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MISEREOR global: Verbindungsstelle Nahost

In kurzen Selbstporträts stellen wir Menschen vor, die für MISEREOR in den Dialog- und Verbindungsstellen vor Ort den partnerschaftlichen Dialog pflegen und konkret Hilfestellung leisten, wenn es darauf ankommt. Wer sind die Gesichter hinter den Verbindungsstellen? Welche Arbeitsschwerpunkte haben sie? In diesem Beitrag stellt sich Karin Uckrow vor. Sie leitet die Dialog- und Verbindungsstelle Nahost im Libanon.

Karin Uckrow leitet die Dialog- und Verbindungsstelle von MISEREOR im Libanon
DVS-Leiterin Karin Uckrow (vorne) gemeinsam mit Rita Sleiman von der Partnerorganisation Pontifical Mission im Flüchtlingslager von Dbayeh. © Jonas Ruhs / Klaus Mellenthin

Seit 15 Jahren arbeite ich in der Entwicklungszusammenarbeit und in der Humanitären Hilfe. Als Betriebswirtin habe ich bei verschiedenen Organisationen in sechs Ländern als Projektkoordinatorin gearbeitet. Wenngleich ich in dieser Zeit keinen inhaltlichen Schwerpunkt entwickelt habe, so erhielt ich doch sehr vielseitige Einblicke in diverse Projekte und Themen. Seit Mitte August 2020 bin ich nun im Libanon und gerade dabei, die neue Dialog- und Verbindungsstelle für die Länder Irak, Syrien, den Libanon und Jordanien aufzubauen.

Schwerpunkte der DVS-Arbeit

Die MISEREOR-Partnerorganisationen im Irak und Libanon, in Syrien und Jordanien unterstützen Menschen, die aufgrund des Syrienkrieges oder der IS-Terrorherrschaft fliehen mussten. Wir helfen auch den Gastgemeinden, die Geflüchteten bei sich aufzunehmen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Projekte liegen auf Bildung und Gesundheit. Im Irak sind es besonders Menschen mit Trauma und Gewalterfahrungen, die unterstützt werden.

Was für mich die DVS-Arbeit ausmacht, sind die direkte und persönliche Kommunikation sowie das Leben in beiden Welten.

Karin Uckrow

Die Hauptaufgabe der DVS Nahost ist es, den Dialog der Partnerorganisationen untereinander zu fördern sowie den Dialog zwischen MISEREOR und den Partnern vor Ort zu unterstützen. Darüber hinaus sehe ich meine Aufgabe darin zu vermitteln, was sich den Kolleginnen und Kollegen in der MISEREOR-Geschäftsstelle Aachen nicht unmittelbar aus den Projektanträgen von Organisationen vor Ort erschließt, und zu erklären, was für unsere Partnerorganisationen nicht direkt aus den Antragsrichtlinien verständlich ist. Es sind also das Leben in beiden Welten und die direkte sowie persönliche Kommunikation, die die DVS-Arbeit für mich besonders ausmachen.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist das Reisen in den Irak, nach Syrien und Jordanien derzeit nicht möglich. Daher konzentriert sich die DVS-Arbeit derzeit auf den Libanon. Wegen der vielen verschiedenen Krisen, die im rasanten Tempo den Libanon in den letzten 12 Monaten erschütterten, ist hier auch vorerst genug zu tun.

Es gibt derzeit für mich keinen Ort, an dem ich lieber arbeiten würde und kein Land, das mich mehr interessiert als der Libanon.

Karin Uckrow

Meine Motivation

Eigentlich wollte ich nach meinem letzten Einsatz in den Philippinen vor vier Jahren nicht mehr ins Ausland gehen. Familie und Freunde in Deutschland sind mir mit der Zeit wichtiger geworden als die großartigen Erfahrungen, die ich beim Arbeiten im Ausland gemacht habe. Aber seit einem längeren Arbeitsaufenthalt im Libanon fasziniert mich das Land und die Region sehr. Nach zwei Monaten mit vielen intensiven Begegnungen weiß ich, warum ich doch wieder ins Ausland wollte: Es ist ein Privileg, in verschiedenen Welten leben zu können und immer wieder Neues zu erfahren und zu lernen. In der derzeitigen unsicheren politischen Lage weiß keiner, was in den nächsten Monaten und Jahren passiert. Alles ist hier möglich – aber eines wird es hier wohl nicht geben: Langeweile oder Eintönigkeit.


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Autor:

Karin Uckrow leitet die Dialog- und Verbindungsstelle Libanon/Naher Osten von MISEREOR.

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