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Der Weihnachtsmann in Ruanda

Wer kommt gleich?“ ruft unser Mitarbeiter Bienfait ins Mikrofon. „Der Weihnachtsmann!“ antwortet ihm die begeisterte Menge im Chor. Über hundert Straßenkinder und Kinder mit Behinderung sitzen in der Aula und warten aufgeregt auf die Bescherung – für viele nicht selbstverständlich.

Zehn Tage vor Heiligabend startete unser Projekt. Jeden Tag kamen die Kinder ins „Centre Culturel“, um an den verschiedenen Workshops zu Tanz, Akrobatik, Theater, Fußball und Musik teilzunehmen. Gemeinsam mit einer anderen Freiwilligen leitete ich dabei den Musik-Workshop, in dem wir verschiedene Weihnachtslieder einübten. Und auch in den anderen Workshops wurde fleißig geprobt und trainiert, denn am 24. Dezember sollten ja schließlich die Ergebnisse präsentiert werden. So wurde an Heiligabend getanzt und gesungen, es wurden Räder geschlagen und Pyramiden gebaut und auch ein Krippenspiel wurde aufgeführt. Außerdem spielten die Straßenkinder ein Fußballspiel gegen eine andere Mannschaft unserer Organisation – und gewannen sogar! Nach der Präsentation gab es ein warmes Buffet, bei dem die Kinder sich so richtig satt essen konnten, und – nicht zu vergessen – Geschenke: Ein neues T-Shirt, ein Heft und einen Stift, Luftballons und Kekse. Nachdem noch ordentlich gefeiert wurde, verließen die Kinder satt und zufrieden das Center.

David und mir hat das Projekt trotz viel Anstrengung und Organisation insgesamt sehr Spaß gemacht. Und es zeigt Auswirkungen, und zwar nicht nur massenhaft Kinder, die mit ihrem neuen T-Shirt durch die Stadt laufen und uns winken. Denn als wir letztens bei einer Tanzgruppe unserer Organisation vorbeigeschaut haben, sahen wir einen neuen Teilnehmer – eines der Straßenkinder unseres Weihnachtsprojektes!

Vielen vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für all die Spenden, die uns ermöglicht haben, das Projekt zu verwirklichen!!!

Unsere Reise nach Tansania

Nach diesen anstrengenden zwei Wochen hatten wir uns eindeutig Urlaub verdient. 35 Stunden lang rumpelten wir in mehr oder weniger bequemen Bussen quer durch Tansania bis nach Dar es Salaam, von wo aus wir eine Fähre nach Sansibar, einer kleinen Insel im indischen Ozean, nahmen. Dort trafen wir Jasmin und Hannah, ebenfalls Misereor-Freiwillige, und gemeinsam verbrachten wir eine Woche auf der Insel. Mit seinen wunderschönen Stränden und dem guten Wetter ist Sansibar wirklich ideal um sich zu entspannen und genau das taten wir!

Braun gebrannt und erholt ging es nach einer Woche dann wieder zurück nach Dar es Salaam, wo wir unser Zwischenseminar hatten. Außer uns waren noch ungefähr 30 andere Freiwillige aus Tansania, Uganda, Sambia und Namibia angereist, um an dem Seminar teilzunehmen. Gemeinsam reflektierten wir unsere bisherige Zeit in Afrika, besprachen Probleme und redeten darüber, wie wir unsere restliche Zeit im Freiwilligendienst gestalten wollen. Auch wenn mich einige Themen eher weniger betrafen, war es insgesamt sehr schön, sich mit all den anderen Freiwilligen, denen es in vielen Dingen ganz ähnlich geht, auszutauschen.

Alles in allem habe ich die Zeit in Tansania also sehr genossen. Die Vorfreude, zurück nach Gisenyi zu fahren, war dann aber doch sehr groß und mir ist in den drei Wochen noch einmal klar geworden, wie sehr mir Gisenyi mit all seinen Menschen ans Herz gewachsen und zu einem zweiten Zuhause geworden ist.

Autor:

Muraho! Mein Name ist Greta und ich komme aus Hamburg. Nachdem ich dort gerade mein Abitur gemacht habe, zieht es mich in die Ferne. Deshalb werde ich ab Juli 2014 einen zehnmonatigen Freiwilligendienst in Gisenyi, Ruanda absolvieren, wo ich im Projekt "Vision Jeunesse Nouvelle" arbeiten werden. Dieses Projekt bietet viele verschiedene kulturelle, sportliche und auch bildende Angebote für Kinder und Jugendliche und ich hoffe, meine Hobbies Gitarre spielen, schauspielern und singen dort mit einbringen zu können und dabei Ruanda, seine Menschen, seine Kultur und seine Sprache kennenlernen zu können.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Greta,

    da habt ihr beiden den Weihnachtsgedanken aber sehr gut weitergegeben. Es ist immer wieder schön zu lesen, mit welchen Kleinigkeiten man Freude bereiten kann. Wenn ich da an unsere Weihnachtsgeschenke denke, und ich nehme mich da gar nicht aus, dann wird einem doch anders.
    Schön, dass es euch in Tansania gefallen hat. Ihr wärt auch die ersten Freiwilligen gewesen, die etwas anderes gesagt hätten … :-))) Aber noch schöner ist es zu lesen, dass du dich so auf das Projekt gefreut hast. Ein sehr sehr gutes Zeichen!

    LG, Uta

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