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Der Solidaritätslauf ist aus der Erich-Kästner-Schule nicht wegzudenken

Seit 20 Jahren lernen Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule Bochum Entwicklungsprojekte kennen und sammeln mit einem Solidaritätslauf Spenden. Jetzt geht die Gesamtschule eine Partnerschaft mit MISEREOR ein.

Am 12.Juli 2017 feierte die Erich-Kästner-Schule in Bochum die Schulpartnerschaft mit MISEREOR.

Am 12.Juli 2017 feierten die Kinder der Klasse 5/3 mit Pastoralreferent Tobias Klinke und Franz Gulde von MISEREOR die Schulpartnerschaft an der Erich-Kästner-Schule. Foto: Erich-Kästner-Schule

„Der Termin steht schon fest im Schul-Kalender. Für alle ist klar: Den Solidaritätslauf wollen wir machen!“, sagt Pastoralreferent und Lehrer Tobias Klinke. Da sind sich Schulleitung und Lehrerkollegium einig mit den Schülerinnen und Schülern. Denn soziales Engagement werde an der Schule groß geschrieben, so Klinke. Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe unterstützen jedes Jahr mit ihren Spenden an MISEREOR Menschen dort, wo die Armut am größten ist. Die Schülervertretung setzt sich gegen Rassismus ein und eine Arbeitsgruppe engagiert sich für den Umweltschutz. Klinke zitiert den Namensgeber der Schule: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“.

Indien, Nigeria oder Südsudan: Die Unterstufe der Erich-Kästner-Schule Bochum lernt Projekte in drei Kontinenten kennen

Die Schülerinnen und Schüler nehmen in ihrer Schulzeit in Klasse 5, 6 und 7 am Solidaritätslauf teil. In jedem Jahr geht der Erlös an ein Entwicklungsprojekt einer MISEREOR-Partnerorganisation in Afrika, Asien oder Lateinamerika. „Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe lernen so Projekte auf verschiedenen Kontinenten kennen und setzen sich damit auseinander.“, so Tobias Klinke, der die Solidaritätsläufe mitorganisiert. In diesem Jahr liefen sie für ein Straßenkinderprojekt in Indien.

Die Schülerinnen und Schüler stellen einen Spendenrekord auf

„Bei der Vorstellung des Straßenkinderprojektes „Butterflies“ habe ich in viele betroffene Gesichter geblickt.“, erinnert sich Michael Stahl von MISEREOR, der den Jahrgangsstufen 5 bis 7 persönlich das Projekt in der Schul-Aula vorstellen konnte. „Viele Schülerinnen und Schüler wollten tatkräftig dazu beitragen, Spenden für die indischen Straßenkinder zu sammeln.“ Auf einem Laufzettel erhielten die Schülerinnen und Schüler die wesentlichen Informationen zum Projekt. Mit diesem Laufzettel suchten sie Unterstützer in ihren Familien und im Bekanntenkreis. In 2017 stellten sie ein Spendenrekord von 5.698 Euro auf.

Als Partnerschule greift die Erich-Kästner-Schule Bochum Impulse von MISEREOR auf.

Als Partnerschule greift die Erich-Kästner-Schule Impulse von MISEREOR im Unterricht auf und gestaltet Solidaritätsaktionen mit Schülern und Schülerinnen, Lehrern und Lehrerinnen sowie Eltern. MISEREOR unterstützt die Schule bei der Gestaltung des Unterrichts und bei Aktionen. Graphik: MISEREOR

Schulpartnerschaft der Erich-Kästner-Schule mit MISEREOR

Da es schon seit vielen Jahren eine Verbindung zu MISEREOR gibt, möchte die Erich-Kästner-Schule nun noch engeren Kontakt pflegen. Initiiert haben die Partnerschaft mit MISEREOR Pastoralreferent Tobias Klinke und Religionslehrer Johannes Wellmann. Gemeinsam einen Beitrag leisten zu einer gerechteren und friedlicheren Welt – das ist das Fundament der Partnerschaft. Schulleiter Dr. Ludger Jonischeit bekräftigte das Engagement der Schulgemeinde. „Es ist uns immer wichtig, die Menschen im nahen Umfeld, als auch in weiter Ferne im Blick zu behalten. Nur so können wir zu wachsamen Menschen in unserer Gesellschaft werden.“

Franz Gulde von MISEREOR freut sich bei seinem Besuch in Bochum, dass die Schule den Blick über den Tellerrand wagt und somit das Bewusstsein dafür schärft, dass Menschen aller Kontinente das Zusammenleben in der Einen Welt gemeinsam gestalten. „Partnerschaft bedeutet, sich auf Augenhöhe zu begegnen, eine Beziehung aufzubauen, sich vertraut zu machen.“, so Franz Gulde, der Leiter der MISEREOR-Bildungsarbeit, vor der Schulgemeinschaft in Bochum. „Die Partnerschaft der Erich-Kästner-Schule mit MISEREOR ist ein Zeichen für diese Beziehung zwischen Bochum, Aachen, Delhi und darüber hinaus.“

Neben dem Solidaritätslauf als regelmäßiger Aktion nutzt die Schule auch MISEREOR-Anregungen für den Religionsunterricht: Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe reisen jedes Jahr in der Fastenzeit mit den Materialien der Kinderfastenaktion um die Welt und lernen den Alltag von Kindern weltweit kennen.

Autor:

Lena Egenberger

Lena Egenberger arbeitet als Online-Redakteurin bei MISEREOR.

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