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Mit „Fairdinand“ Veränderung wagen

An der Ursulaschule in Osnabrück wird „grün“ gedacht: Seit September 2011 gibt es dort die Klimabotschafter AG im internationalen Projekt „youththinkgreen“. Bei der Eröffnung der MISEREOR-Fastenaktion 2015 stellten die Schülerinnen Isabel Rodrigues Freitas und Alicia Mack auf dem Markt der Möglichkeiten in Osnabrück ihr Schulprojekt vor.FJU_0088
Isabell und Alicia, ihr seid beide aktiv in der Klimabotschafter-AG an eurer Schule. Was wollt ihr damit erreichen?

Isabel: Mit der Klimabotschafter-AG, die von unserem Lehrer Tobias Romberg ins Leben gerufen wurde, möchten wir den Leuten deutlich machen, wie wichtig Umweltschutz ist. Deshalb stellen wir uns und unsere Arbeit bei Informations-Aktionen wie dieser hier vor.

Mit euch auf dem Markt der Möglichkeiten ist heute auch „Fairdinand der Ökostand“. Was hat es damit auf sich?

Isabel: „Fairdinand der Ökostand“ ist ein Umweltladen an unserer Schule von Schülern für Schüler. Da verkaufen wir zum Beispiel recycelte Papiere, Schreibhefte und andere nachhaltig produzierte Schulsachen.Ein weiteres Ziel von uns Klimabotschafter ist es, die Stadt Osnabrück bis Ende des Jahres 2017 zur plastiktütenfreien Stadt zu machen. Deshalb bitten wir die Leute, dass sie ihre Plastiktüten an uns abgeben – wir tauschen diese dann gegen fair hergestellte Jutebeutel ein. Die Plastiktüten werden eingeschmolzen und zu neuen Taschen verarbeitet, die man mehrfach verwenden kann. Dafür arbeiten wir auch mit der Fachhochschule Osnabrück zusammen.ALL_9950
Und wird das Projekt denn von den anderen Schülerinnen und Schülern an eurer Schule gut angenommen?

Alicia: Das ist ganz unterschiedlich. Viele finden die Idee mit dem Umweltstand toll, aber manche machen sich auch lustig über unser Engagement. Aber das ist ja immer so, dass man bei neuen Ideen mit ein bisschen Gegenwind zu kämpfen hat.

Gibt es noch weitere Ideen, was ihr in Zukunft machen möchtet?

Alicia: Mit „Fairdinand“ möchten wir Workshops zum Thema Umweltschutz außerhalb der Schule anbieten. Und wir würden gerne noch mehr Sachen selber herstellen und verkaufen, zum Beispiel kleine Anhänger, T-Shirts oder kleinere Möbel. Natürlich alles aus fair gehandelten Materialien.

„Neu denken! Veränderung wagen.“ ist das Motto unserer diesjährigen Fastenaktion. Diesmal stehen die Menschen auf den Philippinen mit ihrem Kampf gegen den Klimawandel im Mittelpunkt. Was habt ihr dazu gelernt?

Alicia: Bei uns in der Schule hatten wir letzte Tage Besuch von Jeremy Samaniego von den Philippinen. Sie hat selber den Taifun miterlebt und kennt auch die schlechten Lebensbedingungen der Menschen auf den Philippinen. Das Gespräch mit ihr hat mich zum Nachdenken gebracht.

Isabel: Mich auch. Man hört eigentlich immer nur in den Nachrichten, was in anderen Ländern so passiert und jetzt hatte man jemanden vor sich sitzen, der selber dabei gewesen ist und sich für die Leute einsetzt, denen es wegen des Klimawandels schlecht geht. Da denkt man schon mehr darüber nach, was man hier verändern kann, damit es den Menschen auf den Philippinen besser geht.ALL_9956
Und was bedeutet das Motto konkret für euch?

Isabel: Neu denken heißt für mich, sich umstellen, z.B. mehr mit dem Fahrrad zu fahren und weniger das Auto zu nutzen, auch wenn es bequemer ist.

Alicia: In meiner Familie haben wir schon einmal einen ganzen Tag ohne Licht ausprobiert, um zu spüren, wie sich das anfühlt, auf etwas Gewohntes zu verzichten.


Die Projekte zur Fastenaktion 2015

Das Leben auf den Philippinen bedeutet ein Leben am Wasser. Besonders die Fischer des Landes bekommen die Folgen der Klimaveränderung hautnah zu spüren. MISEREOR-Projekte unterstützen die Menschen dabei, ihre Lebensweise der veränderten Situation anzupassen, so ihren Lebensraum zu bewahren und Katastrophen vorzubeugen.

Autor:

Julia Frielinghausen

Julia Frielinghausen arbeitet als Online-Redakteurin bei MISEREOR. Dort ist sie u.a. für den Bereich Soziale Medien zuständig.

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