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„Gib Frieden“: Eröffnung der Fastenaktion 2020

Mit der diesjährigen Fastenaktion richtet MISEREOR den Fokus auf den Krieg in Syrien und die Auswirkungen auf das Nachbarland Libanon. Unter dem Leitwort „Gib Frieden“ stellt MISEREOR in der Fastenaktion Partnerorganisationen vor, die in dieser Region Not lindern und sich für ein friedliches Miteinander einsetzen.

Die Eröffnung der Fastenaktion findet in diesem Jahr gemeinsam mit dem Bistum Erfurt statt. Einige Einblicke in die Eröffnungsaktivitäten vor Ort.


Pressekonferenz zur
Eröffnung der Fastenaktion

„Wir Menschen leben in der ‚Einen Welt‘. Es sollte Solidarität auf unserer Fahne stehen, nicht Entsolidarisierung“, appellierte Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von MISEREOR bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Fastenaktion.

Heba Al Basha, Landesdirektorin des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten in Erfurt und MISEREOR-Partnerin aus dem Libanon dankte MISEREOR für die Unterstützung: „MISEREOR hilft uns den Menschen aus Syrien zu helfen, die Zuflucht im Libanon suchen, um ihnen einen Weg in die Zukunft zu zeigen.“


Trommelreise mit Kitakindern
nach Afrika

Markus Hoffmeister und seine Trommeln nahmen bei der Solibrot-Trommelreise zahlreiche Kinder aus Erfurter Kindertagesstätten musikalisch und szenisch mit auf eine Phantasiereise in ein afrikanisches MISEREOR-Projekt. Auch MISEREOR-Chef Pirmin Spiegel, Projektpartnerin Heba El Basha aus dem Libanon und der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit dem Kita-Kindern zu trommeln. Mehr zur Trommelreise erfahren >


MISEREOR-Gäste vor Ort

„Wir sind in Deutschland, um Brücken zu bauen und auf die Situation in Syrien und im Libanon aufmerksam zu machen“, meinte Heba al Basha, MISEREOR-Aktionsgast von Flüchtlingsdienst der Jesuiten in Beirut. Erzählen, Fragen beantworten, sich austauschen – die MISEREOR-Partner konnten auf zahlreichen Begegnungen mit beispielsweise dem Eine-Welt-Netzwerk Thüringen in Jena, dem Café Vielfalt in Heiligenstadt oder bei der Caritas die Lage in ihrer Heimat den Menschen im Bistum Thüringen etwas näherzubringen. Wie ist die Situation in Syrien tatsächlich? Wie funktioniert das Zusammenleben der syrischen Flüchtlinge und den Libanes*innen? Was passiert mit den Kindern, die seit beinahe einem Jahrzehnt nicht mehr richtig zur Schule gehen können? Die Antworten und das Engagement der MISEREOR-Gäste beeindruckten viele der Anwesenden: „Wenn ich höre, wie das Zusammenleben im Libanon funktioniert, schäme ich mich ein wenig. Wir in Deutschland müssten dies viel besser hinbekommen.“


BDKJ/MISEREOR Jugendaktion

Ein Wochenende lang setzten sich Jugendliche in Erfurt mit dem Thema der Jugendaktion 2020 auseinandersetzen. Im Mittelpunkt des Seminars standen Gespräche mit NGO-Mitarbeiterinnen aus dem Libanon, Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Geschichte, Diskussionen mit Friedensforscherinnnen und -forschern.

So berichtete unter anderem Schwester Antoinette Assaf, Direktorin eines Gemeinde-Gesundheitszentrums in Beirut, über ihre Arbeit und die Situation im Libanon. Bis vor wenigen Jahren war der Libanon noch von syrischen Streitkräften besetzt. „Einige Menschen haben dort deshalb große Vorbehalten gegenüber den syrischen Flüchtlingen“, berichtet Schwester Antoinette, „Ziel unserer Arbeit ist es unter anderem, dass die Menschen einander kennenlernen, sich begegnen. Häufig fängt dieser Prozess mit einem gemeinsamen Kaffee an, bei dem man schnell feststellt, dass die Probleme im Alltag dieselben sind.“


Hungertuchwallfahrt von
Köln nach Erfurt

Über mehrere Tage wurde das Hungertuch von Köln auch durch Deutschland zum Eröffnungsort der diesjährigen Fastenaktion in Erfurt getragen. Insgesamt legten die Wallfahrerinnen und Wallfahrer 350 Kilometer zurück, die sie über Gebirge und Schneetreiben hin nach Erfurt führten. Nach vielen Begegnungen in Gemeinden und Ortschaften führte die Wallfahrer die letzte Station in die historische St. Lorenz-Kirche in Erfurt: Dort fanden seit 1978 ökumenische Friedensgebete statt, die auch nach der deutschen Wiedervereinigung weiter fortgeführt werden. Frieden – auch heute ist es noch etwas, für das wir einstehen müssen, findet der Hungertuch-Wallfahrer Heinz Vogt: „Das Leitwort der MISEREOR-Jahresaktion, ‚Gib Frieden!‘, ist unheimlich wichtig für uns, für die Menschen in zum Beispiel Idlib und überall sonst auf der Welt, wo Unfriede herrscht und die Bevölkerung leiden muss. Ich möchte durch die Wallfahrt auf die Projekte und Arbeit von MISEREOR aufmerksam machen.“

Über die Autorinnen: Jana Echterhoff und Julia Frielinghausen arbeiten in der Abteilung Kommunikation bei MISEREOR.


Mehr zur Fastenaktion…

unter www.misereor.de/fastenaktion

Autor:

Gast-Autorinnen und -Autoren im MISEREOR-Blog.

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