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Asiatischer „Friedensnobelpreis“ für MISEREOR-Partnerin Lahpai Seng Raw

Lahpai Seng Raw, langjährige MISEREOR-Partnerin aus Myanmar, erhält in diesem Jahr den Ramon-Magsaysay-Preis (Ramon Magsaysay Award). Die Preisträger 2013 wurden heute bekannt gegeben.

Engagiert für den Frieden: Lahpai Seng Raw.

Engagiert für den Frieden: Lahpai Seng Raw.

Geehrt wird  Lahpai Seng Raw als Leitfigur für „eine gewaltfreie Kultur der Beteiligung und des Dialoges“ in Myanmar. Die 64-Jährige engagiert sich über ethnische Grenzen hinweg für dauerhaften Frieden im Konflikt zwischen Regierung und der Rebellengruppe der Kachin im Norden des Landes.

Der Ramon-Magsaysay-Preis wird in diesem Jahr zum 55.Mal verliehen. Er zeichnet herausragende Persönlichkeiten in Asien aus, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen und wird deshalb auch als asiatischer „Friedensnobelpreis“ bezeichnet.

Sie fühle sich geehrt und sei froh, schreibt Seng Raw an ihre engsten Unterstützer und Freunde in Myanmar und im Ausland. „Ich nehme den Preis nicht als persönliche Ehrung an, sondern als Symbol für das, was wir gemeinsam erreicht haben.“ Kurz nachdem sie die freudige Nachricht erreichte, ist es ihr ein Bedürfnis, die Freude zu teilen und sich persönlich zu bedanken – bei ihren Mitarbeitern, bei allen, die sie aus dem Ausland unterstützt haben und auch bei ihrem Sohn.

Das Preisgeld möchte Seng Raw in Projekte im Myitsone-Gebiet investieren. Der Bau einer großen Talsperre mit Wasserkraftwerk am Irrawaddy bedroht das empfindliche Ökosystem und die Lebensgrundlagen der Kachin-Minderheit, zu der sie selbst gehört. Mehr dazu in Seng Raws Pressemitteilung vom 25.Juli 2013

MISEREOR arbeitet mit Seng Raw bereits seit 1987 zusammen. Als Mit-Begründerin und ehemalige Direktorin der Metta Development Foundation,  einer der größten zivilgesellschaftlichen Organisationen Myanmars, war ihr Anliegen, die Situation der Kachin-Gemeinden entlang der nördlichen Grenze Myanmars zu verbessern. Die Region erlebte einen langjährigen Konflikt, der nach einem 17-jährigen Waffenstillstand 2011 erneut aufflammte. Bis heute leben 70.000 Menschen als Vertriebene in der Kachin-Region.

Autor:

Ralph Allgaier

Ralph Allgaier arbeitet als Pressesprecher bei MISEREOR.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. To Lahpai Seng Raw heartiest congratulations. I feel honoured to know Seng Raw since my posting to Burma! Ralph Hermesdorff

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