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Living Utopia – „Lasst uns Vorhandenes nutzen“

Pia Damm, 21, und Tobi Rosswog, 22, leben seit eineinhalb Jahren komplett geldfrei. Ihre dadurch gewonnene Zeit bringen sie für das Gemeinwohl ein und regen zum gesellschaftlichen Wandel an.

living utopia_ pia damm und tobi rosswog

Pia Damm und Tobi Rosswog vo „living utopia“

„Mit unserem geldfreien Leben möchten wir zeigen, dass Menschen aus innerster Motivation und nicht aufgrund des Geldes kreativ schaffen möchten. Und wir wollen darauf aufmerksam machen, dass wir in einem unglaublichen Überfluss leben. Wir leben dann am nachhaltigsten, wenn wir keine weitere Nachfrage schaffen. Unsere Devise lautet: Lasst uns Vorhandenes besser nutzen! Wir leben in Zimmern, die Menschen in ihren Wohnungen nicht verwenden und diese gerne zur Verfügung stellen. Meist sind wir aber unterwegs, um Workshops in ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich zu geben und uns mit anderen Menschen über eine Welt jenseits des Wachstums und des Prinzips von Leistung und Gegenleistung auszutauschen. Wir kooperieren via „Foodsharing“ mit Unternehmen und holen das Essen ab, welches ‚nicht mehr verkäuflich‘ ist. 50 Prozent der Lebensmittel werden in Deutschland weggeworfen. Das muss nicht sein! Wir holen die Lebensmittel ab und verteilen sie weiter an andere. Wir leben in einer unglaublichen Wegwerfgesellschaft auf Kosten von Mensch, Natur und Tieren. Wir möchten zu einem Perspektivwechsel einladen: Was würdest Du tun, wenn Geld keine Rolle spielt? Unabhängig von Geld haben wir Zeit, unsere Talente zu entfalten und in die Gemeinschaft einzubringen. In diesem Jahr haben wir mit unserem Projekt- und Aktionsnetzwerk living utopia zum ersten Mal den geldfreien Mitmachkongress utopival auf die Beine gestellt: 100 Menschen haben daran teilgenommen und sich in 25 Workshops zu der Frage „Wie stellst du dir eine zukunftsfähige Gesellschaft von morgen vor?“ ausgetauscht. Wir möchten nicht nur Gesellschaftskritik üben, sondern durch unsere Art zu leben Alternativen aufzeigen, inspirieren und Mut machen, neue Weg zu gehen.“


Mehr erfahren…

Das Netzwerk living utopia in Netz: www.livingutopia.org

Autor:

Daniela Singhal ist bei politischen Aktionen in der Hauptstadt vor Ort, trifft internationale Partner und ist im In- und Ausland für MISEREOR unterwegs.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Tja, wenn man nur auch selbst den Mut aufbringen könnte. Sobald man Kinder hat ist das Ganze nicht so einfach. Aber tolle Sache!

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