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Nepal: Hoffnung schöpfen nach der Katastrophe

Der April endete für viele Menschen in Nepal mit einer furchtbaren Katastrophe: Bei mehreren schweren Erdbeben verloren hunderttausende Familien ihre gesamte Existenz, mehr als 8.800 Tote sind zu beklagen. MISEREOR konnte helfen, den vielen Menschen eine erste Notversorgung zu bieten. Nepal_Frauengruppe

Familien, die alles verloren hatten, erhielten von Lebensmittelpaketen über Medikamente und Saatgut Nothilfe auf breiter Ebene. Experten halfen bei der Bewertung von Bauschäden und ermöglichten so den Erhalt und die Reparatur zahlreicher Häuser. Doch es bleiben große Herausforderungen, denn auf dem Land sind 2/3 der Häuser komplett zerstört. Der Wiederaufbau kann erst ab Oktober zum Ende der Monsunzeit beginnen.

Nothilfe: Lebensmittel und Medikamente

Gemeinsam mit den Einheimischen besorgten unsere nepalesischen Partnerorganisationen Hilfsgüter aus anderen Teilen des Landes. Die Nothilfepakete beinhalteten Lebensmittel, Wasser,
Zeltplanen, Medikamente und Hygieneartikel. Dank der Ortskenntnisse der lokalen Partner
erreichte diese Hilfe Verletzte, Kinder, ältere Menschen und Schwangere auch in abgelegenen Bergdörfern.Karte_Nepal_und_Fakten

Traumaarbeit: Damit die Seelen heilen

Viele Menschen haben so Schreckliches erlebt und müssen dennoch den Mut und die Kraft aufbringen, ihr Leben neu aufzubauen. Zuversicht und positives Denken sind dafür enorm wichtig. Doch die Angst nach dem großen Erdbeben sitzt tief. Daher haben unsere Partner schon früh auf psycho-soziale Betreuung zur Bewältigung der Traumata gesetzt. „Der Bedarf ist sehr
groß“, weiß Dr. Reenu Adhikari, Leiterin der Frauenorganisation WOREC.

Wiederaufbau – jetzt heißt es „dranbleiben“

Nach der Nothilfe liegt das Augenmerk nun auf der Hauptaufgabe MISEREORs: Hilfe zur Selbsthilfe. Die Betroffenen haben unter großem Einsatz vor Beginn der Monsumzeit im Juni ihre verwüsteten Felder wieder nutzbar gemacht. Der Anbau ist ihre Lebensgrundlage.
Nach dem Ende der Regenzeit im Oktober wollen sie ihre Häuser wiederaufbauen. Vielerorts sind 80 Prozent und mehr der Häuser zerstört und die Menschen leben in provisorischen Behausungen und Zelten, doch bald naht der Winter im Himalayastaat.


Geld_Icon_Blog_lila hintergrundSo hilft Ihre Spende…

125 €: Soviel kostet die umfassende Begutachtung der Bauschäden an einem Haus. Ein Team von Architekten mit Erfahrung im Wiederaufbau macht eine Bestandsaufnahme der Schäden und berät die Familien.

60 €: Mit Stahlbeton bekommen die Häuser ein festes Fundament. Mit 60 Euro helfen Sie bei der Beschaffung dieses vor Ort sehr teuren Materials.

290 €: In mehreren fünftägigen Schulungen werden jeweils 32 Maurer in erdbebensicherer Bauweise unterrichtet.

150 €: Soviel kostet das Material für ein Dach. Wellblech ist ein weit verbreitetes Material für den Dachbau und kann schnell verbaut werden.

Jetzt spenden!

Autor:

Katrin Heidbüchel

Katrin Heidbüchel arbeitet als Referentin für Fundraising bei MISEREOR.

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