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MISEREOR-Freiwillige zurück in Deutschland

Mit einem Schatz an Erfahrungen sind die 14 Freiwilligen aus den MISEREOR-Projekten in Thailand, Kambodscha, Indien, Ruanda, Mexiko, Tansania und den Philippinen zurückgekehrt. Auf dem Rückkehrerseminar gaben sie einen kleinen Einblick in ihr Jahr.

MISEREOR-Freiwilligen 2012.

Gesund und munter zurück: Die MISEREOR-Freiwilligen 2012.

„Mit meinen deutschen Wanderschuhen fühlte ich mich gut gerüstet für die schlammigen Wege während der Regenzeit. Aber ich habe schnell erkannt: Es macht Sinn wie alle anderen Flipflops zu nehmen, denn die kann man später einfach absprühen“, erzählt Katharina Koller schmunzelnd. Sie arbeitete in einem Migrationszentrum in Bangkok.

„Creative Teacher“ nannte man sie dort. So brachte sie den Jugendlichen Blockflöte bei oder gab Flüchtlingen, die bald in die Niederlande gehen können, Sprachunterricht.

Auch Annapia Debarry, Martina Schindler und Melanie Hastreiter waren in Thailand. In Flüchtlingscamps an der thailändisch-myanmarischen Grenze unterstützten sie die Organisationen vor Ort. „Meine Lieblingsaufgabe war die Familien zu besuchen, zu fragen was man verbessern kann“, erzählt Annapia. „Viele Menschen leben seit 20 Jahre dort, für sie ist es Heimat und Zuhause!“ Doch mit der Hoffnungslosigkeit umzugehen, ist nicht immer so einfach. „Daher war es so wichtig, die Jugendlichen zu motivieren“, so Martina. Sie konnten über einen gewissen Zeitraum ihre eigenen Ideen in Projekte umsetzen. Zum Beispiel eine Fischzucht aufbauen oder ein Müll-Recyclingprojekt entwickeln.

Walzer tanzen in Tansania

Dorothea Harles und Mallen Riebsamen arbeiteten in einem Kinderheim in Tansania. Kuchen backen nach deutschen Rezepten und den Damen Walzer tanzen beizubringen, waren ihre Highlights. Auch bei Vision Jeunesse Nouvelle (VJN) in Ruanda war Völkerverständigung durch Musik wunderbar möglich. Anna Bartmann sang mit im Orchester und Inga Maercker tanzte mit den Jugendlichen.

Auf den Philippinen waren Luca Bücken und Tobias Grummel beim MISEREOR-Partner PREDA. In einem Ausbildungszentrum und Heim werden ehemalige Gefängniskinder dabei unterstützt, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Die beiden begleiteten das Team auch bei ihren Besuchen in den Gefängnissen. „Die Arbeit war emotional nicht immer leicht. Die Kinder sitzen in kleinen, überfüllten Zellen, zusammen mit Älteren und bekommen nur wenig zu essen. Missbrauch ist an der Tagesordnung“, erzählt Luca. Kommunikation durch Gitterstäbe. „Trotzdem haben wir versucht einfach normal mit ihnen zu sprechen“, erzählt Tobias.

In Mexiko engagierte sich Marie-Kathrin Siemer in der Menschenrechtsorganisation “Tlachinollan“. Das sie abends nicht mehr allein auf die Straße gehen konnte, weil es zu gefährlich war, war für sie eine prägende Herausforderung.

Spielen ohne Sorgen

Philipp Noack war im Straßenkinderprojekt Butterflies in Delhi. Er begleitete die Streetworker zu den so genannten „Contact Points“. Anlaufstellen für die Sorgen und Nöte der Straßenkinder, aber auch Orte für den Schulunterricht. Philipp hat selber Unterrichtsmaterialen für Englisch und Mathe entwickelt – mit laminierten Karten können die Kinder nun auch eigenständig lernen. Einmal im Monat gibt es den Sportsday. Für Philipp ein wichtiger Tag. „Für uns bei den Butterflies ist es schon ein Erfolg, wenn ein Neunjähriger eine Stunde lang einfach nur spielen kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen“, erklärt er. Mit Kindern arbeiteten auch Samira Windeck und Charlotte Irmen in Kambodscha. Sie gründeten eine Tanzgruppe für Hip Hop und traditionelle Tänze.

Dankbar und erfüllt sind sie alle für ihre Erfahrungen in den MISEREOR-Projekten und die große Gastfreundschaft der Menschen. Mehr Informationen zum MISEREOR-Freiwilligendienst gibt es auf unserer Website.

Autor:

Annika Sophie Duhn arbeitet als Bildungsreferentin bei MISEREOR.

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