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Patricias Freiwilligendienst in Malawi

Begegnung mit einem Elefanten

Nach langen und anstrengenden Flügen sind wir endlich hier in Malawi- the warm heart of africa. Am Flughafen in Lilongwe werde wir von Yona, unserem Fahrer, freundlich begrüßt. Dann beginnt auch schon die achtstündige Autofahrt nach Karonga. Dabei komme ich mit Yona schnell ins Gespräch. Er erzählt mir viel über die Kultur und das Leben in Malawi. Plötzlich zeigt er auf ein Gebirge und erklärt, dass die Menschen den Felsen als Elefantenberg bezeichnen. Jetzt erst erkenne ich die Umrisse von dem Tier. Erkennt ihr den Elefanten auch?

Unsere Aussicht auf den Elefantenberg

Ich hatte eigentlich einen echten Elefanten erwartet, doch das Gebirge sieht auch sehr beeinduckend aus. Also frage ich Yona, wie seine erste Begegnung mit einem Elefanten war, doch er lacht nur. Ich bekomme zu verstehen, dass nur die wenigsten Malawier einen Elefanten zu Gesicht bekommen. Inzwischen halten sich die meisten Tiere in Nationalparks auf und so gut wie keine in freier Wildbahn. Was für ein komisches Bild in meinem Kopf. Aber genau dafür bin ich hier, um über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Erste Impressionen

Während der gesamten Fahrt schaue ich immer mal wieder gebannt aus dem Fenster. An mir zieht eine unbeschreiblich schöne Landschaft vorbei. Die Frauen tragen Körbe auf den Köpfen, unzählige Menschen transportieren Säcke auf Fahrrädern und Ziegen, Kühe oder Hühner laufen über die Straße. Die malawische Musik erklingt leise im Hintergrund und ich bekomme das Grinsen nicht aus meinem Gesicht. Endlich bin ich hier.

Bei stockdunkler Nacht erreichen wir gegen 19 Uhr das lusubilo Gelände. Wir werden von Sister Magdalena Moringa herzlich empfangen. (Name nicht geändert) Sie erklärt uns, dass lusubilo übersetzt Hoffnung bedeutet und von Sister Beatrice (Name nicht geändert) gegründet wurde, um Waisen von der Straße zu holen. Eine sehr schöne und passende Namenswahl wie ich finde. Anschließend zeigt sie uns unsere Unterkunft für die nächsten 10 Monate, welche sich im Bereich des Waisenheims befindet.  

Vor unserer ersten Nacht in der neuen Umgebung dürfen wir bei den Sisters zu Abend essen. Es gibt Nsima, das Nationalgericht in Malawi. Es besteht aus Maismehl und Wasser und kann somit vielseitig variiert werden. Sehr lecker!

Kirche in Malawi wird zur ungewöhnlichen Erfahrung

Schon am nächsten Morgen besuchen wir zum ersten Mal die englische Messe. Sister Moringa hat uns darauf hingewiesen, dass wir einen langen Rock/ oder Kleid und schulterbedeckte T-Shirts tragen sollen. Als wir ankommen, ist die Kirche schon gefüllt. Ich setze mich mit meiner Mitfreiwilligen Cara und Sister Moringa auf die rechte Seite. Hier ist es nämlich üblich, dass Frauen und Männer getrennt sitzen. Als die Messe beginnt, erklingt ein wunderschöner Chor aus den ersten Reihen. Während der Prozession bekomme ich viele neugierige Blicke zugeworfen und merke, dass ich trotz angemessener Kleidung heraussteche. Es ist eine ungewohnte Erfahrung für mich, aber daran werde ich mich gewöhnen müssen.

,,Don´t feel home. Be home!“

In den darauffolgenden Tagen werden wir viel herumgeführt und ich bekomme so einen besseren Einblick in die Projekte der Diözese Karonga. Jeden Tag lernen wir viele Menschen und auch neue Wörter auf Chitumbuka kennen. Die Freude bei den Einheimischen ist immer riesig, wenn ich sie auf Chitumbuka begrüßen kann. Die ersten Wörter, die ich lerne, sind: „mauka“ (Guten Morgen) und „mwatandala makora“. (Guten Tag/Abend)

Mit unseren neuen lusubilo shirts fühlen wir uns immer mehr ,,home“.
Vielleicht können wir ja schon bald behaupten, dass wir hier Zuhause sind. 😉

Egal wo ich neue Leute kennenlerne, ich werde immer warmherzig begrüßt. So hatte ich auch eine schöne Begegnung mit Gerard – einem Mitarbeiter in der Diözese. Bei der Begrüßung reichte er mir die Hand und meinte nur: ,,Don´t feel home. Be home!“

Ich bin so gespannt auf die kommende Zeit und darauf, mehr über die Kultur zu erfahren. In Malawi ist es so bunt, so unterschiedlich, so anders, so schön!

Autor:

Patricia

Patricia Haibt macht ihren Freiwilligendienst in Malawi, bei der Diözese in Karonga. Sie arbeitet im Kinderheim des Lusobilo Projekts mit.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Patricia,
    Mega, wie anders es bei dir ist. Du bist seit dem 24 September in Malawi richtig? Wie ist die Arbeit im Kinderheim? Ich würde mich freuen mehr von euch zu lesen.
    Alles gute aus Cochabamba von
    Martin 🙂

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