Straßenkindern

Neben den Schwimmkursen haben wir noch ein weiteres Projekt angefangen. Zwei mal in der Woche kommen etwa 20 Kinder, überwiegend Straßenkinder, ins „Centre Culturel“, um gemeinsam zu basteln.Vom Basteln sind die Kinder begeistert. Kaum liegen die Materialien auf dem Boden, stürzen sie sich auch schon darauf, machen sich an die Arbeit und veranstalten ein riesiges Chaos. 😉

IMGP0501Aber noch viel besser als das Basteln selbst ist oft die Aufmerksamkeit, die sie während der zwei Stunden im „Centre Culturel“ bekommen. Nach jedem Arbeitsschritt strecken die Kinder uns ihre Kunstwerke entgegen, um unsere Meinung dazu zu hören und wenn wir am Ende die Kamera rausholen, muss unbedingt von jedem ein Einzelfoto gemacht werden. Für die Zukunft möchten wir versuchen, auch Kinder mit Behinderung in das Projekt zu integrieren. Vielleicht hört ihr davon ja schon in meinem nächsten Bericht.

Für die Weihnachtszeit planen wir ein zehntägiges Projekt mit Straßenkindern und Kindern mit Behinderung. Mehr dazu könnt ihr schon bald auf Davids Blog lesen!

Autor:

Muraho! Mein Name ist Greta und ich komme aus Hamburg. Nachdem ich dort gerade mein Abitur gemacht habe, zieht es mich in die Ferne. Deshalb werde ich ab Juli 2014 einen zehnmonatigen Freiwilligendienst in Gisenyi, Ruanda absolvieren, wo ich im Projekt "Vision Jeunesse Nouvelle" arbeiten werden. Dieses Projekt bietet viele verschiedene kulturelle, sportliche und auch bildende Angebote für Kinder und Jugendliche und ich hoffe, meine Hobbies Gitarre spielen, schauspielern und singen dort mit einbringen zu können und dabei Ruanda, seine Menschen, seine Kultur und seine Sprache kennenlernen zu können.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Greta,

    zwei sehr schöne Beispiele aus deinem Freiwilligendienst. Der Schwimmkurs ist eine tolle Sache und ihr scheint da eine richtige „Marktlücke“ entdeckt zu haben … :-))) Es sehen auf jeden Fall alle sehr glücklich und zufrieden aus auf dem Foto. Und auch die gebastelten Masken gefallen mir sehr gut. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kinder große Freude an so einer kindgerechten Beschäftigung haben. Das kommt ja nicht oft vor bei den Straßenkindern. Umso wichtiger, dass VJN sich da engagiert!!!

    Liebe Grüße aus dem tatsächlich mittlerweile sehr kalten und leider auch grauen Aachen, Uta

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