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Bangladesch und die Rohingya-Flüchtlinge: Wie die Armen den Ärmsten helfen

In ihrer Heimat Myanmar werden die Rohingya verfolgt. Doch im Flüchtlingscamp Kutupalong in Bangladesch fühlen sie sich sicher. Über eine Million Rohingya haben in einem der ärmsten Länder der Welt Zuflucht gefunden. Allerdings sind ihre Lebensumstände im größten Flüchtlingslager der Welt alles andere als einfach. Sie dürfen das Camp nicht verlassen, es fehlt an Arbeit, Bildung und teils an gesundheitlicher Versorgung. MISEREOR-Partnerorganisationen helfen, neue Perspektiven für die Rohingya zu schaffen.

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Deutsch-Französischer Menschenrechtspreis für Delphine Djiraïbé

Etwa 40.000 politische Morde und ungezählte Folterungen sind die Bilanz des ehemaligen tschadischen Präsidenten Hissène Habré, der das Land von 1982 bis 1990 mit unfassbarer Grausamkeit regierte. Wie viele Menschen im Tschad begriff Delphine Kemneloum Djiraïbé das Ausmaß dieser Katastrophe erst, als die Tore der politischen Polizei DDS geöffnet wurden und verwesende Leichen sowie ausgemergelte Überlebende zum Vorschein kamen. Das Ende des Terrorregimes von Hissène Habré war der Anfang von Delphine Djiraïbés Einsatz für die Menschenrechte: Nie mehr sollten die Menschen ihres Landes solches Leid erfahren.

Dr. Jakob Haselhuber, Delphine Djiraïbé und Bertrand Cochery (v. l. n. r.) in der Residenz des deutschen Botschafters in N’Djamena/ Tschad. © Frank Kahnert

Nun, dreißig Jahre später, wurde Frau Djiraïbé am 9.3.2020 für ihr Engagement mit dem „Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit“ 2019 in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad, ausgezeichnet.

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Die Coronakrise – unaufhaltbare Katastrophe oder notwendige Unterbrechung?

MUT STATT ENTMUTIGUNG
Seit ein paar Tagen befindet sich die Welt durch das Coronavirus in einem Ausnahmezustand. Das, was zunächst nach einem Problem einer chinesischen Provinz aussah, weit entfernt von unserer Lebenswirklichkeit, verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit über den ganzen Globus und bricht immer mehr in unser Leben ein. Gefühle von Angst und Panik machen sich breit angesichts dieses neuen noch unbekannten Virus und der Ungewissheit über das tatsächliche Ausmaß an gesundheitlichen Gefahren, die es mit sich bringt.

Pirmin Spiegel ist Hauptgeschäftsführer von MISEREOR.
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Ein Jahr nach Idai und Kenneth: Zyklonfolgen noch deutlich spürbar

Ein Jahr ist vergangen, dass mit Idai der stärkste Zyklon über die Regionen Beira und Chimoio hinwegfegte, der jemals in der Region gemessen wurde. In seiner Folge standen tagelang ganze Regionen meterhoch unter Wasser. Und nur wenige Tage später traf mit Kenneth ein weiterer Monstersturm die etwas nördlicher gelegene Region Pemba in Mosambik und richtete weitere Verwüstungen an.

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Menschenrechte im Tschad: ganz oder gar nicht

Es ist nicht so, als könnte man im autoritär und autokratisch geführten Tschad, auf dessen Gebiet die geographische Mitte des afrikanischen Kontinents liegt, nicht seine Meinung äußern. Eine Zeitung wie N’Djaména bi-hebdo oder ein Sender wie das private Radio FM Liberté prangern Missstände im Land durchaus scharf an. Desgleichen gilt für Akteure der Zivilgesellschaft. Aber wehe, jemand trifft den wunden Punkt und zieht sich den Zorn der Staatsgewalt zu!

Erfahren musste dies vor kurzem Ali Hamat Achène aus Mongo im Zentrum des Tschad, Korrespondent des privaten Radiosenders Dja FM. Auf Facebook hatte er das Rechtswesen seines Landes als „Justiz der Schande“ bezeichnet, in dem sich endlos hinziehende Gerichtsverfahren und widerrechtliche Freilassungen aus Gefängnissen gegen Geldzahlungen an der Tagesordnung seien. Solche Behauptungen sind durch das Recht auf Meinungsäußerung in der Verfassung des Tschad gedeckt.

Wie auf einer Galeere: zusammengepferchte Häftlinge in einer cellule bateau im Gefängnis Amsinéné, N‘Djamena. © Mahamat Nour Ibeodu
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