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Eine faszinierende Begegnung in Nigeria

Das MISEREOR-Hungertuch 2017 „Ich bin, weil du bist“ wurde von dem nigerianischen Künstler Chidi Kwubiri gemalt. Eine Woche lang reiste die Berliner Filmemacherin Inka Dewitz mit ihm durch Nigeria, von Lagos bis zu seinem Heimatort Amafor, in dem er geboren wurde und seine ersten Bilder malte. Im Interview spricht die Filmemacherin über ihre Erlebnisse mit dem nigerianischen Künstler.

Die Berliner Filmemacherin Inka Dewitz war eine Woche mit Hungertuch-Künstler Chidi Kwubiri in Nigeria unterwegs.

Die Berliner Filmemacherin Inka Dewitz war eine Woche mit Hungertuch-Künstler Chidi Kwubiri in Nigeria unterwegs. Foto: Perfect Shot Films

Frau Dewitz, Sie haben für den Film zum neuen MISEREOR-Hungertuch intensiv mit dem Künstler Chidi Kwubiri gearbeitet. Wie würden Sie ihn beschreiben?

„Chidi ist ein unglaublich offener und sehr sympathischer Mensch. Es hat Spaß gemacht mit ihm zu arbeiten. In der kurzen Zeit, die wir miteinander hatten, haben wir uns gut kennengelernt. Es gab viel gegenseitige Wertschätzung.“

Sie haben auch Chidis Heimatort Amafor im Süden des Landes besucht. Wie wurden Sie dort empfangen?

„In Amafor wurden wir sehr freundlich empfangen. Man hat gemerkt, dass die Dorfbewohner sehr gespannt auf uns waren und auch aufgeregt. Ich fand es schade, dass ich die Gastfreundschaft nicht mehr genießen konnte. Wir hatten nicht viel Zeit und mussten drehen. Nach dem Dreh in der Kirche gab es einen großen Empfang bei ihm zuhause, da konnte ich etwas mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und das leckere nigerianische Essen genießen. Das hat mich vom ersten Tag an begeistert. Vor allem die Okkrasuppe.“

Wahrscheinlich kennen Chidi fast alle Bewohner des Ortes?

„Ja. Jeder kennt Chidi in Amafor. Er ist dort eine Autorität. Er ist der Sohn, der es geschafft hat seinen Heimatort zu verlassen, ins Ausland zu gehen und ein berühmter Künstler zu werden. Das war bei unserem Besuch deutlich spürbar. Er unterstützt seine Familie in Nigeria und das ist natürlich auch nicht immer so leicht, weil damit auch gewisse Erwartungen einhergehen.

Nigeria gilt nicht als das sicherste Reiseland. Haben Sie sich sicher gefühlt?

„Auf unserer Reise nach Amafor saß immer ein bewaffneter Polizist auf dem Beifahrersitz. Das war befremdlich, aber es hat uns dabei geholfen die zahlreichen Straßenkontrollen schnell und problemlos zu passieren. Außerdem hatten wir einen lokalen Kameramann, so dass wir relativ unauffällig agieren konnten.“

Sie haben Chidi auch in seinem Atelier in Pulheim bei Köln besucht. Wie haben Sie ihn dort wahrgenommen?

„Es war wirklich faszinierend ihm beim Arbeiten zuzusehen, zu erleben wie das Bild entstanden ist. Die Leinwände sind riesig. Er ist sehr präzise bei der Abmischung der Farben. Im Prozess der Grundierung habe ich ihn wie in einer Meditation wahrgenommen. Sehr achtsam tropft er Farbschicht für Farbschicht auf das Bild und plötzlich entsteht da diese Tiefe, die so charakteristisch für seine Bilder ist. Chidi und seine Familie sind sehr gastfreundlich. Abends haben wir Ausflüge nach Köln gemacht oder er hat für uns nigerianisch gekocht.“

Das MISEREOR-Hungertuch 2017 "Ich bin, weil du bist" von Chidi Kwubiri. MISEREOR lädt mit diesem Hungertuch zu einem Dialog ein über die Art und Weise, wie Menschen einander näher kommen und miteinander Zukunft gestalten können.

Das MISEREOR-Hungertuch 2017 „Ich bin, weil du bist“ von Chidi Kwubiri. MISEREOR lädt mit diesem Hungertuch zu einem Dialog ein über die Art und Weise, wie Menschen einander näher kommen und miteinander Zukunft gestalten können.


Mehr Informationen zum MISEREOR-Hungertuch

Lesen Sie den Beitrag „Künstler Chidi Kwubiri: „Kunst ist mir angeboren““

Lernen Sie das MISEREOR-Hungertuch 2017 kennen

Autor:

Daniela Singhal ist bei politischen Aktionen in der Hauptstadt vor Ort, trifft internationale Partner und ist im In- und Ausland für MISEREOR unterwegs.

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