Suche
Suche Menü

Krieg in der Ukraine: die Auswirkungen sind dramatisch

Mit der Invasion in die Ukraine hat der russische Präsident nicht nur eine geopolitische, sondern vor allem eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Die Zahlen der Verletzten und Toten steigen von Tag zu Tag. Millionen Menschen sind auf der Flucht und suchen Schutz. Mit einer Blog-Reihe möchten wir die Aufmerksamkeit richten auf weltweite Auswirkungen des Krieges, auf Nöte, Krisen und daraus erwachsende Konflikte.

Ukraine Friedenstaube
Alexandra Koch / Pixabay

Unsere Solidarität und Hilfe werden in dieser katastrophalen Lage dringend gebraucht. Absehbar ist zudem, dass die Auswirkungen des Krieges auf den Globalen Süden dramatisch sind. Deshalb dürfen wir die Not und das Leid in anderen Ländern nicht aus dem Blick verlieren, wie zum Beispiel in Syrien, Äthiopien, Bangladesch, Afghanistan, in den Philippinen oder im Jemen.

Die Hungerkrise verschärft sich

Russland und die Ukraine sind bedeutende Nahrungsmittelproduzenten. Etwa ein Drittel der weltweiten Weizen-Exporte kommen aus diesen beiden Ländern. Sie sind wichtige Handelspartner für Länder wie Ägypten, Indonesien, Nigeria und Sudan, in denen bereits jetzt Millionen Menschen hungern.

Die Lebensmittelpreise sind seit Juni 2020 weltweit kontinuierlich gestiegen. Weitere Preiserhöhungen bei Fortdauer des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine könnten zu größerer Nahrungsmittel-Instabilität und Hunger führen – nicht nur in der Ukraine, sondern weltweit. MISEREOR-Ernährungsexperte Lutz Depenbusch beleuchtet in seinem Blogbeitrag, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um dieser Entwicklung gegenzusteuern.

Krieg in der Ukraine – die weltweite Hungerkrise verschärft sich – MISEREOR-BLOG

Im Gespräch mit Harald Lesch spricht Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Beiratsvorsitzender von MISEREOR, ebenfalls über das Thema Hungersnot. Sie stellen sich im Terra X-Podcast die Fragen, wie sich die Versorgung mit Nahrungsmitteln seit dem Krieg gegen die Ukraine verändert hat und ob sich eine weltweite Hungersnot noch verhindern lässt?

Krieg gegen die Ukraine: „Es droht eine Hungersnot!“ – MISEREOR-Blog

Verschleppte Energiewende

Auch die Konsequenzen des Krieges für unsere Energieversorgung treten noch stärker ins öffentliche Bewusstsein. Durch die zu spät begonnene und immer wieder verschleppte Energiewende ist Deutschland nach wie vor sehr abhängig von Energielieferungen aus Russland: etwa die Hälfte der Kohle und 55 % des Erdgases in Deutschland stammen aus Russland. Hier zeigt sich, dass weltweit schneller und entschlossener eine Energiewende vollzogen werden muss. Die Erneuerbaren haben das Potential, allen Menschen ein Leben in Würde mit ausreichend Zugang zu Energie zu ermöglichen – und nicht nur in den reichen Ländern des globalen Nordens. Dies zeigt Madeleine Wörner, MISEREOR-Expertin für Klima und Energie, in ihrem Blog-Beitrag zu „Friedensenergien“.

„Wir brauchen Friedensenergien!“ Der Krieg gegen die Ukraine und die Energiewende – MISEREOR-BLOG

Weitere Konsequenzen des Krieges zeichnen sich schon jetzt in der Wirtschaft und den Lieferketten ab. Armin Paasch beschreibt in seinem Blog-Beitrag, dass der Schutz von Umwelt und Menschenrechten zur Disposition gestellt wird, wenn der Kampf um Rohstoffe und anderen Gütern, die zur Produktion gebraucht werden, immer härter wird.

Ukrainekrieg gefährdet Menschenrechte in globalen Rohstofflieferketten

Mit dieser Blog-Reihe – weitere Artikel folgen – möchten wir den Blick auf weltweite Auswirkungen des Krieges richten. Unsere Projektpartner und wir sind mehr denn je gefragt, uns diesen Herausforderungen zu stellen.

Armut deutlich sichtbar werden zu lassen und an deren Ursachen und Überwindung zu arbeiten, gehört zur DNA von MISEREOR. Bereits schwierige und teils dramatische Situationen für Menschen und Natur werden durch den Krieg gegen die Ukraine weiter verstärkt und die Vulnerablen und Ärmsten noch härter getroffen. Wir appellieren an alle, weltumfassend solidarisch zu bleiben. „Es geht! Gerecht.“ heißt es in der diesjährigen Fastenaktion: Das fordert uns auf, an der Seite der Bedrängten zu stehen – die, die Krieg und Vertreibung erfahren, die, die den Folgen des Klimawandels und der Nahrungsmittelverknappung ausgesetzt sind.

Über die Autorin: Barbara Wiegard ist Pressesprecherin im Büro Berlin von MISEREOR.


MISEREOR unterstützt Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Alle Spenden für die Ukraine leiten wir ohne Abzüge an unsere Schwester-Hilfswerke weiter.

Fragen hierzu beantworten wir Ihnen gern: 0241-442-125.


Schulmaterial: Damit es nicht gleich kracht!

Bringen Sie Themen rund um Frieden und Gerechtigkeit im Sinne des Globalen Lernens und der Friedenspädagogik in ihren Unterricht! Das Unterrichtsmaterial enthält jeweils eine fachwissenschaftliche Einleitung, didaktisch-methodische Hinweise, Steckbriefe und methodisch umfangreiche Arbeitsblätter zu 11 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika, wobei auch immer die Lebensrealitäten junger Menschen in Deutschland berücksichtigt werden. Zur Bestellung >

Geschrieben von:

Gast-Autorinnen und -Autoren im MISEREOR-Blog.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die kriegssuechtigen, eigennuetzigen , herrschgeilen Politiker, die sich selbst am Volks-
    Vermoegen ihres Landes bereichern und im Ueberfluss das Leben geniessen und grosse Not ihrer Mitmenschen verursachen, nehmen sich das Recht heraus, diesen durch sinnlose, suendhafte
    Zerstoerung der Felder und Hilfsmassnahmen zu deren Ernaehrung verhindernd, das Recht auf Nahrung zu nehmen. Morden und Drangsalierung begleiten dieses Unrecht. Die restliche Welt und die Uno schweigen zu diesem Unrecht. Jeder Mensch auf der Erde hat gottgewollt das Recht auf Leben und Nahrung.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.