Suche
Suche Menü

Video-Blog: Generalstreik: Nichts geht mehr – und der Kuh gehört die Straße

Erstens kommt es anders… oder wie es doch so schön heißt. Und wenn hier in Bangladesch eine Gruppe islamischer Fundamentalisten plötzlich zum Generalstreik aufruft, dann heißt es von jetzt auf gleich: Rien ne va plus – nichts geht mehr. Wo gestern noch Massen von Autos, Tuc-Tucs, Fahrradrikschas, Fahrrädern und sonstigen undefinierbaren Fahrzeugen und Fußgängermassen die Straßen blockierten, schlendert heute eine einsame Kuh unbehelligt durch die Stadt. Wir aber bleiben doch lieber im umzäunten Caritas-Gelände, nachdem uns die MISEREOR-Partner mehrfach eindringlich davor gewarnt haben, als Gruppe von „Weißnasen“ nach draußen zu gehen. Trotzdem ist es kein verlorener Tag auf unserer Reise. Denn plötzlich haben wir ausgiebig Zeit, uns mit den Projektpartnern vor Ort über ihre Arbeit und die Nöte vor Ort zu unterhalten. Sehr viel ausführlicher als sonst können wir den Dingen auf den Grund gehen und viel voneinander lernen – in beiden Richtungen. Etwa wenn es um das schiwerige Thema der Mikro-Kredite geht oder um die Menschenrechte der inidgenen Völker in Bangladesch. Abends kommt zum Glück die Nachricht, dass wir morgen wieder rauskönnen – zu den Fischern ohne Fluss und zu anderen spannenden Projekten. Und in der Dunkelheit ist auch der Streik zu Ende, alle strömen wieder auf die Straßen, der Muezzin ruft umso länger und lauter (jedenfalls kommt es uns nach drei Stunden so vor…) und wir können zumindest noch ein wenig den Nachtmarkt in Mymensingh bewundern.

Sehen Sie hier Teil 3 der Video-Dokumentation:

YouTube Preview Image

Weitere Beiträge dieser Serie:
Hunger, Landraub, Ungerechtigkeit und Klimawandel+++Überall Reis – Hilfe für Reisbauern in Bangladesch+++ Zeichen der Hoffnung – Bei den Fischern von Shormushea+++Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung+++Hoffnung trotz aller Not – Erste Bilanz der Reise nach Bangladesch

Über den Autor: Gottfried Bohl arbeitet als Journalist für die die Katholische Nachrichten-Agentur KNA.

Autor:

Gast-Autoren im MISEREOR-Blog.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Sichherheitsüberprüfung * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.