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Pauls Freiwilligendienst in Sambia

Freiwilligendienst: 10 Monate leben und arbeiten Paul und Sebastian im MISEREOR-Projekt in Sambia gemeinsam mit unseren Projektpartnern.

30.05.2018
In meinem letzten Blogeintrag erfahrt ihr, wie das Farewell Meeting mit unseren Schülern war und wie ich meine letzten Tage in Sambia verbringe.

Abschiedstreffen mit den Schülern

Abschiedstreffen mit den Schülern

School Fees

In meinem letzten Monat in Sambia gab es zahlreiche Veränderungen im Education Office. Eine der gravierendsten Veränderungen war, dass Schwester Bupe aufgrund von Krankheit nicht anwesend sein konnte. Das Problem war, dass das zweite Drittel der Schulzeit begonnen hat und deshalb erneut die Schulrechnungen bezahlt werden mussten. Aufgrund der Krankheit von Schwester Bupe haben diese Arbeit Sebastian und ich zusätzlich zum normalen Alltag übernommen. Neben den Vorbereitungen für unser Farewell Meeting schrieben wir Examen mit unseren Schülern und bereiteten das Budget für die Schulrechnungen vor. In unserem letzten Monat hatten wir noch einmal richtig gut zu tun, weshalb diese vier Wochen (leider) wie im Flug vergingen. Obwohl es wirklich kompliziert war, einen Überblick über die ganzen Rechnungen zu bekommen, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, die Arbeit mit den Schulrechnungen zu übernehmen. Am Ende konnten wir für 66 Schüler die Schulrechnungen bezahlen, was ein sehr gutes Gefühl für uns war.

Fairwell Meeting

Nach langer Vorbereitung war es dann am 26. Mai soweit. Sebastian und ich mussten uns von all unseren Schülern verabschieden. Im Gegensatz zum Christmas Meeting erschienen die Schüler und alle Beteiligten dieses Mal relativ pünktlich, weshalb wir nur mit einer Stunde Verspätung 😉 anfangen konnten. Während des Meetings gab es zahlreiche Präsentationen, Gedichte und Reden. Gekrönt wurde das Abschiedsmeeting von einem kleinen Debattier-Wettbewerb, einem Quiz und der Ausgabe der Computerzertifikate. Die Zertifikate waren bei jedem Schüler unterschiedlich, was an den unterschiedlichen Qualifikationen der Schüler lag. Das Meeting war sehr schön und es war auf jeden Fall ein gelungener Abschied von unseren Schülern. An diesem Tag ist mir auch bewusst geworden, dass, wenn man ein Jahr lang jeden Tag mit den gleichen Kindern zusammenarbeitet, der Abschied nicht leicht ist. Nach dem Meeting gab es Snacks und Getränke für jeden Anwesenden und es wurden unzählige Erinnerungsfotos gemacht.

Abschied gefolgt von Abschied

Am darauffolgenden Montag stand dann auch schon der Abschied von all unseren Arbeitskollegen an. Hierfür hat die Diözese eine große Teepause organisiert mit allen Mitarbeitern der Caritas. Diese hat uns persönlich sehr überrascht, aber es war ebenfalls ein guter Abschied in einer angenehmen Atmosphäre. Auch hier wurden zahlreiche Reden vom Bischof, von anderen Mitarbeitern und auch von Sebastian und mir gehalten.

Die letzten Tage

Meine letzten Tage hier in Sambia werde ich hauptsächlich mit Verabschiedungen verbringen. Die offiziellen Verabschiedungen habe ich schon hinter mich gebracht, aber ich muss mich natürlich auch noch von all meinen hier gewonnenen Freunden verabschieden. Hierfür möchte ich mit allen ein letztes Mal feiern gehen und den letzten Abend in Solwezi richtig genießen. Von den Priestern verabschieden wir uns mit einem großen Abendessen in St. Kizito.
Nachdem ich Solwezi am Samstag morgen verlassen werde, haben Sebastian und ich noch ein paar Tage in Ndola eingeplant, um Schwester Bupe (welche im Laufe der Zeit unsere „sambische Mutter“ geworden ist) im Krankenhaus zu besuchen und uns auch hier richtig zu verabschieden. Danach geht es nach Lusaka und von dort aus zurück nach Deutschland.

Alles in allem waren die letzten 10 Monate sehr ereignisreich und haben riesigen Spaß gemacht. Auch aus diesem Grund fällt der Abschied ganz und gar nicht leicht und ich weiß jetzt schon, dass ich Sambia als Land und auch alle Leute, die ich hier kennengelernt habe, sehr vermissen werde. Vielen Dank an alle Leserinnen und Leser, die bis zu meinem letzten Blogeintrag dran geblieben sind. An alle, die wissen möchten, wie die ersten Tage für mich in Deutschland waren, können mich ja dann einfach in Deutschland ansprechen.

Euer Paul

01.05.2018
Mein letzter Monat in Sambia bricht an und ein unvergessliches Jahr geht sehr bald zu Ende. Aus diesem Grund wird es nach diesem Blogeintrag nur noch einen weiteren Eintrag geben. In diesem Blogeintrag erfahrt ihr, wie unsere Vorbereitungen für das Abschiedsmeeting voranschreiten und wie unserer Plan mit der Datensammlung unserer Schüler vorangegangen ist.

Farewell Meeting

Sebastian und ich bereiten eine Abschiedsfeier für alle Schüler vor, welche unsere Computerstunden regelmäßig besucht haben. Diese Abschiedsfeier soll ähnlich wie das Christmas-Meeting sein, nur dass das Meeting dieses mal unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten wird. Das bedeutet, ich muss mir dieses Mal keine Gedanken machen, ob der Bischof nun pünktlich kommt oder sich verspätet. (siehe Weihnachtsblog). Jeder Schüler wird ein Projekt vorstellen, welches am Computer oder per Hand an gefertigt wird. Neben Präsentationen und Postern wird es bei diesem Meeting auch einen kleinen Debattier-Kontest, ein Quiz und eine selbstproduzierte Fernsehshow geben. Das benötigt natürlich eine längere Zeit der Vorbereitung.

Neues Meeting gleiche Probleme

Wie schon beim Christmas-Meeting gibt es natürlich auch hier einige Hürden für mich in der Vorbereitung. Eine kleine Erläuterung zum Verständnis: Wie dem aufmerksamen Leser meines Blogs aufgefallen ist, habe ich schon diverse Male in Beispielen beschrieben, dass die sogenannte „African Time“ nicht nur ein Vorurteil ist, sondern auf viele (nicht alle) Situationen tatsächlich zutrifft. Ich persönlich habe damit kein Problem, wenn es um die Freizeitplanung geht. Denn ich finde, jeder sollte seine Freizeit selbst planen und hierbei nicht so viel Wert auf Zeit legen. Deshalb macht es mir mittlerweile nichts mehr aus, wenn man mal in der Freizeit zwei oder drei Stündchen zu spät kommt. Aber spätestens, wenn es um die Arbeit geht, liegt mir das deutsche Zeitmanagement doch am Herzen. (Auch wenn es in Deutschland oft übertrieben wird).

Wie zu erwarten ist also das größte Problem leider die Zuverlässigkeit mancher Schüler. Da unsere Computerkurs auf freiwilliger Basis ist und nicht verpflichtend von den Schulen oder dem Education Office gefordert, nehmen manche die Stunden ernster als andere. Wenn Schüler ein oder zwei Mal wöchentlich kommen, ist das für mich und Sebastian sehr gut, da man mit diesen große Projekte vorbereiten kann. Aber viele kommen mal zwei Wochen und setzen dann wieder für zwei Wochen aus. Das ist eine große Schwierigkeit für uns, da es dann schwer wird Projekte zu vergeben und zur „deadline“ fertigzustellen. Aber ich bin guter Dinge, dass dieses Meeting erfolgreicher wird als das Christmas-Meeting.

Database

Nachdem Sebastian und ich auch im Child Sponsorship Programm, welches von der Caritas Prag gefördert wird, gearbeitet haben, wollten wir einige Sachen auch in das Education Office übertragen. Der Hauptpunkt, den wir übernehmen wollten, war die Database. Die Database ist eine Sammlung verschiedener Informationen von Schülern des Sponsorship Programs. Neben dem Namen und dem Geburtsdatum sind auch Informationen wie monatliches Einkommen der Familie, Lebenssituation und Notwendigkeit des Sponsorings Bestandteil der Database. Uns ist davor aufgefallen, dass theoretisch jeder zum Büro kommen und nach einem Sponsorship fragen könnte. Unsere neue Database wird nun die Teilnehmenden erfassen. um ein gerechteres Vergabeverfahren zu ermöglichen. Um diese Daten zu bekommen, sprechen wir mit den Eltern der Kinder und den Kinder selbst, indem wir sie zu Hause besuchen. Da wir noch nicht wissen, wo die Kinder leben, geht einer von uns mit einem
Übersetzer und den Kindern zu den Familien, um diese für das Programm zu erfassen.
Gleichzeitig verschaffen wir uns noch einen Eindruck von der Lebenssituation, denn auch hier können einige Schwierigkeiten auftauchen. Manche Schüler kommen nicht zum Computerunterricht, weshalb wir Schwierigkeiten haben die Informationen von diesen zu beschaffen. Ansonsten macht diese Arbeit Spaß und wir würden uns auf jeden Fall wünschen, dass unsere Nachfolge dieses Langzeitprojekt fortführen wird.

04.04.2018

In diesem Blogeintrag erfahrt ihr, wie der Besuch meiner Familie in Sambia für mich war und was wir unternommen haben. Zudem erfahrt ihr, warum mein Handy kaputt gegangen ist und wie ich Ostern in Sambia verbracht habe.

Familienbesuch bei mir zu Hause
Ich nähere mich langsam aber sicher dem Ende meines zehnmonatigen Freiwilligendienstes. Die Zeit rast und im Nachhinein wünschte ich mir, die Zeit wäre auch zu meiner Schulzeit so schnell vergangen wie jetzt hier in Solwezi. Zweieinhalb Monate vor Ende meines Freiwilligendienstes entschied sich meine Familie mich an meinen Einsatzplatz und meinem neuen Zuhause in Solwezi zu besuchen. Es war geplant, dass meine Familie nach einen kurzen Aufenthalt im Kafue Nationalpark zu mir nach Solwezi gefahren kommt und das wir nach einer Woche Aufenthalt in Solwezi zusammen nach Livingstone zu den Victoriafällen fahren.

Dieser Plan hat erstaunlicherweise auch sehr gut funktioniert. Bevor man einen Freiwilligendienst bestreitet wird man auf verschiedenen Vorbereitungsseminaren auf alle möglichen Situationen vorbereitet. Ein großes Thema auf diesen Seminaren war immer der Besuch der Familie, da die Gefahrbesteht das der Besuch der Familie mehr anstrengend ist als das er Spaß macht. Vor der Abreise wurde des öfteren vor Besuch gewarnt, um sich selbst vor dem Stress, den ein solcher Besuch mit sich bringt, zu schützen. Ich allerdings habe den Besuch sehr genossen. Dabei sind mir auch gleich Unterschiede aufgefallen, wie die Menschen hier auf eine größerer Gruppe von Weißen reagieren. Ich habe mir im Vorhinein ausgemalt, dass die Kommentare, die man hier tagtäglich bekommt stark zunehmen werden, wenn ich mit meinem Bruder und meinen Eltern über den Markt laufe. Aber es gab so gut wie keine Kommentare, was ich mir damit erkläre, dass viele Leute einfach zu viel Respekt vor einem älteren Herrn oder einer älteren Dame (meine Eltern) haben, als das sie sich trauen würden, Kommentare zu schreien. Es hat mir recht viel Spaß gemacht meine Eltern durch meine Heimatstadt auf Zeit in Sambia zu führen, bevor wir dann nach einer Woche mit dem Bus nach Livingstone gefahren sind.

Regen ohne Wolken

Nach einer zweitägigen Busfahrt kamen wir endlich in Livingstone an. Dort wollten wir hauptsächlich die Victoriafälle anschauen oder wie sie die Sambier nennen „Mosi au Tunya“ (The Smoke that Thunders), was ich persönlich einen besseren und passenderen Namen finde. Den kompletten nächsten Tag haben wir dann an den Fällen verbracht, welche deutlich schöner und spannender sind als die eher langweilige Stadt Livingstone, die mit einer deutschen Kleinstadt verglichen werden kann. Dadurch, dass wir am Ende der Regenzeit die Fälle besuchten, gab es reichlich Wasser im Fluss und der Wasserfall, welcher 1,7 km lang ist, war sehr beeindruckend. Das viele Wasser war einerseits natürlich sehr schön, andererseits hat es aber auch meinem Handy das „Leben“ gekostet. Wenn das Wasser aus der gewaltigen Höhe auf den Boden stürzt, spritzt es über 100 Meter hoch und prasselt auf den nahgelegenen Wald nieder, wo sich die Aussichtsplattformen befinden. Dieser Regen, der immer, auch ohne eine einzige Wolke am Himmel, auf die Menschen, welche sich die Mosi au Tunya angucken wollen, niederprasselt, ist sehr stark und nicht vergleichbar mit einem deutschen Starkregen.

So kam es, dass mein Handy ziemlich nass geworden ist und damit leider kaputt gegangen ist. Aus diesem Grund kann ich in diesem Blogeintrag nicht alle Fotos zeigen, die ich gerne gezeigt hätte. Einen Tag später haben wir dann noch einen eintägigen Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark gemacht, indem wir unter anderem Büffel, Nashörner Krokodile, etc. sahen. Alles in allem hat mir der Familienbesuch sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich meinen Eltern auch das richtige Leben Sambias ein Stück weit vermitteln konnte und nicht nur die typischen Touristenhotspots.

Messemarathon an Ostern

Dieser Blogbeitrag kommt auch deshalb ein bisschen später als die andere monatlichen Beiträge, da ich auch über das Osterfest in Sambia schreiben wollte. Als die Ostervorbereitungen starteten, hatte ich ehrlich gesagt ein bisschen Angst, da mir gesagt wurde, das es viele und sehr lange Gottesdienste geben würde. Es gab von Donnerstag bis Sonntag jeden Tag eine Messe, die ca. drei Stunden dauerte. Mittlerweile empfinde ich den Besuch eines Gottesdienstes als einen schönen Start in den Tag, wenn die Messen nicht zu lang sind. Drei Stunden finde ich persönlich dagegen schon sehr anstrengend. Dennoch waren die Messen sehr ansprechend und ich habe mich gefreut zum ersten Mal in der sambischen Kirche Ostern zu feiern.

Im nächsten Blog erfahrt ihr wie die Vorbereitung von unserer Abschiedsfeier zu Ende des Freiwilligendienstes voranschreitet und wie weit wir bisher mit unserem Plan sind eine Database für alle unsere Schüler zu entwickeln.

01.03.2018

In diesem Blogeintrag erfahrt ihr etwas über mein Zwischenseminar in Uganda und wie Sambia die Choleraepidemie erfolgreich bekämpft hat.

Taxipark in Kampala

Taxipark in Kampala

Bevor es losging mit dem Zwischenseminar in Uganda, habe ich mir viele Gedanken gemacht, ob dieses Seminar überhaupt sinnvoll ist. Ich wollte lieber meine Zeit in Solwezi mit meinen Freunden und im Projekt verbringen, als dreizehn Tage auf Reisen zu sein. Zudem war es für mich hin und wieder sehr unangenehm anderen Leuten zu erklären, dass ich für ein Seminar nach Uganda fliegen werde, während die meisten meiner Freunde noch nie das Land verlassen konnten. Es ist für mich einfach kein gutes Gefühl diese Chance zu bekommen weit weg zu fliegen, während viele meiner Freunde und Arbeitskollegen wohl nie die Chance haben werden, das Land verlassen zu können. Zudem gab es ebenfalls ein Zwischenseminar in Lusaka, was mich in meinem Unwohlsein bestärkte. Trotzdem habe ich mich letztendlich sehr über die Möglichkeit gefreut, neben Sambia auch noch Uganda ein bisschen kennenzulernen.

BodaBoda

Als Sebastian und ich am Flughafen in Entebbe/Uganda ankamen, war es 00:45 Uhr. Also entschieden wir uns, die restliche Nacht am Flughafen zu verbringen und die ca. 160 km lange Busfahrt am nächsten Morgen anzutreten. Als wir uns dann um 6 Uhr morgens auf den Weg machten, mussten wir erst mal mit der Währung klar kommen. Diese ist sehr schwach ( 1€= 4200 UGX), weshalb es sehr schwer ist, damit umzurechnen. Zudem wussten wir die Preise für Taxis und Busse nicht und es bestand die Gefahr, dass wir einen zu hohen Muzhungupreis bezahlen müssen. Letztendlich haben wir es dennoch geschafft mit einem preiswerten Taxi in die wuselige und lebendige ugandische Hauptstadt Kampala zu fahren. In ganz Uganda ist das Haupttransportmittel in Städten BodaBodas. BodaBodas sind kleine Motorräder auf denen man auch mal zu viert drauf sitzt. Das ist sehr praktisch, da die Stadt immer verstopft ist und sich die Bodas einfach durch die kleinen Lücken der Autos quetschen kann. Außerdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht damit zu fahren. Als wir dann endlich die Minibusstation im Großstadtjungle gefunden haben fuhren wir nach Jinja. Dort angekommen verbrachten wir noch eine Nacht bevor das Seminar startete.

Das Seminar

Das Seminar hat mich positiv überrascht. Die Gruppe war sehr nett und auch unsere Teamer waren gut. Das Seminar startete jeden Morgen um 7:30 Uhr mit dem Frühstück und endete um 19.30 Uhr mit einem Abendessen. Hauptthemen des Seminars waren: Gewalt, Sexualität, Abschied und mein erstes halbes Jahr als Freiwilliger. Nach dem Abendessen haben wir dann den Abend mit ugandischem Bier auf dem Balkon ausklingen lassen. Während des Seminars hatten wir auch einen Tag, den wir für einen Ausflug nutzen konnten. Da haben wir eine Bootstour zur Quelle des Nils gemacht. Nach dem Seminar ist fast die gesamte Gruppe zusammen nach Kampala gefahren. Dort haben wir bei einem Freiwilligen übernachtet und sind am Abend zusammen ausgegangen.

Quelle des Nil’s -Wasser fließt vom Viktoriasee in den Nil

Quelle des Nils -Wasser fließt vom Viktoriasee in den Nil

Rolex zum essen

Wenn man normalerweise über Rolex spricht, meint man die teuersten Uhren der Welt. In Uganda aber ist Rolex ein leckerer Snack für zwischendurch. Rolex wird abgeleitet von „Rolled Eggs“. Dafür werden – je nach Wunsch – ein oder mehrere Eier eingewickelt in Chapati. Chapati ist ein dünner Teigfladen, welcher aus Mehl und Wasser hergestellt wird. Der Snack wird immer frisch direkt vor den Augen zubereitet. So kam es, dass ich in diesen 10 Tagen deutlich über 20 Eier gegessen habe und mein Hauptnahrungsmittel nicht Nshima sondern Rolex war.

Choleraepidemie

Kurz nach Silvester ist Cholera in manchen Teilen Zambias ausgebrochen. Besonders Lusaka war stark betroffen. Cholera war danach in allen Zambischen Medien und Gesprächsthema Nummer Eins. Damit die Choleraepidemie sich nicht weiter ausbreitet, hat die Regierung verschiedene Maßnahmen ergriffen: Im ganzen Land wurden Schulen und Universitäten geschlossen, Gottesdienste wurden auf 20 Minuten beschränkt, es wurde verboten Essen auf der Straße zu verkaufen und es wurden große Reinigungsaktionen vorangebracht. Mit diesen Maßnahmen wurde die Choleraepidemie sehr schnell eingedämmt und es gelang, eine weitere Ausbreitung zu stoppen. Dennoch gab es auch danach Probleme, da manche Einnahmequellen aufgrund dieser Maßnahmen versiegten. Besonders Straßenverkäufer und Lehrer von Privatschulen hat es in dieser Zeit schwer getroffen.

In meinem nächsten Blog erfahrt ihr, wie der Besuch meiner Familie für mich war.

22.01.2018

Heute werde ich euch berichten, wie ich in Sambia Weihnachten gefeiert und wo ich meine kurzen Ferien verbracht habe. Außerdem erhaltet ihr einen Einblick in meine Wohnsituation hier im Vergleich zu meiner Wohnsituation in Deutschland.

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum

Weihnachten in Sambia habe ich komplett anders gefeiert als in Deutschland. Denn hier in Sambia ist Weihnachten ein sehr kirchliches Fest. Natürlich sind die Weihnachtstage auch in Deutschland fest mit der Kirche verbunden, aber meine Erfahrungen haben gezeigt, dass es in Deutschland oft mehr um das Beschenken und die eigene Familie geht als um die Geburt von Jesus. In Sambia werden während der Weihnachtszeit (24.12-26.12) jeden Abend lange Gottesdienste gefeiert, die bis zu drei Stunden dauern können. Ich persönlich verbinde Weihnachten auch immer mit aufwändig gekochtem, leckerem Essen. Dieses Jahr musste ich darauf leider verzichten. Alle Priester, mit denen wir zusammen leben, waren bei ihrer Kirche bis Mitternacht und die Köche hatten Urlaub. Als wir um 23 Uhr aus der Kirche kamen, haben wir dann nur ein paar Toasts gegessen und uns dann schlafen gelegt. Am nächsten Tag sind Sebastian und ich dann essen gegangen, um bei 30 Grad dann mit leckerem Essen ein bisschen in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Neujahr

2017 ist nun vorbei und ich bin gut in das neue Jahr gestartet. Ich hatte ein sehr schönes Silvester und habe mit Freunden in einem Club gefeiert. Große Unterschiede zu Deutschland gibt es bei den Feierlichkeiten um Neujahr nicht, nur das das Feuerwerk sehr, sehr teuer hier ist und dementsprechend nicht so viel „geböllert“ wird.

Ikelenge

Father Sydney, Sebastian und ich an der Quelle des Zambezis.

Während der Ferien der Diözese haben auch Sebastian und ich die Zeit genutzt, um ein bisschen Urlaub zu machen. Deshalb sind wir mit Father Sidney zur Quelle vom Zambezi River nach Ikelenge gefahren. Dieser Kurztrip von drei Tagen war sehr ereignisreich. Selbst die Fahrt dorthin war interessant, da die Straße wirklich nicht gut war und Ikelenge sehr tief in der „Pampa“ liegt. Zudem haben wir eine sehr kleine Quelle vom drittgrößten Fluss Afrikas gesehen – direkt an der Grenze zum Kongo gelegen. Schon 40 km weiter ist von dem kleinen Rinnsal, welches man an der Quelle bestaunen kann, nichts mehr zu sehen. Denn etwa in dieser Entfernung von der Quelle sind die Zambezi Rapids. An diesen Stromschnellen konnte man baden gehen und wir hatten den ganzen Tag Zeit, am Wasser zu entspannen. Nach unserem Trip nach Ikelenge sind wir noch nach Manyinga und Mufumbwe gefahren. Von diesem Urlaub gibt es jedoch nicht viel zu berichten, da in diesen Dörfern nicht viel los ist.

Mein Wohnreich

Zimmer von Sebastian und mir.

Da mich sehr viele gefragt haben, wie ich überhaupt wohne und die Info „St. Kizito Pastoral Center“ nicht wirklich ausreicht, um sich ein Bild davon zu machen, gehe ich nun etwas genauer auf meine Wohnsituation ein. Wie schon in früheren Einträgen erwähnt, wohne ich im St. Kizito Pastoral Center. Hier teile ich mir ein Zimmer mit meinem Mitfreiwilligen Sebastian. Wie man auf dem Foto sieht, haben wir zwei Betten, eine Couch, einen Schreibtisch, zwei Schränke und neuerdings auch einen Kühlschrank. Zudem haben wir in unserem Zimmer einen direkten Zugang zu unserem eigenen Bad mit Dusche, Klo und Waschbecken.

Gated Community in Solwezi

Mit diesem sehr gut ausgestatteten Zimmer lebe ich überdurchschnittlich gut im Vergleich zu dem „Durchschnittsbürger“ in Solwezi. Hier wohnen viele Menschen in kleinen Häusern mit wenigen Zimmern zusammen mit ihrer Familie oder in ähnlichen Räume wie der, in dem ich wohne. Und dann gibt es die sehr reichen Menschen, die sich hinter Stachel- und Elektrozaun ihre eigene Stadt in Solwezi aufgebaut haben. Diese Gated Communities sind rund um die Uhr mit Security-Männern ausgestattet und man darf diese Gebiete nur betreten, wenn man Anwohner oder die überteuerte Mitgliedschaft vom Golfplatz bezahlt. Diese Aufspaltung in eine Zweiklassengesellschaft stimmt mich persönlich extrem wütend und ich verstehe nicht, wie das möglich ist in einer Stadt wie Solwezi. Zumal die Bewohner dieser Gebiete fast ausschließlich europäische oder andere ausländische Minenarbeiter sind, welche ohne schlechtem Gewissen hinter Elektrozäunen und Mauern residieren.

In meinem nächsten Blog erfahrt ihr etwas über mein Zwischenseminar in Uganda und wie das Land gegen die momentan anhaltende Choleraepidemie ankämpft.

21.12.2017

Passend zu Weihnachten kommt ein Blog, welcher ein bisschen länger als gewöhnlich ist. Quasi als Weihnachtsgeschenk für alle Leser 😉 In diesem Blog werde ich über die sambischen Weihnachtsvorbereitungen schreiben und euch erklären, wie es mir mit dem „Christmas Meeting“ erging. Zu guter Letzt werde ich euch, wie angekündigt, die Geschichte erzählen, wie ich zum Schlachter geworden bin.

Weihnachtsstimmung im Warmen

Unglaublich, dass ich jetzt schon fast 5 Monate weg bin. Jetzt, so kurz vor Weihnachten, fällt es mir ein wenig schwer, in richtige Weihnachtsstimmung zu kommen, da es immer noch zwischen 20-30 Grad draußen sind. Das einzige, was mir ein wenig Weihnachtstimmung verpasst,  sind die kitschigen Weihnachtssongs im Supermarkt und die vielen Plastikweihnachtsbäume in der Stadt. Zudem liefen in den vergangenen Wochen die Vorbereitungen für das „Christmas Meeting“ auf Hochtouren. Die vielen Weihnachtsgedichte und Lieder, welche während des Meetings gespielt und vorgetragen werden, verpassen einem dann doch ein kleines bisschen Weihnachtsstimmung. Da Sebastian leider kurzfristig erkrankt war, musste ich die finalen Vorbereitungen alleine mit Sister Bupe unternehmen. Sebastian hat aber trotz Krankheit viel geholfen, indem er zu Hause die Kunstprojekte fertiggestellt hat.

Ich habe mich währenddessen mit den Schülern an die finalen Proben für das Meeting gemacht. Hier gab es immer wieder größere Komplikationen, da die Schüler momentan Ferien haben und es aus diesem Grund mit der Zeit nicht genau nehmen. Zu der großen Unpünktlichkeit kommt, dass manche Schüler ohne mir oder irgendjemanden vom Organisation-Team Bescheid zu sagen, in den Urlaub gefahren sind. Somit mussten große Bestandteile unseres „Christmas Meetings“ leider ausfallen. Ebenfalls bei der Generalprobe, (einen Tag vor der eigentlichen Vorstellung unserer Projekte) waren nur 25 Schüler von knapp 50 Teilnehmern anwesend, was die Vorbereitung ebenfalls erschwerte.

Tag des „Christmas Meetings“

Nach zahlreichen Proben und einigen Überstunden war der Tag des „Christmas Meetings“ dann endlich da. Dies bereitete mir eine Menge Kopfzerbrechen, da die Übergänge zwischen den gut gelungenen Projekten – aufgrund der oben genannten Punkte – fast gar nicht geprobt werden konnten. Dennoch sollte dann am Morgen gegen 9 Uhr das Meeting starten. Selbst der Bischof hat sich angemeldet und wollte gegen halb zehn erscheinen. Ich hoffte, dass die Schüler pünktlich erscheinen, damit wir unser gut durchgeplantes Christmas Meeting pünktlich starten können. Als dann die letzten Schüler um ca. 10 Uhr eintrudelten, war ich fest entschlossen, das „Christmas Meeting“ zu starten. Aber mir wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht, da der Bischof noch nicht da war und Sister Bupe uns anwies, auf ihn zu warten.

Als ich dann, obwohl der Bischof noch nicht da war, um 10:45 Uhr endlich das Programm starten durfte, wurde mir in letzter Minute gesagt, ich solle mein Programm umschreiben, da der Bischof nun um 11 Uhr erwartet werde und er die beiden besten Präsentationen und das einstudierte Lied miterleben wolle. Also habe ich als Moderator improvisiert und das ganze Programm, während es schon im vollen Gange war, geändert. Irgendwann waren auch die letzten Programmpunkte, bis auf die oben genannten, präsentiert. Zu diesem Zeitpunkt war es 11:45 Uhr. Ich entschied mich dafür, auch um längere Wartezeiten zu vermeiden, einfach die Präsentationen trotzdem zu zeigen. Als wir dann fertig waren mit all unseren Punkten, traf dann auch endlich der Bischof ein.

Fazit: Die Schüler haben sehr informative und gut vorbereitet Projekte vorgetragen und es war schön zu sehen, wie stark sich die Schüler in den letzten Wochen verbessert haben. Die Organisation war leider ganz schön „den Bach runtergegangen“, da lange Wartezeiten aufgrund von großen Unpünktlichkeiten entstanden sind. Ich persönlich würde aus diesem Grund dieses Meeting auch nicht als großen Erfolg werten. Die Zuschauer und auch die Kinder hatten aber Spaß und bewerteten den Morgen als gelungen. Und wenn ich eins gelernt habe bis jetzt: Auch wenn alle zu spät sind und dein ganzer Plan nicht aufgeht – bloß nicht aus der Ruhe bringen lassen!

Hühnchen schlachten für Dummies

Als ich hier in Solwezi angekommen bin, ist mir relativ schnell klar geworden, dass die Menschen hier ein anderes Verhältnis zu Tieren haben als wir in Deutschland. Denn Fleisch kann man nicht nur tot und eingefroren vom Schlachter oder Supermarkt kaufen, sondern auch das lebendige Tier vom Markt. Von Hühnern über Ziegen bis zu Schweinen wird alles angeboten. Und auch das selberschlachten, ausnehmen und zurechtschneiden des Tieres ist Normalität. Auch aus diesem Grund ist mir bewusst geworden, dass es eigentlich extrem absurd ist, dass ich mein ganzes Leben schon Fleisch esse, aber noch nie ein Tier getötet habe. Also habe ich angeboten das nächste Mal, wenn es Hühnchen gibt, dieses selbst zu schlachten und zuzubereiten. Ich muss zugeben, dass ich nicht gedacht hätte, dass bereits drei Tage später vier Hühner zur Schlachtung bereit stehen würden.

Einige Minuten später zeigten mir drei zehnjährige Jungen, wie man das alles macht und worauf ich achten muss. Ich wollte in diesem Moment eigentlich schon wieder zurückrudern, aber das wollte ich den Kindern, welche fast neun Jahre jünger sind als ich, nicht sagen. Ehe ich mich versah, hatte ich ein Messer in der Hand und musste nach Sebastian selbst ran. Ich dachte, ich würde danach ein schlechtes Gewissen haben, aber mir wurde schnell klar, das diese Methode Hühnchen zu töten um ein mehrfaches humaner ist als die industrielle Methode in Deutschland. Nach dem rupfen, ausnehmen und zubereiten wurde mir dann während des Essens gesagt, dass ich das nächste mal doch eine Ziege schlachten soll. Ich glaube in diesem Fall würde ich jedoch dankend ablehnen und aus der Ferne zugucken. Im nächsten Blog erfahrt ihr, wie ich in Sambia Weihnachten gefeiert habe und ich werde Fotos von meinem Zimmer und anderen Räumlichkeiten in St. Kizito hochladen.

Unser Computerraum in der Bücherei.

27.11.2017

Heute schreibe ich darüber, wie sich die Library in der letzten Zeit verändert hat, welche neuen Aufgaben ich habe und dass Sebastian und ich nach 4 Monaten abwarten endlich unser Visum haben.

Seit meinen letzten Blogeintrag hat sich in der Library einiges verändert: Weihnachten steht vor der Tür und Sebastian und ich haben zusätzlich zum Computerunterricht nun die Aufgabe ein „Christmas Meeting“ für die Schülerinnen und Schüler zu organisieren. Jeder Schüler, der am „Christmas Meeting“ anwesend sein wird, kriegt ein Projekt. Je nach Klasse unterscheidet sich die Komplexität des Projekts. Klasse eins bis sieben lernt Gedichte auswendig. Hier sind die Themen sehr vielschichtig und reichen von Kinderrechten bis zu normalen Weihnachtsgedichten und Gedichten in anderen lokalen Sprachen, wie Kikaonde oder Bemba.
Klasse 8 und 9 bereiten Präsentationen vor. Manche Schüler die in den letzten Wochen massive Fortschritte mit der Arbeit an Computern gemacht haben, werden diese Präsentationen mit Microsoft Powerpoint halten. Andere machen normale Plakatpräsentationen. Die Themen werden hauptsächlich schulischen Inhalt besitzen. Aus diesem Grund werden manche ein mathematisches Problem beheben und andere naturwissenschaftliche oder geisteswissenschaftliche Themen behandeln. Auch die Prävention von HIV wird Präsentationsinhalt sein.
Schüler von Klasse 10-12 werden ein kurzes Theaterstück aufführen. Thema – wie könnte es anders sein – ist natürlich die Weihnachtsgeschichte.

Weihnachtsstress

Die Organisation dieses Meetings stellt Sebastian und mich vor einer großen Aufgabe, denn die Schüleranzahl ist im letzten Monat exponentiell gestiegen. Da es sich schnell herumgesprochen hat das zwei „Muzungus“ Computerunterricht geben, bringen viele ihre Freunde mit, die nicht im Sponsoring Programm sind. Wir haben uns gedacht so viele werden schon nicht kommen und haben das zugelassen. Jetzt haben wir 92 Schüler und die Library ist von Montag bis Freitag konstant mit mindestens 10 Leuten (Wir haben
nur 8 Computer) komplett ausgebucht. Erschwerend hinzu kommt, dass jetzt auch noch Schüler kommen um ihr „Christmas project“ vorzubereiten und dann manchmal über 30 Schüler auf einmal in der kleinen Library sind.

Zudem arbeiten Sebastian und momentan getrennt, sodass immer einer im Child Sponsorship ist und der andere alleine in der Library die Kinder betreut. Diese Arbeit ist momentan sehr anstrengend und wenn man dann nach der Arbeit zu hause ist möchte man eigentlich nur noch schlafen gehen. Obwohl diese Arbeit extrem fordernd ist, macht sie auch sehr viel Spaß und man kann spätestens nach einer Woche im Child Sponsorship Programm mit normaler Büroarbeit entspannen.

Da ist das Ding!!!

Nach weiteren zahlreichen besuchen im Zambischen Bürgeramt ist unser Visum nun endlich fertig. Sebastian und ich müssen nur noch nach Lusaka fahren und es am Hauptquartier abholen. Dies werden wir auch Anfang Dezember tun. Der Weg zum Visum wahr sehr schwer und hat hin und wieder viel Nerven gekostet. Vor allem bei unserem ersten Besuch in Lusaka, als uns gesagt wurde, wir seien schon einige Zeit illegal hier und das wir eventuell in Abschiebehaft kämen. Uns wurde empfohlen einfach nichts zu sagen, was wir auch getan haben. Nach kurzer Zeit konnten wir dann erleichtert aufatmen, denn unser Visum wurde dann trotz dieser Umstände bearbeitet. Nach 3 Monaten warten, erneuten Besuchen im Bürgeramt und vielen Diskussionen mit der für uns zuständigen Dame kam vor ein paar Tagen dann die erlösende Nachricht, dass unser Visum ENDLICH fertiggestellt ist.

Allgemein geht es mir immer noch sehr gut und ich bin sehr glücklich hier in Zambia. Zudem wird das Wetter auch zunehmend angenehmer, weil es hin und wieder regnet und die Temperatur wenigstens ein bißchen abkühlt. Ob unsere Organisation mit dem „Christmas Meeting“ erfolgreich war und wie ich über Nacht zum
Schlachter wurde erfahrt ihr im nächsten Blog.

23.10.2017

Muzungu im Education Office

Education Office

Nach meinem Einsatz bei ZEIP (Zambian Extractive Industrie Project) , wechselte ich gemeinsam mit Sebastian das Projekt und arbeite nun seit 1 ½ Monaten im Education Office.

Das Education Office arbeitet eng mit dem Child Sponsorship Programm zusammen. Die Aufgabe dieses Büros ist es Kindern, welche aus schwierigen familären Verhältnissen kommen, den Schulbesuch zu finanzieren. Anders als in Deutschland müssen die Schüler hier pro Semester einen bestimmten Geldbetrag an die jeweilige Schule überweisen. Für Schüler, die sich das nicht leisten können, übernimmt das Education Office die Begleichung der Rechnungen. Eine meiner Aufgabe besteht darin, das Geld, welches die Schüler benötigen, bei der Bank an die jeweiligen Schulen zu überweisen. Zudem bietet das Education Office Computerunterricht für alle Schüler an, die unter dem Sponsorenprogramm der Diözese stehen.

Sebastian und ich geben jeden Tag Computerunterricht in der Bücherei der Caritas und unterrichten momentan insgesamt 46 Schüler mit einem Durchschnittsalter von 14,6 Jahren. Wir bringen den Schülern erst die Basics bei und beschäftigen uns dann mit Anwendungen wie Microsoft Word, Powerpoint, Excel, etc. Außerdem versuchen wir die Schüler auch in anderen Fächern zu unterstützen. Wenn vereinzelte Schüler Schwierigkeiten mit Mathematik, Französisch, Biologie oder anderen Fächern haben, geben wir Nachhilfeunterricht, wobei ich mich mehr um Mathematik kümmere und Sebastian mehr um Französisch. Die Kinder, mit denen wir arbeiten, stammen, wie schon erwähnt, aus schwierigen familiären Verhältnissen. Viele von ihnen sind Halbwaisen oder Waisen, manche sind Straßenkinder und andere haben Eltern, welche keine Arbeit haben und deshalb über ein maximales monatliches Einkommen von ca. 12 Euro verfügen. Mit diesem Gehalt müssen diese Familien dann eine achtköpfige Familie ernähren. Als ob das noch nicht schlimm genug ist, gibt es ausländische Minenarbeiter (unter anderem auch Deutsche) die 100 US Dollar pro Stunde verdienen. Das bedeutet, dass ein Minenarbeiter ungefähr eineinhalb Stunden mit seinem schicken Auto fahren muss, um das zu verdienen, was eine achtöpfige Familie im ganzen Jahr zur Verfügung hat. Die Kinder sind jedoch keinesfalls deprimiert oder traurig, dass sie aus diesen Familien stammen. Sie sind extrem dankbar und deutlich glücklicher als viele Menschen, die man in Deutschland trifft. Insgesamt scheinen biele Menschen hier deutlich hilfsbereiter, freundlicher und fröhlicher zu sein als viele Menschen in Deutschland.

Mein Leben in Zambia

Die Zeit hier in Zambia vergeht meines Erachtens viel zu schnell. Die Wochen hier vergehen wie im Fluge, vor allem seit ich im Education Office arbeite. Ich arbeite montags bis freitags von 8:00- 17:00 Uhr. Am Wochenende habe ich dann Zeit, mich mit Freunden zu treffen, hin und wieder zu feiern und auf dem Basketball Platz direkt an unserem Wohnort ein wenig Sport zu betreiben. Heimweh verspüre ich noch überhaupt nicht. Natürlich fehlen einem hin und wieder Sachen wie eine Waschmaschine oder vernünftiges Brot. Was mich hier etwas stört, ist die viele Aufmerksamkeit, die man hier erhält. Als Weißer fällt man einfach auf. Wenn Sebastian und ich auf der Straße unterwegs sind, wollen viele mit uns reden, manch anderer schreit einfach Muzungu (Weißer) zu uns und nochmal andere machen Komentare wie „Oh Muzungu!! Benutzt du heute nicht das Flugzeug?“ Das liegt daran, dass viele nicht  gewöhnt sind, dass Weiße zur Arbeit laufen oder mit dem Fahrrad fahren. Diese Kommentare stören mich ein bisschen, aber es wird besser, je öfter die Menschen uns sehen. Und allgemein spricht es sich sehr schnell herum, dass zwei Weiße jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Ich weiß noch nicht, über was ich im nächsten Blog berichten werde, deshalb macht mein „Standard Ende“ hier keinen Sinn. Aus diesem Grunde sage ich einfach nur: „Bis zum nächsten Mal.“

21.9.2017

Minenbesuch und Education Office

Wie im letzten Blogeintrag beschrieben, wechsele ich jeden Monat das Büro und damit auch das Projekt in der Diözese. Da ich im August mit dem Youth- Office zusammenarbeitete, sollte ich während dem Monat September im „Zambia Extractive Industries Project“ (ZEIP) arbeiten. Mehr über den Arbeitsinhalt von ZEIP ist sowie einen spannenden Ausflug zu einer Mine und dem Wechsel in ein anderes Projekt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Mine in Sambia

Mine in Sambia

Zambia Extractive Industries Project

Das Büro ZEIP beschäftigt sich hauptsächlich mit den vielen Minen in der gesamten North-Western Province. Die Arbeiter von ZEIP fahren in die umliegenden Gebiete der Minen und versuchen die Kommunen zu aktivieren, gegen die Ausbeutung in den Minen zu demonstrieren. Außerdem machen sie auf die Umweltverschmutzung und die Zerstörung des Ökosystems aufmerksam. Hier geht es nicht ausschließlich um die Minen selbst als Umweltzerstörer, sondern auch um die Abholzung großer Wälder. Da die Mitarbeiter von ZEIP sehr oft Einsätze außerhalb Solwezis haben und ich nicht immer mitfahren kann, konnte ich in diesem Projekt nicht selbst aktiv werden. Deshalb einigte ich mich mit meinem Mentor Father Albert, dass mein weitere Einsatz im Education Office stattfinden sollte. Sollte ZEIP einen interessanten Einsatz planen, kann ich jedoch jederzeit weiterhin teilnehmen. So kam es, dass ich wenige Tage später bei einer Führung durch die Lumwana-Mine, 80 km außerhalb von Solwezi gelegen, teilnehmen durfte.

Der Minenausflug

Die Minen bauen hier hauptsächlich Kupfer ab. Es gibt jedoch auch Nebenprodukte wie Gold, Diamanten und Uran. Da die Minen aber nur die Lizenz haben Kupfer abzubauen, verschweigen viele südafrikanische Minenbesitzer die Existenz dieser Edelmetalle. Interessanterweise hebt einmal die Woche ein Flugzeug in Solwezi ab, welches direkt nach Südafrika fliegt. Es wir davon ausgegangen, dass in diesem Flugzeug die wertvollen „Nebenprodukte“ aus dem Land geflogen werden. Bei unserem sehr interessanten Minenbesuch hoffte ich, mehr von diesen Geschäften zu erfahren. Die Führung in der Mine war jedoch sehr gut von den Arbeitern durchplant , sodass wir nur die schönen Seiten zu Gesicht bekamen. Die Existenz von Gold und Diamanten wurde  verleugnet. Nachdem uns eine sehr schöne kleine Siedlung gezegit wurde, wo angeblich alle Mitarbeiter leben, hörten wir uns verschiedene Präsentationen über den Erfolg und die guten Arbeitsbedingungen der Mine an. Danach ging es wieder zurück nach Solwezi und wir überlegten gemeinsam, welchen WAhrheitsgehalt die Berichte haben, die wir heute gehört hatten.

Education Office

Wie zuvor beschriebe, arbeitete ich in diesem Monat hauptsächlich im Education Office. Hier ist es meine Aufgabe Computerstunden für Kinder von 8-18 Jahren vorzubereiten. Aber es kommen manchmal auch 30-jährige Erwachsene vorbei, die noch nie an einem Computer gearbeitet haben. Auch viele Kinder hatten bisher noch keinen Kontakt mit Computern, weshalb man oft bei den Basics beginnen muss. Dieser Unterricht bereitet mir sehr viel Freude und es macht Spaß den Fortschritt der Kinder zu beobachten. Im nächsten Blog erfahrt ihr mehr über die Arbeit im Education Office und über das alltägliche Leben im extrem heißen Sambia.

30.08.2017

Die wackligste Hängebrücke der Welt

Meine ersten Arbeitswochen in Solwezi waren schon sehr ereignisreich. Die herausforderndste Autofahrt meines Lebens führte mich in das weit entfernte Sambesi. Außerdem erlebte ich erstmals einen Kulturschock während des Diocesan Youth Day (DYD). In diesem Blog erfahrt ihr, was Inhalt meiner Arbeit ist und erhaltet Informationen zu der Stadt Sambezi. Nachdem mir alle Büros gezeigt wurden (siehe meinen Beitrag vom 28.8.), wurde uns ein Arbeitsplan für die nächsten Wochen überreicht. Der Arbeitsplan beinhaltet sehr viele verschiedene Programme. Sebastian und ich arbeiten jeden Monat in einem anderen Projekt. So kam es,  dass ich im Monat August im „Diocesan Youth Office“ (DYO) arbeitete. Sebastian arbeitete im „Child Sponsorship Program“ (CSP), indem ich im November dann eingesetzt werde.

Meine Arbeit im DYO

In diesem Monat drehte sich alles um den DYD, den Diocesan Youth Day, welcher im 600 km entfernten Sambezi stattfinden sollte. Meine Aufgabe war es in der Planung zu unterstützen. Ich half zum Beispiel den Essensplan zu entwerfen und verschiedene Dinge einzukaufen. Zudem musste ich das Programm für das fünftägige Event am Computer formatieren. Im allgemeinen befasst sich das DYO mit der Planung von verschieden Events der Diözese Solwezi. Diese Planung nehmen dann freiwillig arbeitende Jugendliche in die Hand.

Der DYD

Bevor ich erkläre, was der DYD überhaupt ist, möchte ich euch kurz erklären, wie wir nach Sambesi gereist sind. Insgesamt waren wir 22 Team-Mitglieder, die auf einen Landcruiser (8 Sitze) und einen Pickup (3 Sitze) verteilt werden mussten. Zudem hatte jeder eine Tasche mit Klamotten für eine Woche dabei. Damit wir auch alle weich schlafen konnten, haben wir auch diverse Matratzenmitgenommen. Und das Essen und Trinken, welches fünf Tage für über 1000 hungrige Jugendliche ausreichen sollte, musste auch noch verstaut werden. Sebastian und ich haben, als wir die Unmengen von Essen gesehen haben, gedacht, dass es vielleicht eng werden könnte. Diese Annahme wurde dann auch bestätigt, als wir mit 15 gut gelaunten Kollegen im Auto 600km dann Richtung Sambezi starteten.

Der DYD ähnelt dem Weltjugendtag der katholischen Kirche. Nur das dieser Youth Day natürlich deutlich kleiner ist und „nur“ Menschen aus der North Western Province Sambias eingeladen werden. Zudem besucht nicht der Papst das Event, sondern der Bischof. Das Programm für die über 1000 angereisten Jugendlichen reichte von Fußballturnieren bis zu
Poetryslam und kulturellen Tänzen und Messen. Meine Aufgabe vor und nach dem DYD bestand im Aufbau und Abbau. Während dieses Ereignisses durften Sebastian und ich die Tage vollends genießen und in die uns oft noch sehr fremde Kultur eintauchen.

Chiningi Bridge

Neben dem DYD konnte ich mir auch einen Eindruck von der Stadt und dem gleichnamigen Fluss machen. Außer zum riesigen Strand in Sambezi und dem Wasserfall in Chavuma, fuhren wir noch zur Chiningi Bridge, eine alte Hängebrücke, die über den größten Fluss Sambias führt. Diese Hängebrücke wurde uns zuvor als sehr wackelig beschrieben und manche sagten, dass sogar „gestandene Männer“ auf dieser Brücke anfangen zu weinen. Weinen musste ich nicht, aber es war trotzdem eine sehr schöne Erfahrung diese Brücke zu überqueren. Nach 7 sehr bereichernden Tagen in Sambezi fuhren wir wieder zurück nach Solwezi.

In welchem Projekt ich im September arbeite, erfahrt ihr im nächsten Eintrag.

28.08.2017

Meine ersten Wochen in Sambia

Die ersten Tage im wunderschönen Sambia sind nun vorbei, und ich habe schon so viel erlebt. Von einer 13 Stunden Autofahrt über die schlecht ausgebauten und staubigen Straßen Sambias bis zu einer wackligen Hängebrücke über den großen Fluss Sambesi (nächster Blog). Aber beginnen wir von Anfang an.

Mein Start in 10 Monate Freiwilligendienst

St. Kizito Pastoral Centre in Solwezi/Sambia

St. Kizito Pastoral Centre in Solwezi/Sambia

Am 03. August 2017 begann am Hamburger Flughafen das größte Abenteuer meines Lebens. Meine Reise sollte in das weit entfernte Solwezi im Norden Sambias gehen. In Dubai traf ich dann auf meinen Mitfreiwilligen Sebastian, mit dem ich dann meine Reise nach Lusaka (Hauptstadt Sambias) fortsetzte. Am Flughafen holte uns unser Mentor Father Albert Sakala ab und brachte uns ins Kapingila Guest House, wo wir unsere erste Nacht in Sambia verbrachten. Am nächsten morgen wurden wir dann zum ersten Mal mit der „African Time“ konfrontiert. Am Vorabend hatten wir mit Fr. Albert ausgemacht, dass wir uns um 06:00 Uhr morgens vor dem Guest Hous treffen, um die lange Autofahrt nach Solwezi anzutreten. Typisch deutsch standen Sebastian und ich um 05:58 Uhr mit gepackten Koffern und abfahrtbereit vor dem Guest House. Als Fr. Albert dann um 07.30 Uhr hervorragend gelaunt mit zwei Kollegen endlich zum Guest House kam, wusste ich, dass das nicht das letzte Mal sein wird, das wir Probleme mit der unterschiedlichen Zeitwahrnehmung bekommen werden.

Danach begann eine 13 Stunden lange Autofahrt über Stock und Stein in das 750 km entfernte Solwezi. (Die Straßen in Sambia sind teilweise sehr schlecht und manchmal nur mit Geländewagen befahrbar. Züge gibt es nur ganz wenige, deshalb nutzen viele Einheimische den Bus.) Auch wenn die Fahrt sehr anstrengend war, haben wir viel vom Land gesehen und erste Eindrücke gesammelt.

Ankunft in Solwezi

Angekommen in Solwezi lernten Sebastian und ich die Fathers und Seminaristen kennen, mit denen wir die nächsten 10 Monate im St. Kizito Pastoral Center leben werden. Am gleichen Abend aß ich zum ersten mal NShima. NShima ist ein fester Maisbrei der zum Mittag- und Abendessen zu verschiedenen Beilagen serviert wird. Obwohl diese Ernährung für uns ziemlich einseitig klingt, können sich viele Sambianer eine Mahlzeit ohne den geliebten Brei nicht vorstellen.

Nach zwei Ruhetagen sind Sebastian und ich zum ersten Mal zu unserer Arbeit, den Diocese Offices, gefahren. Hier wurden uns alle Büros gezeigt, zudem die Radiostation der Diözese und wir lernten den Bischof kennen. Außerdem wurde uns erklärt, wie die nächsten 10 Monate unsere Arbeit aussehen wird. Wie diese genau aussieht, erfahrt ihr im nächsten Blog.


Mehr Informationen…

… zum MISEREOR-Freiwilligendienst findest du unter www.misereor.de/freiwilligendienst >
… zum Freiwilligendienst erhältst du in unserem Freiwilligendienst-Newsletter >

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Autor:

Paul verbrachte seinen zehnmonatigen Freiwilligendienst in Solwezi/Sambia und arbeitet dort mit Waisen- und benachteiligten Kindern.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Lieber Paul,
    danke, dass du uns die 10 Monate über mit Infos versorgt hast. Ich habe deine Einträge gerne gelesen. Kaum zu glauben, dass die Zeit jetzt schon wieder vorbei ist und ihr demnächst zum Rückkehrerseminar in Aachen seid. Wünsche dir bis dahin noch eine gute Zeit. Und eine erfolgreiche Farewell Party :-)))
    LG, Uta

  2. Lieber Paul,
    zu deinem Weihnachtsblog fällt mir nur das Sprichwort „Manchmal kommt es anders, als man denkt.“ ein. Naja. Ihr bzw. du habt euch viel Arbeit mit der Vorbereitung gemacht und es hat doch auch irgendwie geklappt. Und wie du selbst schreibst, hat es dir doch eine wichtige Einsicht vermittelt …
    Dass du ein Huhn geschlachtet hast, alle Achtung!!! Ich teile zwar deine Meinung, dass es eine wichtige Erfahrung ist, die man vor Ort machen kann, aber ich hätte mich das glaube ich nicht getraut. Schon gar keine Ziege, da habe ich volles Verständnis :-)))
    LG aus Aachen, Uta

  3. Lieber Paul,
    schön zu lesen, dass du mittlerweile im Education Office angekommen bist. An dessen jetzigem Unterricht, vor allem mit den PC’s, waren unsere ersten beiden Freiwilligengenerationen maßgeblich beteiligt. Toll, dass das weiterhin so gut läuft und beiden Seiten viel Spaß macht.
    LG, Uta

  4. Liebe Uta,
    Ja ich erinner mich noch an dich von den Auswahltagen. Jetzt habe ich endlich mal nicht vergessen auf die Kommentare zu antworten.

    Die haben das mit der Mine gemacht weil alle Arbeiter von der Diözese mitgekommen sind. Da die Diözese in ihrem Radio und mit Broschüren über solche Dinge direkt berichten kann will die Mine natürlich nicht das ein schlechter eindruck entsteht. Die Diözese hat hier einen großen Einfluss.

    Liebe Grüße Paul

  5. Lieber Paul,
    ein interessanter Bericht über den Besuch der Mine. Klar, dass die da nur die „schönen“ Seiten zeigen. Das machen die bei RWE etc auch, wenn man ein Kraftwerk besichtigt. OK, der Vergleich hinkt etwas, aber die Richtung ist die gleiche. Frage mich nur, für wen die so viel Aufwand betreiben. Ich meine, das glaubt doch eh keiner, oder etwa doch???
    Schade, dass es keine Möglichkeit für kritische Rückfragen gab …
    LG, Uta

  6. Lieber Paul,
    vielleicht erinnerst du dich noch an mich. Auswahltage??? Da war ich dabei …
    Danke für deine beiden schönen Einträge. Man erfährt viel über den Freiwilligendienst und seine Herausforderungen. Ich bin mit Regina auch in Solwezi gewesen und kann mich noch gut an die Fahrt erinnern :-))) Tja, und Nshima. Da müssen alle durch. Du bist nicht der erste und sicherlich auch nicht der letzte Freiwillige, der darüber schreibt. Das gleiche gilt für die German and African Time … Nehmt es an und lernt von den Afrikanern. Die lassen sich so schnell von nichts aus der Ruhe bringen. Schon gar nicht von einer Uhr …
    LG aus Aachen, Uta

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