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Power Up! A Just Energy Transition for the South II – Gemeinsam für eine gerechte Energieversorgung

Drei Tage lang haben 40 Vertreter von MISEREOR-Partnerorganisationen aus Südafrika, Brasilien und Indien sowie von Organisationen in Deutschland im südafrikanischen Goedgedacht über Wege hin zu einer gerechten und klimafreundlichen Energieversorgung diskutiert. (Lesen Sie dazu Teil 1)

Wie stellen sich Vertreter von MISEREOR-Partnerorganisationen ege hin zu einer gerechten und klimafreundlichen Energieversorgung konkret vor?

Wie stellen sich Vertreter von MISEREOR-Partnerorganisationen ege hin zu einer gerechten und klimafreundlichen Energieversorgung konkret vor?

Wie stellen sich Vertreter von MISEREOR-Partnerorganisationen das konkret vor? In den Ländergruppen haben sich ganz unterschiedliche Ansätze herausbildeten – denn bei allen Gemeinsamkeiten sind die Rahmenbedingungen in den Ländern doch sehr unterschiedlich. So war für die Brasilianer klar, dass eine gerechtere Energieversorgung nur dann erreicht werden kann, wenn sich die Gesellschaft generell hin zu mehr Teilhabe und Demokratie entwickelt. Die Frage nach einer gerechten Energieversorgung stelle dabei einen Teilaspekt dar. Für die indischen Teilnehmenden hingegen stand die Überwindung der großen sozialen Unterschiede im Vordergrund, die sich besonders beim Zugang zu Energie bemerkbar machen. Sie trennen Arme und Reiche, aber auch Stadt- und Landbevölkerung.

Erneuerbare Energien weltweit

Die Vertreter aus Südafrika entwickelten die wohl konkreteste Vorstellung davon, wie eine saubere und gerechte Energieversorgung erreichbar sein kann. Sie präsentierten sogar ein Modell für Einspeisetarife (Feed-in-Tarif), welches es 1500 Haushalten in einem Township ermöglichen soll, ihren eigenen Strom zu produzieren – günstiger und zuverlässiger als das bisher durch den Energiekonzern ESKOM gewährleistet werden kann.

Die Diskussionen machten deutlich, wie beispielhaft das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist, das in Deutschland derzeit so stark in der Kritik steht.  Dabei habe dieses laut Ansgar Kiene vom World Future Council  die Kosten der Erneuerbaren Energien massiv senken können, wovon nun auch andere Länder profitierten. Und es habe zu einer stark dezentralen Energieproduktion geführt. Dadurch hätte der Einfluss und die Marktmacht großer Stromkonzerne abgenommen.

Zivilgesellschaft muss mehr an internationalen Prozessen teilhaben

Blick in eine Biogasanlage

Blick in eine Biogasanlage:   Viele Teilnehmende betonten, wie wichtig es sei, im intensiven Austausch über praktische Erfahrung im Feld der Alternativen Energien zu stehen.

Die Konferenz hat keine fertigen Lösungen hervorgebracht. Aber sie war ein wichtiger Anfang. Viele Teilnehmenden betonten, wie wichtig es sei, auch in Zukunft einen intensiven Austausch über praktische Erfahrungen zu haben. Wir können voneinander lernen, zum Beispiel in der Umsetzung kleiner Projekte und Maßnahmen, um der armen Bevölkerung den Zugang zu „sauberer“ Energie zu ermöglichen – wie etwa Kleinstwasserkraftwerke. Wichtig dabei: Die weltweite  Zivilgesellschaft muss in Zukunft stärker an nationalen und internationalen Politikprozessen teilhaben. Denn dort werden wichtige energiepolitische Weichenstellungen für die Wende der weltweiten Klima- und Energiepolitik getroffen.

Ich war nach drei Tagen Konferenz einfach nur überwältigt: von den vielen spannenden Gesprächen und Diskussionen, von den Erfahrungsberichten über gute Erneuerbare-Energien-Projekte, die MISEREOR fördert, und die wichtige politische Arbeit unserer Partnerorganisationen, aber auch von den vielfältigen organisatorischen Aufgaben vor und während der Woche.

Autor:

Vincent Möller hat bis zum Mai 2014 bei Misereor als Referent für Energie- und Klimapolitik gearbeitet. Derzeit lebt er in der indischen Megastadt Mumbai und berichtet von dort über seine Arbeit und den Abenteuer Alltag in Indien. Seine Aufgabe vor Ort ist es, Misereor-Partnerorganisationen in den Themen Zugang zu Energie für die Armen und klimaorientierte Stadtentwicklung zu beraten.

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