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Coffee Stop – Engagiert für den guten Zweck

„Ich glaube, das habe ich mal in der Kirche auf einem Hungertuch gelesen“, dieser Satz eröffnete in der ersten Stunde der Klasse 10a/d des Pamina Gymnasiums Herxheim über das Thema „Gleiche Lebensbedingungen für alle? – ein Hilfswerk hilft“ eine rege Diskussion über MISEREOR und deren Hilfe für ärmere Menschen. Man merkte schnell, dass einige Schülerdie Einrichtung MISEREOR, vor allem vom Namen her kannten. „Es war nicht schwer ihr Interesse für solch einen Projektunterricht zu wecken“, so die Religionslehrerin Kristina Klein, „es ist eine andere Art von Unterricht und diese Abwechslung wurde von den Schülerinnen und Schülern dieser Klasse mit viel Engagement angenommen.“Coffee Stop - Engagiert für den guten Zweck

Nach einer ersten Information über die Arbeit von MISEREOR durch MISEREOR-Referentin Dr. Monika Bossung-Winkler recherchierten die Schüler in Eigenregie über Projekte von MISEREOR. In diesen Stunden waren oft Kommentare zu hören wie „oh man, das ist ja grausam“ oder „oje, die sind wirklich arm.“

Projekte, die berühren
Durch ihre Recherche lernten sie auch MISEREOR besser kennen. Sie erfuhren, dass das Hauptziel des Hilfswerkes „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist. „Klar, es ist ja auch besser den Bedürftigen nicht einen Sack Getreide hinzustellen, sondern ihnen den optimalen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen zu lehren“, so ein Schüler über die Arbeit von MISEREOR. Am Ende wurden acht selbst ausgewählte Projekte der Klasse präsentiert. Darunter waren Projekte wie „Schulen für eine bessere Zukunft im Sudan“, „Genitalverstümmelung – Kampf gegen eine grausame Tradition in Äthiopien, Mali, Ägypten und Tansania“, „Aktion gegen Sextourismus und Kindesmissbrauch“, „Perspektiven für Kindersoldaten in Sri Lanka“. All diese Projekte haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a/d berührt – es gab sehr viele Diskussionen und emotionale Gespräche während der Präsentationen. Am Ende entschied sich die Klasse zwei Projekte zu unterstützen: „Schulen für eine bessere Zukunft“ und das Projekt gegen Genitalverstümmelung.

Neben fairgehandeltem Kaffee gab es auch Kakao auf fairem Anbau.

Neben fairgehandeltem Kaffee gab es auch Kakao auf fairem Anbau.

Der Coffee Stop Tag
Mit großem Engagement schenkten die sie am Tag der offenen Tür ihrer Schule Kaffee aus Fair-Trade-Anbau aus. „Wir entschlossen uns, den Ausschank auf Spendenbasis durchzuführen. So hofften wir, dass manche Gäste mehr bereit wären zu spenden.“ Für die jüngeren Besucher des Tages gab es Kakao, ebenfalls aus fairem Handel. Viele Besucher informierten sich über die Projekte und genossen dabei den Kaffee bzw. den Kakao mit einem guten Gewissen, da sie wussten, dass für diesen Kaffee keine Kinder oder unterbezahlte Erntehelferinnen arbeiten mussten.

200,02 Euro für MISEREOR-Projekte
Dank des Engagements der Klasse und der spendablen Laune der Besucher sind insgesamt 200,02 Euro für die zwei ausgewählten MISEREOR- Projekte zusammengekommen. „Dafür können nun in Zukunft mehr Kinder im Sudan in die Schule gehen und somit in eine bessere Zukunft sehen und weniger Mädchen werden in afrikanischen Ländern beschnitten und müssen somit nicht mehr unter den Folgebeschwerden leiden. Dafür, da sind wir uns ja wohl einig, hat sich unsere Arbeit gelohnt“, so die zufriedenenen Schülernnen und Schüler am Ende der Aktion.

„Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle“, dieses Thema beschäftigte die Klasse 10a/d des Pamina Gymnasiums Herxheim seit Ende November im Religionsunterricht. Angeregt durch ihre Religionslehrerin Kristina Klein und die MISEREOR-Referentin für Globales Lernen im Bistum Speyer Dr. Monika Bossung-Winkler, führten 28 Schülerinnen und Schüler einen Coffee Stop am 26.1.2013, im Rahmen des Tags der offenen Tür, an ihrer Schule, durch.

Autor:

Gast-Autoren im MISEREOR-Blog.

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