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„Wir haben die Agrarindustrie satt!“ – Demonstration in Berlin

MISEREOR demonstriert für eine gute Landwirtschaft für alle – Eindrücke eines bunten Demo-Tages

"Stoppt den Hunger!" - MISEREOR auf der Demo "Wir haben die Agrarindustrie satt!" in Berlin.

„Stoppt den Hunger!“ – MISEREOR auf der Demo „Wir haben die Agrarindustrie satt!“ in Berlin.

Neun Uhr morgens: Gähnende Leere auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Juchu, wir sind die Ersten! Die MISEREOR-Fahne steht, die Plakate sind bereit; Maiskolben und Kleinbauer José dürfen noch ein bisschen ausruhen. Hunderte Luftballons müssen aufgeblasen werden, die Finger frieren vor Kälte fast ab, doch der Himmel verspricht einen sonnigen Wintertag. Während die Organisatoren den Soundcheck auf der Bühne machen, bleiben erste Passanten neugierig bei uns stehen und freuen sich über einen lila Luftballon.

Rekordverdächtig: 30 000 Menschen auf der Straße

Nach und nach füllt sich der Platz. Immer mehr Leute strömen mit Kochtöpfen, Trillerpfeifen, Fahnen, Spruchbändern und Verkleidungen aus allen Richtungen heran. 30 000 Menschen sind aus ganz Deutschland nach Berlin gekommen, um „Basta! Wir haben es satt!“ zu sagen und wir sind mitten drin. Was für eine Bewegung! MISEREOR ist Teil des großen gesellschaftlichen Bündnis „Wir haben es satt!“ zu dem über 100 Organisationen gehören.

Stoppt den Hunger!

Rund 70 Traktoren führen den Protestzug Richtung Kanzleramt an. „Stoppt Monokulturen!“, steht auf dem Plakat des überlebensgroßen Kleinbauern José, der Großpuppe. José präsentiert beispielhaft die familiäre Landwirtschaft in Lateinamerika, Afrika und Asien, die ums Überleben kämpfen und von ihrem Land vertrieben werden. „Milchpulver, Hühnchenreste und Schweinefleisch, die in Massen von Deutschland und der EU exportiert werden sind so billig, dass Bauern in Afrika damit nicht konkurrieren können. Auch unsere Soja-Importe als Futtermittel für die massenhafte Fleischproduktion gehen auf Kosten der Armen in den Herkunftsländern“, so Kerstin Lanje, Referentin für Welthandel und Ernährung bei MISEREOR. Daher sagt auch José: Es reicht, es muss sich etwas ändern!

„Stoppt den Hunger! Stoppt Landgrabbing!“ sind unsere weiteren Demo-Slogans. Josés Freund der Maiskolben ist ein Symbol für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik! Mit den beiden Puppen ziehen die MISEREOR-Freunde zum Landwirtschaftsministerium. Starke Botschaften im bunten, fröhlichen Treiben! Hoffentlich hören Merkel und Gabriel auch genau hin und wechseln endlich ihren Kurs!

Nahrung für alle!

Zwei Uhr: Die Menschenmassen stehen vor dem Kanzleramt. Heißen Punsch gibt es zum Aufwärmen und die Redner der Abschlusskundgebung heizen die Stimmung an. Für MISEREOR stehen Francis Ngang vom afrikanisches Partnernetzwerk INADES und Referentin Kerstin Lanje auf der Bühne. Ngang ruft: „This is not the way to go! No, no, no!“ Die Menge jubelt und trötet! Er appelliert für eine Landwirtschaft mit bäuerlichen Familienbetrieben. Es muss Nahrung für alle geben! Tosender Applaus. Das beflügelt mich: Neuer Rückenwind zum Weitermachen!

Autor:

Annika Sophie Duhn arbeitet als Bildungsreferentin bei MISEREOR.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Mein Vater hat ein Pferd .er kümmert sich da schon Jahre lang drum.jetzt bekommt er einen Brief von euch das das Pferd kein Wasser hat und kein fressen .das stimmt nicht
    Mann sollte die Menschen erst persönlich fragen und dann beschuldigen und das noch anunym
    Ist nicht schön ,das Pferd und mein Vater sind ein super Team

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