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Mr. Zehnprozent sucht Gleichgesinnte

Die 10 % Aktion konnte seit 1968 mit 8,9 Millionen Euro Bedürftigen auf der ganzen Welt helfen.

Seit über vier Jahrzehnten ruft der unbekannte Mr. Zehnprozent in seiner Gemeinde, in seiner Stadt auf den „Zehnten“ zu spenden. Wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt, bleibt ein Geheimnis. Doch kein Geheimnis ist die Spendensumme, die er bereit ist einzusetzen, wenn sich genügend weitere Mitstreiter finden. Am 1. April 2016 hat die 48. Aktion begonnen. Wenn sich bis zum 31. März 2017 mindestens 400 Spenderinnen und Spender finden, wird Mister Zehnprozent wieder eine hohe Summe Spenden. Spenden Sie mit, damit dieses Ziel verwirklicht werden kann!

In der 48. Aktion unterstützte die Zehn-Prozent-Aktion das MISEREOR-Projekt „Bekämpfung der weiblichen Beschneidung und Unterstützung der Opfer in Mali“ mit 35.000,00 EUR. Die Zehn-Prozent-Aktion unterstützt seit vielen Jahren Hilfsprojekte von MISEREOR, „Brot für die Welt“ und anderen Hilfsorganisationen. Im letzten Jahr bei der 47. Aktion spendeten 385 Spenderinnen und Spender 202.213,15 EUR. Wir danken herzlich allen Engagierten und Aktiven der Zehn-Prozent-Aktion.

Der Ökumenische Dankgottesdienst der 48. Aktion findet am 23. April 2017 um 9.30 Uhr in der Evangelischen Kirche, Kirchhohl 3, 65207 Wiesbaden-Naurod statt.

Ein starkes Team bleibt „am Ball“ – Ökumenischer Dankgottesdienst in der Marienkapelle zu Aachen gefeiert mit dem Start in die 48. Saison (2016)

Von Gesine Werner

„Uns ist viel anvertraut“.

Die weltweit engagierte „Aktion Zehnprozent“ hilft als ehrenamtliches Erfolgsmodell aus Wiesbaden seit 1968. Unter dem doppelten Motto: „You never walk alone“ und „Wir sind ein starkes Team“ ging die 48. Spendensaison erstmals in einem ökumenischen Dankgottesdienst in Aachen an den Start. Klangvoll musikalische Unterstützung kam in der gut gefüllten Marienkapelle von Franz Gulde (Orgel) und Barbara Schirmel (Querflöte).

Zehn-Prozent-Aktion (3)

© Gesine Werner

Als „starkes Team“ mit sympathisch lockerem Auftritt erwies sich das Ökumene-Duo aus Wiesbaden und Aachen. Priester Pirmin Spiegel,  MISEREOR-Hauptgeschäftsführer in Aachen als „gastgebender“ Geistlicher und Pfarrerin Bea Ackermann aus Wiesbaden-Auringen spielten sich im Predigtgespräch fröhlich den mitgebrachten (Fuß-)ball zu.

Aus Wiesbaden war Präses Gabriele Schmidt angereist. Auch ein Jubiläum war in den Dankgottesdienst integriert. Seit 40 Jahren ist „MISEREOR“ Partner der Zehnprozent-Aktion. Der bekennende Fußballfan Spiegel weiß, „mit Idee und gemeinsamer Haltung können wir den Ball weiterspielen“. Seine Amtskollegin Ackermann wünschte sich für die Benefizaktion: „Bleiben Sie mit uns immer am Ball!“

Zehn-Prozent-Aktion (2)

© Gesine Werner

Seit Aktionsgründung wurden mit 8,93 Millionen Euro 232 Projekte in 70 Ländern weltweit gefördert und 66 Hilfsprojekte „vor der Haustür“. Die Schirmherrschaft hat von Beginn an Brot für die Welt. Pastorin Ackermann konnte als Arbeitskreisleiterin die Rekord-Summe von 202.213,15 Euro verkünden, von 385 Personen gespendet. Gefördert werden hiermit Hilfsprojekte in Westafrika, Sri Lanka, Syrien, Südafrika und das „Projekt vor der Haustür“ in Stuttgart. In Sierra Leone geht es darum, „den Hunger zu überwinden“ und den Kampf gegen Ebola. Stefanie Kadelbach von Brot für die Welt bekam einen Scheck über 65000 Euro. Für MISEREOR nahm Maria Klinkenberg symbolisch 30.000 Euro entgegen. In Sri Lanka werden ehemalige tamilische Kindersoldaten durch schulische und berufliche Bildung eine Perspektive bekommen. Angela Mispagel bekam für missio Aachen einen Scheck in Höhe von 25.000 Euro. In Syrien bekommen Frauen und Kinder im „Zentrum des Zuhörens“ Schutz und Hilfe. Marion Seulberger bekam für das Kinderprojekt der südafrikanischen „Bhevu High School“ in KwaZulu / Natal 15.000 Euro Förderung. Das „Projekt vor der Haustür“ ist das „Café La Strada und Strich-Punkt“ in Stuttgart, für das Maria Nestele mit Andreas Dollmann und Manfred Blocher sich gemeinsam über einen Scheck über 15.000 Euro freuen konnten.

In der 48. Spendensaison werden 400 Spendenwillige gesucht,…

… die bis zum 31. März 2017 ihren „Zehnten“ (ob Gehalt, Taschengeld, Honorar oder Rente) als Scherflein beitragen. Der hilfreiche Dauerbrenner will fünf ambitionierte Projekte ermöglichen.
Im Hochgebirge der Andenregion von Peru fördert die Bauernorganisation Chirapaq Familien von Kleinbauern. In Mali wird der Kampf gegen die weit verbreitete Genitalverstümmelung unterstützt. Im Süden von Kalkutta werden Familien (ob christlichen, muslimischen oder hinduistischen Glaubens) im Ganges-Delta „sozial mobil“ gemacht und häusliche Gewalt bekämpft, über Religionsgrenzen hinweg. Als „Projekt vor der Haustür“ unterstützt „Aufwind“ in Stuttgart mit Paten die Kinder von psychisch kranken Eltern. Fußball macht Schule: Das Projekt „Café con leche“ bietet mit der „Sprache“ des Fußballs in Verbindung mit Schulunterricht Kindern aus Elendsvierteln in Santo Domingo eine Chance eines besseren Lebens.

„Mister Zehnprozent“ hütet seine Identität getreu der Bergpredigt. Bei Almosen soll „die linke Hand nicht wissen, was die rechte tut“. In seinem Grußwort betonte er, „dass Teilen Freude macht und dass wir dabei in der Nähe und in der Ferne Freunde finden, weil unser HERR `Segen herabschüttet die Fülle`, damit wir zum Segen werden können.“


Mehr Informationen…

…zur 10-Prozent-Aktion unter www.facebook.com/zehnprozentaktion

Autor:

Julia Frielinghausen

Julia Frielinghausen arbeitet als Online-Redakteurin bei MISEREOR. Dort ist sie u.a. für den Bereich Soziale Medien zuständig.

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