Suche
Suche Menü

So gelingt die Cocktail-Aktion ohne zu viel Müll

Auf vielen Sommerfesten sieht man randvolle Mülleimer mit Plastikbechern, Papptellern, Servietten und sonstigem Müll. Kein schöner Anblick. Damit sich nach einer Aktion zugunsten von MISEREOR das ökologische Gewissen nicht meldet, haben wir einige simple Ideen für Sie gesammelt.

Mit leckeren Sommerdrinks Straßenkindern in Brasilien eine bessere Zukunft ermöglichen.

Deko mit frischen Früchten ist farbenfroh und günstig. Foto: MISEREOR/Barbara Koedel

Wer diesen Sommer eine Aktion rund um die Europameisterschaft oder die olympischen Spiele plant, der kann einen Tisch farbenfroh dekorieren mit frischen Zitronen und Limetten. Als ganze Früchte oder in Hälften geschnitten beleben sie die Ablagefläche. Sehr schön sehen Scheiben oder Viertel aus, die in einem großen Glas aufgeschichtet werden. Das schöne an der simplen Deko: Die Früchte lassen sich auch nach der Aktion noch abwaschen und auspressen. Dazu Rohrohrzucker und Eiswürfel –  fertig ist ein Kinder-Caipirinha. Dekorativ machen sich auch ganze Früchte wie Ananas und Orangen.

Anstelle einer Wegwerf-Tischdecke tut es ein charismatischer alter Holztisch ganz ohne Bedeckung. Die Erfahrung bei Aktionen zeigt, dass auch mal etwas tropft oder ein Glas umgestoßen wird: Warum also nicht einfach auf jede Tischbedeckung verzichten? Also auf zur Suche nach dem schönsten Tisch! Der darf ruhig ein paar Macken haben, Hauptsache er wackelt nicht. Vielleicht erhält er für die Aktion sogar noch einen neuen Anstrich?

Kokosdrink in einem Schraubglas. Foto: Barbara Koedel

Erst Joghurt, dann Kokos-Cocktail: Ein Schraubglas erhält ein zweites Leben und macht keine schlechte Figur. Foto: MISEREOR/Barbara Koedel

Einweg oder Mehrweg?

Neben der Deko machen wiederverwendbare Gläser, Geschirr und Besteck den großen Unterschied bei einem Fest. Einmal-Behältnisse wie Plastikbecher sind häufig die erste Wahl, da verständlicherweise nach der Aktion kaum jemand Lust auf Abwaschen hat. Gegen Plastikbecher sprechen aber nicht nur volle Müllsäcke. Gläser sind stabiler und optisch ansprechender – besonders wenn die Getränke gegen eine freiwillige Spende ausgegeben werden.

Wer mit Mehrweg-Gläsern seine Aktion besonders umweltfreundlich gestalten möchte, der sollte genügend Platz für benutzte Gläser einplanen, beispielsweise stabile Kisten unter einem Tisch platzieren oder in einem separaten Raum bereitstellen. So kann mit dem Abwasch begonnen werden, wenn die Aktion zu Ende ist – ohne das ungespülte Gläser herumstehen. Ein Spüldienst unter allen Beteiligten sorgt dafür, dass jeder und jede sich beteiligt.

Wer nicht ausreichend viele Gläser hat, der liegt mit dem „Upcycling“ von Schraubgläsern voll im Trend. Marmeladen-, Joghurt- und Einmach-Gläser erhalten als Limo- oder Smoothie-Gläser ein zweites Leben. Natürlich brauch man dabei am besten eine ganze Gruppe, damit viele Gläser zusammenkommen. Stehen 20 oder 30 solcher individuellen Gläser mit Limo oder als Cocktail angerichtet auf einem Tisch, ist das richtig was fürs Auge. Jedes Glas ist ein Einzelstück und in der Gesamtheit bilden sie ein abwechslungsreiches individuelles Buffet. Das kann durchaus edel aussehen. Von Vorteil: Geht ein Glas zu Bruch, dann war es „nur ein Joghurt-Glas“.

trinkhalme-foto-barbara-koedel

Trinkhalme aus Papier bringen Farbe ins Spiel. Foto: MISEREOR/Barbara Koedel

Trinkhalme – unverzichtbar!

 

Viele Gedanken haben wir uns gemacht über Trinkhalme – und wir wollen einfach nicht auf sie verzichten. Statt Plastik-Trinkhalmen gibt es mittlerweile auch welche aus Papier. Diese Papierhalme sind bunt bedruckt und machen einfach Laune, obwohl sie natürlich auch Müll produzieren. Gut zu wissen ist aber, dass die Papierhalme nicht – wie man es vermuten könnte –  nach kurzer Zeit völlig aufweichen.

Viel ökologischer sind allerdings echte Strohhalme, die man im Internet bestellen kann. Nur für Smoothie-Liebhaber sind die nichts, weil zu eng.

dekorierter-tisch-foto-barbara-koedel

Ein farbstarker Tisch, mit einfachen Mitteln gestaltet. Foto: MISEREOR/Barbara Koedel

Atmosphäre schaffen – ohne Müll

Ganz generell: Ein schöner Ort gibt Ihrer Aktion das richtige Flair. Atmosphäre schafft auch die passende Musik – Klänge aus Kuba passen hervorragend zu einer Spendenaktion mit Cocktails.

Ein schöner Blickfang kann eine Topfpflanze sein, die später auf dem Balkon gepflanzt wird oder von dort mitgebracht wird.

Infos und Bilder aus den Projekten

Bei einer Aktion zugunsten von MISEREOR können die Infos über die Spendenprojekte auf einem Tisch, in einem Schaukasten oder an einer Pinnwand angeheftet werden. Eine Idee dazu: Ein großer Bilderrahmen präsentiert Projektinfos hervorragend! So landet alles nach der Aktion nicht direkt im Papiermüll, sondern kann weiterhin aufgehängt oder aufbewahrt werden.

Nutzen Sie auch unsere „Cocktail Stop“-Banderolen für Schraubgläser, um bei Ihrer Aktion sichtbar zu machen, wohin die Spenden fließen.

Infos über die Arbeit mit Straßenkindern in Brasilien und eine Spendenbox aus Pappe erhalten Sie mit dem Aktionspaket, das Sie bei uns bestellen können.

Wir wünschen viel Freude bei der Vorbereitung!

Schreiben Sie uns gerne einen Kommentar, wenn Sie weitere Ideen haben, wie eine Aktion möglichst umweltfreundlich ablaufen kann.

Autor:

Lena Egenberger

Lena Egenberger arbeitet als Online-Redakteurin bei MISEREOR.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Noch ein Tipp: Schraubdeckel können Wespenschutz sein.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Sichherheitsüberprüfung * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.