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Ein Tag in Blau – Motherday im Mae La Camp

Früh morgens um 6:40 Uhr machte ich mich am 12. August, einem der wichtigsten thailändischen Feiertage, dem Motherday, auf den Weg zum COERR Office in Mae Sot. An diesem Tag wird im ganzen Land der Geburtstag der thailändischen Königin Sirikit gefeiert. Diesen wollte ich gemeinsam mit dem COERR Staff im Flüchtlingscamp Mae La feiern. 

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Da jedem Wochentag in Thailand eine Farbe zugeordnet ist (Montag gelb, Dienstag rosa, Mittwoch grün, Donnerstag orange, Freitag blau, Samstag lila und der Sonntag rot) sah ich an diesem Tag blau in all seinen Facetten und hatte mich auch dementsprechend zur Feier des Tages, wie es mir meine Kollegen vorher empfohlen hatten, ganz in blau gekleidet. Gemeinsam mit drei meiner Kollegen von COERR machte ich mich auf den Weg ins größte Flüchtlingscamp an der Grenze zu Myanmar – Camp Mae La in der thailändischen Provinz Tak. Die Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde und führte mich einen leuchtend-grünen Hügel hinauf, auf dem das Camp gelegen ist.

COERR
COERR (Catholic Office For Emergency Relief and Refugess), die MISEREOR-Partner-Organisation, bei der ich meinen zehnmonatigen Freiwilligendienst verbringen darf, ist eine Unterorganisation von Caritas Thailand. Sie unterstützt Migranten, insbesondere Kinder und besonders Schutzbedürftige aus Myanmar in den insgesamt 9 Flüchtlingslagern an der Grenze zwischen Thailand und Myanmar. Ihr Aufgabenspektrum umfasst dabei unter anderem die Bereiche Ausbildung, Erziehung, landwirtschaftliche Weiterbildung, Gesundheitswesen oder Umweltschutz. Im Camp Mae La leben zurzeit ca. 40.000 Migranten, welche an diesem Morgen bereits alle unterwegs zu sein schienen.

Gratulanten von Mae La Camp
Der Pick-up von COERR schlängelte sich die steilen schmalen Straßen im Camp hinauf, umringt von lauter aufgeregten Schulkindern des Camps, welche in ihren festlichen traditionellen Karen-Kleidern oder in Schuluniform einem gemeinsamen, mir noch gänzlich unbekanntem, Ziel entgegenströmen.

20160913092348Hunderte Kinder waren bereits auf einem großen Versammlungsplatz in Reih und Glied vor der großen Bühne versammelt, als wir endlich ankamen. Ausgerüstet mit Bannern, welche von jeder Schule angefertigt wurden und der Königin zum Geburtstag gratulierten, hielten die Kinder der ersten Reihe mit einer beneidenswerten Ausdauer diese in die Höhe.

20160913092209Gemeinsam mit dem COERR Staff gesellte ich mich zu den anderen Vertretern der NGO’s des Camps und Vertretern des thailändischen Militärs an die Seite der Bühne.

Gemeinsames Ständchen
Fasziniert konnte ich die Feierlichkeiten beobachten, welche unter anderem die Übergabe der „Geschenke“ jedes einzelnen Vertreters der Organisationen beinhaltete. Plötzlich wurde ich von einem COERR Kollegen gebeten, mich mit auf die Bühne zu stellen. Völlig ahnungslos stellte ich mich also mit ihm zusammen in die erste Reihe und lauschte dort neben Vertretern des Militärs den Festtagsreden, welche in Thai, Karen und Englisch gehalten wurden. Am Ende wurde dann ein gemeinsames Motherdaylied gesungen. Ich stand immer noch in der ersten Reihe als alle um mich herum anfingen, gemeinsam das ihnen allen vertraute Lied zu singen. Am Ende gab ich meine kläglichen Versuche mitzusummen auf und lauschte lediglich dem Klang des Liedes.

20160913092156Ein gelungener Feiertag
Der Festakt wurde beendet mit verschiedenen Tänzen, mit beeindruckenden Breakdanceeinlagen und Liedern der Schulkinder, welche sie auf der Bühne präsentierten. Völlig begeistert und fasziniert fuhr ich an diesem Tag gemeinsam mit meinen Kollegen zurück nach Mae Sot und war froh meinen Feiertag, von denen es nicht allzu viele in Thailand gibt, gemeinsam mit ihnen im Camp verbracht zu haben.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hi Ann,
    jetzt waren doch schon so einige Freiwillige in Thailand, aber das mit den Farben für die verschiedenen Wochentage, das wusste ich noch nicht. Wieder mal was dazu gelernt. Und eigentlich sehr praktisch … :-))) Als ich las, dass du auf die Bühne musstest, dachte ich schon, dass DU singen oder tanzen musst. Aber da hast du ja nochmal Glück gehabt … ;-)))
    LG, Uta

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