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Das Gold Ecuadors

Auf Begegnungsreise: Auf Initiative der Schulabteilung des Bistums Speyer und MISEREORs sind Lehrerinnen, Lehrer und Studierende nach Ecuador aufgebrochen. Auszüge aus den Blogs der Teilnehmer.

Weltkulturerbe und geraubtes Gold

Ecuador: Kirche in Quito

Gold und Licht prägen die Kirchen in Quito

Tag 1: (…) Ein idealer Ort, um die Vielzahl an Kirchen zu erleben, ist die Altstadt von Ecuadors Hauptstadt Quito, inmitten der  Vulkanlandschaft der Anden. Die verschiedenen Kirchenbauten quellen von Licht und Gold über. Sie wurden auf den Ruinen der Sonnentempel der Inkas und anderer indigener Kulturen Ecuadors erbaut. Die handwerklichen und künstlerischen Arbeiten wurden als Zwangsarbeit von den eroberten Indios selbst ausgeführt (…).

Geschnitzter Widerstand

(..) Alle Kirchen hier liegen parallelzurÄquatorlinie, so dass sich zahlreiche Lichtspiele im Innenraum ergeben. Auffallend ist die Menge an verwendetem Gold für die Innenausschmückung. Die Jesuitenkirche kam auf die beachtliche Summe von 88 Tonnen

Quito: indigene Holzschnitzereinen in kolonialen Kirchen.

Quito: indigene Holzschnitzereinen in kolonialen Kirchen.

24karätigen Goldes. Wo kommt das viele Gold her? Die Spanier ließen dazu die Kult-, Kunst- und Schmuckgegenstände der eroberten Völker einschmelzen. Obwohl ihr Kulturgut  verlorenging und die Kirchen nach spanischem Muster gebaut wurden, hinterließen die indigenen Handwerker jedoch ihre Spuren und kleinen Zeugnisse des Widerstands, z.B. in Form von Schamanenköpfen inmitten der Scharen christlicher Engel (…)

Auszüge aus den Blogs von Petra Gaidetzka und Monika Bossung-Winkler

 

Gemeindeleben, Politik und Kirche

Tag 2: (…) In unserem heutigen Morgenimpuls haben wir gedankt, für Menschen, die uns begleiten und um gesegnete Gespräche gebeten. Beides durften wir in den ersten Tagen unserer Reise auf vielfältige Weise erfahren. Zunächst im Gespräch mit Alexander Sitter, der seit acht Jahren die Erzdiözese München-Freising in der ecuadorianischen Bischofskonferenz vertritt. Anschaulich schilderte er das Gemeindeleben in Quito und das Spannungsverhältnis von Kirche und Politik. Auch unsere  Begegnung mit einem Priester in Riobamba, der in der Nachfolge des Bischofs Leonidas Proanio wirkt, haben wir als sehr bereichernd erfahren. Dabei ging es einerseits um die Arbeit des Bischofs, der sich zwischen 1960 und 1984 für die Rechte der indigenen Bevölkerung eingesetzt hat. Andererseits ging es um die heutige Gestaltung der Sozialpastoral in Riobamba, die noch immer den Schwerpunkt auf die Arbeit mit der indigenen und ländlichen Bevölkerung legt, unter anderem durch die Vermittlung von Kenntnissen über ökologische Landwirtschaft.

Begleitung und gesegnete Gespräche fanden wir auch innerhalb unserer Gemeinschaft, zum Beispiel bei unserem heutigen Spaziergang durch den Nationalpark Cotopaxi (…).

Von Yvonne Brewi und Silke Oettinger

Autor:

Gast-Autoren im MISEREOR-Blog.

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