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„Kura herini – Geh mit Glück“

In Sambia, Tansania, Ruanda, Indien, Thailand und auf den Philippinen waren sie, die MISEREOR-Freiwilligen. Zehn oder elf Monate haben sie in MISEREOR-Projekten ihren Freiwilligendienst gemacht. Nun sind sie zurück, voller Eindrücke, Emotionen und Erinnerungen. Einen kleinen Einblick in ihr Jahr gaben sie auf dem Rückkehrerseminar.

Zurück in Deutschland - die MISEREOR Freiwilligen 2011

Zurück in Deutschland – die MISEREOR- Freiwilligen 2011

Immer wieder schleichen sich bei Carla Bürger englische Ausdrücke in ihre Erzählungen.  Mit 20 bis 25 Girls hat sie zusammen mit Lea Kotzerke in einem Kinderheim in Tansania gelebt. „Am Anfang war es nicht einfach seinen Platz zu finden, wir sind viel mitgelaufen und haben viel gefragt “, erklärt Carla.  Doch dann nach einigen Wochen fanden sie ihren Platz: Bunte Angebote für die Kinder. Perlenketten wurden aufgezogen und Sterne aus Papier gefaltet. „Die Kinder haben sich darin total verloren“, schwärmt Lea. Das Highlight: Plätzchen backen ohne Ofen! In einem Topf aufgefüllt mit Sand über dem Feuer. Funktioniert! „Es dauert nur länger, einen ganzen Tag“, so Lea.

Auch Milan Allinger arbeitete mit Kindern. Allerdings in Sambia.  Gemeinsam mit Johanna Freistühler war er in einer Schule  der Diözese Solwezi für Kinder, die aus sehr armen Verhältnissen kommen und kein Schulgeld zahlen müssen.  „Wenn Kinder gesagt haben: Ich kann nicht beim Sport mitmachen, ich habe Hunger! Dann war ich manchmal auch hilflos“, sagt Milan.  Prägende Erfahrungen mit den Realitäten vor Ort haben sie alle gemacht.  Leo Rupp war im Straßenkinderprojekt Butterflies in Delhi. An so genannten „Contact Points“ an der Straße, auf dem Markt oder einer Bahnstation begleitete er die Streetworker, die dort die Straßenkindern unterrichten und mit ihnen arbeiten. Ein Sportprogramm hat er sich überlegt. Vor allem die Mädchen waren begeistert von Fußball. „Im März bei 40 Grad hätte ich nie gedacht, dass sie spielen wollen. Ich wollte das Training ausfallen lassen“, lacht Leo. Doch die Mädchen beharrten auf ihr Training.

‚Laudato Si‘ in Ruanda

„Die besonders schönen Momente waren für mich, bei den Menschen in ihren Häusern zu sein“, sagt Laura Hornig,  „es war ein schwieriger Weg bis dahin.“ Lange dauerte es bis sich die Menschen im Flüchtlingscamp an der thailändisch-myanmarischen Grenze öffneten. Probleme mit der Stammessprache, eine Ausländerin im Flüchtlingslager, die kommt und geht – „All das war für die Menschen sehr ungewohnt.“  Doch das Eis konnte sie brechen. „Ich bin gerührt von den Anrufen, die ich manchmal in Deutschland bekomme. Die Gespräche dauern 40 Sekunden und dann fehlen uns die Worte“, erzählt sie. Laura weiß, dass ihre Freunde für die Anrufe extra auf einen Berg klettern müssen, denn im Camp gibt es weder Handyempfang noch Internet.

Auf den Philippinen merkte Simon Mertens schnell, dass Computerunterricht nicht dasselbe ist wie in Deutschland. „Ich bin ziemlich blauäugig gestartet, denn ein einfacher Mausclick war für die Jungs keine Selbstverständlichkeit“, erzählt er.  Simon und Jule Doersch arbeiteten beim MISEREOR-Partner PREDA, der ehemalige Gefängniskinder in einem Ausbildungszentrum und Heim unterstützt. Für die Theatergruppe übersetzen sie ein Stück ins Deutsche.  „Besonders das Üben von Ä und Ö war eine große Herausforderung aber sooo schön!“, erzählt Simon.

Die deutsche Sprache übten auch die Kinder im Chor bei Vision Jeunesse Nouvelle (VJN) in Ruanda. Sigurd Rothe brachte ihnen den Kirchengassenhauer ‚Laudato Si‘  bei. „Es hat ihnen gut gefallen, nur kam noch mein Schwäbisch dazu…“ – dann wurde es etwas kompliziert.  Auch Ronja Böhm war bei VJN. Mit viel Gestik versuchte sie Jugendlichen in der Ausbildung Englisch beizubringen.  Mit Blick auf das Jahr denkt Ronja an den „Lebensmut und die Freude der Menschen“ in Ruanda.  „Sich mehr Zeit für Freunde zu nehmen, Leute einladen und mal spontan bei Bekannten vorbei zu schauen“, dass möchte Sigurd sich auch in Deutschland bewahren.

Mehr Informationen zum Freiwilligendienst bei MISEREOR gibt es auf unserer Website.

Autor:

Annika Sophie Duhn arbeitet als Bildungsreferentin bei MISEREOR.

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