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Maltes Delhi – Angekommen im indischen Alltag

Ein Streifzug mit MISEREOR-Freiwilligen durch Delhi

kinder_1006Auf dem Rückweg von Thailand nach Deutschland machen wir einen Zwischenstopp in Delhi.  Vier Tage Megacity. Asif und Moushumi, Mitarbeiter unserer Partnerorganisation „Butterflies“, nehmen uns bei der Ankunft im wahrsten Sinne des Wortes an die Hand. Denn sie zeigen uns, wie man auf „indische Weise“ eine extrem befahrene Straße mit Sack und Pack während der Rush-Hour überquert. Zunächst erscheint es uns unvorstellbar die andere Straßenseite lebend zu erreichen, doch voller Vertrauen folgen wir mutig unseren Partnern, die mit einem kleinen Lächeln unsere erste indische Straßenüberquerung beobachten. Von der Verkehrssituation in Delhi haben unsere Freiwilligen schon viel berichtet, aber diese hautnah zu erleben, ist dann doch etwas ganz anderes.

Malte zeigt uns sein Delhi

Wir besuchen unseren MISEREOR-Freiwilligen Malte, der seit August 2013 bei „Butterflies“ arbeitet. Malte ist ein geduldiger Guide und durch ihn bekommen wir einen guten Einblick in seinen Freiwilligendienst-Alltag. Vieles verstehen wir nun besser, unser Respekt gegenüber den vorangegangenen Indien-Freiwilligen wächst. Man braucht so viel Zeit, Geduld, Mut und auch Humor, um in dieser wuseligen Großstadt mit all ihren Gegensätzen klar zu kommen. Aber Malte fühlt sich pudelwohl. In seiner Nachbarschaft wird er gegrüßt und im tosenden Verkehrschaos winkt er entspannt ein klappriges dreirädriges Motorrad-Taxi heran. An qualmenden Imbissbuden hält er Schwätzchen mit den Verkäufern und kann fast jedes Gericht beim Namen nennen. Stolz zeigt er uns „sein Delhi“. Dazu gehören natürlich auch die Ecken, in die sich Touristen eher nicht verirren.

Bhai-Malte = Bruder Malte ist angekommen

Junge_1008Wir begleiten ihn bei seiner Arbeit  zu den Contact Points. Das sind Treffpunkte an verschiedenen Orten Delhis, wo Straßenkinder zusammenkommen: zum lernen, spielen oder einfach um Abwechslung von ihrem sonst sehr harten Lebensalltag zu erleben. Malte spricht fast fließend Hindi, natürlich auch mit den Kindern. „Bhai-Malte“ nennen sie ihn: Bruder Malte. Ohne Hindi-Sprachkenntnisse kommt man nicht weit, das merken wir schnell. Ein Spiel anzuleiten ohne Sprache – unmöglich. Umso beeindruckender, wie nah die Butterflies-Sozialarbeiter und Malte den Kindern sind.

Beim Contact Point „Okhla Mandi“, einem riesigen Großmarkt, sitzen 20 Kinder auf engstem Raum im Schneidersitz und lernen das Krankheitsbild Tuberkulose kennen. Auch wir sitzen zusammen mit den Kindern auf dem Boden. Plötzlich lehnt sich ein kleines Mädchen an Malte und bittet ihn um Hilfe bei den Matheaufgaben. Da beugt sich die Lehrerin zu uns herüber und sagt leise: „It’s a gift to have him here. He is so down to earth. The Children love him.“

Malte scheint angekommen zu sein. Wir freuen uns. Wir sind dankbar für alle Momentaufnahmen, die doch einen Einblick in den Freiwilligendienst-Alltag in Delhi geben. Respekt!

Über die Autoren: Regina Hundt und Anna Steinacher leiten den Freiwilligendienst bei MISEREOR.


Weitere Informationen…

…zum Freiwilligendienst mit MISEREOR.


Autor:

Gast-Autoren im MISEREOR-Blog.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Kolleginnen,

    ich beneide euch um diese Erfahrung, die trotz allem Stress, die das Unbekannte und auch Unfassbare in dieser Megacity euch doch den Freiwilligen und dem, was sie leisten, ein gutes Stück näher gebracht haben.

    Eure Uta

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