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So kocht und isst Leipzig und die Welt!

Was wir essen und wie wir essen ist nicht einerlei. Mit der Bewegung „Slow Food“ sind wir uns da einig. Gemeinsam wollen wir auf dem Katholikentag in Leipzig für eine vielfältige und bewusste Ernährung begeistern.

Es wird gut riechen in Leipzig an der Moritzbastei, das ist sicher. Und es lohnt sich vorbeizukommen. Denn in unserer Kochwerkstatt werden die Leipziger Köche Sebastian Bock, Anna König und Daniel Jurisch zeigen, was in Leipzig Leckeres auf den Tisch kommt. Es wird gemeinsam gekocht und gegessen!

Anna König: "Slowfood, träumt davon nicht eigentlich jeder? Ist es nicht schön, dass Menschen den Vorgang der Nahrungsaufnahme bewusster und entspannter angehen wollen? Ich freue mich, wenn die Entschleunigung langsam Anklang findet und man beim Arbeiten mehr Zeit für Details und Kreativität hat und die rennenden Zeiger der Uhr nicht mehr so sehr den Arbeitsalltag bestimmen."


„Ist es nicht schön, dass Menschen den Vorgang der Nahrungsaufnahme bewusster und entspannter angehen wollen?“ findet Anna König vom Restaurant B10 in Leipzig. Foto: Anna König.

Alle drei Köche haben eine Motivation, die wir großartig finden: Sie legen Wert auf einen entschleunigten Umgang mit Lebensmitteln, auf Esskultur, auf Vielfalt. Und sie bringen ihre Heimatregion rund um Leipzig auf den Teller mit frischen saisonalen Zutaten von Bauernhöfen der Region. Für ihren Arbeitsalltag bedeutet das auch, sich beim Kochen mehr Zeit für Details und Kreativität zu lassen.

Daniel Jurisch ist Mietkoch in Leipzig: "Den Kreislauf der Saisonalität im Herstellungsprozess abbilden zu können und das mit heimischen Produkten – damit erkochen wir uns mit jedem Essen ein Stück Heimat – und ein Stück gelebter Identität."

Daniel Jurisch ist Mietkoch in Leipzig: „Den Kreislauf der Saisonalität im Herstellungsprozess abbilden zu können und das mit heimischen Produkten – damit erkochen wir uns mit jedem Essen ein Stück Heimat – und ein Stück gelebte Identität.“ Foto: Matthias Viertel

In täglichen Koch-Shows vor der Stundentenmensa bereiten die drei Leipziger Gourmets Leckeres zu – neben Lieblingsgerichten aus ihrer Heimat auch veganes Finger-Food und Gerichte aus den Herkunftsländern von Flüchtlingen, die in Leipzig leben. Fürs Publikum geben Sie dabei ihr Wissen rund um die Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln preis. Auch Lebensmittelverschwendung und was man dagegen tun kann, wird ein Thema sein.

Sebastian Bock: "Vielfalt ist etwas Natürliches: Als Köche versuchen wir das was wir in unserer Region vorfinden in all seinen ursprünglichen Facetten auf die Teller zu transportieren und mit unseren Gästen zu teilen."

Sebastian Bock vom Restaurant Fauser in Leipzig: „Vielfalt ist etwas Natürliches: Als Köche versuchen wir, das, was wir in unserer Region vorfinden, in all seinen ursprünglichen Facetten auf die Teller zu transportieren und mit unseren Gästen zu teilen.“ Foto: Sebastian Bock

Parallel zur Kochwerkstatt gibt es noch mehr zu sehen und zu riechen: Auf einem Marktplatz für Saatgut und Sortenvielfalt zeigen wir die Vielfalt lokaler Reissorten auf den Philippinen und berichten davon, wie uralte einheimische Reissorten den Kleinbauern dort helfen können.

Was schmeckt intensiver? Und was duftet stärker? Frische oder getrocknete Petersilie? Slow Food lädt beim Vorbeischlendern zum Sinnes- und Geschmacksparcours „Sinn-Voll“ ein, bei dem sich das Fremdwort „Biodiversität“ mit Leben füllt durch Schmecken, Riechen und Entdecken.

Slow Food und MISEREOR

Eine Welt ohne Hunger und gute Ernährung für alle – das sind zwei Ziele, für die wir uns einsetzen. Mit der „Slow Food“-Bewegung haben wir diese Ziele gemeinsam. Slow Food ist eine internationale Bewegung von Menschen, die wissen wollen, woher ihre Nahrungsmittel kommen und diese bewusst genießen möchten. In Leipzig gestalten wir die Aktionen an der Moritzbastei gemeinsam mit Slow Food Deutschland und Slow Food Leipzig-Halle, unterstützt vom Studentenwerk Leipzig und dem Annalinde Gemeinschaftsgarten Leipzig. Dabei wird auch die „Gelbe Suppe“, ein von Slow Food wiederentdecktes altes Leipziger Gericht, angeboten. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsamen Tage!

Dr. Claudia Schreiner ist die Leiterin von Slow Food Leipzig-Halle.

Claudia Schreiner ist Leiterin von Slow Food Leipzig-Halle und gestaltet das Programm beim Katholikentag mit: „Die Achtsamkeit gegenüber Lebensmitteln und zubereiteten Speisen ist für mich der Schlüssel für den nachhaltigen und respektvollen Umgang mit unserer Welt und Umwelt – mit Pflanzen, Tieren und Menschen! Und ausserdem dient das gemeinsame Zubereiten und die gemeinsamen Mahlzeiten der friedlichen Verständigung und dem kulturellen Austausch in dieser Welt. Was bedarf es mehr?“ Foto: MDR

Kommen Sie vorbei und verbringen Sie Zeit mit uns! Das sind die konkreten Zeiten der Koch-Shows:

Donnerstag, 26.Mai, 17:00-18.30 Uhr: Daniel Jurisch kocht mit Flüchtlingen (Moderation 17:30 – 18:00 Uhr)
Freitag, 27.Mai, 11:30-13:00 Uhr: Daniel Jurisch kocht Leipziger Allerlei (Moderation 12:00-12:30 Uhr)

Samstag, 28.Mai, 13:00-14:30 Uhr: Sebastian Bock kocht „Wild aus der Region/Cassoulet“ (Moderation: 13:30-14:00 Uhr)

Samstag, 28.Mai, 16:00-17:30 Uhr: Anna König bereitet veganes Fingerfood zu aus regionalen Zutaten (Moderation: 16:30-17:00 Uhr)

Mehr Informationen

Slow Food und MISEREOR sind vor der Moritzbastei mit insgesamt 7 Ständen vertreten. Im Programm des Katholikentags sind diese Stände im Bereich „Globale Verantwortung“ zu finden.

Alle MISEREOR-Veranstaltungen auf dem Katholikentag

Was bewirkt „nachhaltiger“ Konsum? Welche Macht haben die Konsumentinnen und Konsumenten und was muss Politik regeln? Dazu wird es am Freitag, den 27.Mai in Kooperation mit Slow Food eine Podiumsdiskussion geben.  Dabei werden auch MISEREOR Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel und Carlo Petrini, der Präsident von Slow Food International, zu Wort kommen.

Autor:

Lena Egenberger

Lena Egenberger arbeitet als Online-Redakteurin bei MISEREOR.

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