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Nächstenliebe und Käsekuchen – Mein Wochenende bei den Ordensschwestern

Aus einem eher unschönen Grund verbrachte ich, als Protestantin, ein aufregendes Wochenende im Haus katholischer Ordensschwestern in Mae Sot, wo wir gemeinsam Käsekuchen nach dem Rezept meiner Oma gebacken haben.ordensschwestern-essen-kaesekuchen

Die Schwestern von Mae Sot
Am Freitag rief ich eine katholische Schwester aufgrund von Magenproblemen an und bat sie, mich zum Arzt zu begleiten. Sie und drei weitere Schwestern eines katholischen Ordens leben in Mae Sot, um den Migranten in den Flüchtlingscamps oder den ärmeren Einwohnern Mae Sots medizinische und seelische Versorgung zukommen zu lassen.

Eine von ihnen durfte ich schon näher kennenlernen und wandte mich daher an sie.  Die ganze Woche hatte sie uns schon zu verschiedenen Trainings von COERR, einer Unterorganisation von Caritas Thailand und die thailändische Organisation, bei denen ich meinen zehnmonatigen Freiwilligendienst verbringen darf, in den Flüchtlingscamps Mae La und Umpien begleitet.

Besuch im Maesot-Ram Hospital

Sie empfahl einen Besuch im Maesot-Ram Hospital, wo zwei der Schwestern auch arbeiteten. Ebenso empfahl sie mir, dass ich sicherheitshalber eine Nacht bei ihnen im Schwesternhaus verbringen solle, da die zwei Schwestern aus dem Krankenhaus so auch über Nacht auf mich Acht geben könnten. Ich packte also ein paar Sachen zusammen und machte mich gemeinsam mit Sister Pat auf den Weg.

Käsekuchen für das COERR Office in Mae Sot
Nach einer kurzen und nicht zu beunruhigenden Diagnose, bekam ich dann meine Medikamente. Am nächsten Tag hatte ich mich ohnehin mit Schwestern zum gemeinsamen Käsekuchen backen verabredet.

Zu Beginn der Woche hatte ich einen Käsekuchen als kleines Dankeschön für das COERR Office gebacken, weil sie mich so freundlich und herzlich aufgenommen hatten.
Sister Pat war ganz begeistert von dem Kuchen, dass ich ihr und den Schwestern versprach am Samstag zu zeigen, wie der Kuchen herzustellen sei. Sister Pat wollte den Kuchen als Überraschung für ihren Neffen bei ihrem nächsten Besuch mitbringen.

Gemeinsames Kuchenbacken mit Hindernissen
Gemeinsam buken wir den Kuchen und freuten uns am nächsten Tag, trotz einiger Missgeschicke, über das gelungene Ergebnis. Die Tetrapack-Sahne war nicht steif zu schlagen sondern verwandelte sich nach kurzer Zeit in eine unansehnliche Masse, sodass wir dann einfach auf sie verzichteten und lediglich Frischkäse zu Hilfe nahmen.

 

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Besuch der Sonntagsmesse
Bei der Sonntagsmesse, die ich gemeinsam mit den Schwestern besuchte, teilten sie dann den Kuchen mit dem Inhaber des Krankenhauses, der sich sichtlich darüber freute. Später wurde der Priester von Mae Sot auch noch zum Kuchenessen eingeladen. Sister Pat berichtete mir stolz, dass er sogar zwei große Stücke gegessen hatte.

 

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Ein herzliches Dankeschön geht also an meine Oma, die mir die Zubereitung des Kuchens beigebracht hat und mir damit ein so schönes gemeinsames Erlebnis mit den Schwestern ermöglicht hat.

Nächstenliebe
Ich hoffe, ich konnte den Schwestern eine kleine Freude bereiten und meine Dankbarkeit ausdrücken, wo sie mir doch mit soviel Nächstenliebe begegnet waren. Unter anderem haben sie mir ein eigenes Zimmer vorbereitet, mich magenfreundlich bekocht, meine Wäsche gewaschen, mit mir Thai gelernt oder sind mit mir einkaufen gefahren. Ich freue mich daher schon auf viele weitere gemeinsame (Back)-Treffen mit den Schwestern. Als nächstes soll es einen Karottenkuchen, Lasagne und zur Weihnachtszeit gemeinsame Plätzchen geben. Ich bin schon gespannt wie meine ersten Weihnachtsplätzchen in Thailand werden.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Wow, Ann, was für ein toller Eintrag. Nach dem Lesen deiner Erfahrungen würde ich auch direkt nach Mae Sot fahren. Die Schwestern sehen wirklich total lieb und nett aus. Von denen würde ich mich auch pflegen lassen :-))) Und da sieht man es mal wieder: Essen verbindet!!! Toll, dass ihr improvisiert habt. Ist üblich im Freiwilligendienst. Nehme an, ihr musstest die Sahne mit dem Schneebesen per Hand schlagen??? Das ist Schwerstarbeit. Das kann ganz schnell schief gehen …
    LG aus Aachen, Uta

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