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Rassismus – auch ein Problem in Südafrika

Seit mehr als drei Wochen wird Südafrika von einer Welle fremdenfeindlicher Gewalt heimgesucht.

Ausgehend von der Provinz Gauteng, besonders Johannesburg und Pretoria werden in vielen Teilen des Landes überwiegend afrikanische Migranten, Flüchtlinge, aber auch Geschäftsleute aus verschiedenen Ländern Afrikas Opfer von rassistisch motivierten Übergriffen und Plünderungen. In sozialen Medien kursieren schlimme Bilder. Viele vermuten, dass diese neue Welle der Gewalt politisch motiviert ist, um die jetzige Regierung zu Fall zu bringen, Beweise dafür sind schwierig zu finden. Gleichzeitig lässt die Dimension der Ausschreitungen wie auch die phasenweise Passivität der Sicherheitskräfte und einiger Regierungsmitglieder den Verdacht aufkommen, dass diese Übergriffe zumindest von Teilen der Staatsmacht geduldet werden. So sprachen beispielsweise die für die Polizei verantwortlichen Minister in offenem Widerspruch zu Präsident Ramaphosa beschwichtigend lediglich von Kriminalität anstatt von Xenophobie.

Auch in Kreisen der MISEREOR-Partnerorganisationen, die sich in vielfältiger Weise um die Verbesserung der Lebensbedingungen von Geflüchteten und Migrantinnen und Migranten kümmern, geht die Angst um.

Um so wichtiger, dass zivilgesellschaftliche Organisationen in dieser Situation ihre Stimme in der Gesellschaft erheben und alles dafür tun, die Lage zu befrieden. So hat das u.a. auch von MISEREOR unterstützte Denis Hurley Peace Institute der katholischen Kirche in einem viel beachteten Solidaritätsschreiben an die muslimische Community > in Südafrika deutlich gemacht, dass Angriffe auf Moslems oder ihre Moscheen immer auch ein Angriff auf alle (gläubigen) Menschen darstellen.

Autor:

Peter Meiwald

Peter Meiwald leitet die Abteilung Afrika und Naher Osten bei MISEREOR.

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