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Myanmar: Vertriebene im eigenen Land

Rund 68,5 Millionen Menschen waren laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Ende 2017 auf der Flucht. Tendenz: steigend. Unter den Top Fünf der Länder, aus denen weltweit die meisten Geflüchteten kommen, findet sich auch der Vielvölkerstaat Myanmar. Neben der weitreichend bekannten Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohingya leidet das Land unter einem weiteren Konflikt: Schon seit Jahren stehen sich die Armee von Myanmar und die Kachin Independence Army (KIA) immer wieder kriegerisch gegenüber. Nun gibt es allerdings Hoffnung auf eine neue Bewegung im Friedensprozess.  

© Corinna Broeckmann I MISEREOR

„Die KIA kämpfte jahrelang für ihre Unabhängigkeit, die Armee des Landes versuchte, dies mit Gewalt zu verhindern. Mittlerweile finden wieder Friedensverhandlungen und Diskussionen über eine föderale Lösung statt“, schildert Bischof Raymond Sumlut Gam aus der Diözese Banmaw und Präsident der örtlichen Caritas Myanmar (Karuna) die politische Situation.

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Wegducken ist keine Lösung – zur Rolle der Kirche beim Kohleausstieg

Die „Kohlekommission“ empfiehlt, dass Deutschland bis 2038 aus der Kohle aussteigt. Klimapolitisch ist dieser Schritt dringend notwendig: weg von fossilen Brennstoffen, hin zur Versorgung durch regenerative Energien. Vor allem in den ehemaligen Kohlerevieren bringt das Ende der Kohle in Deutschland große Umbrüche und soziale Herausforderungen mit sich. Der Bund hat den betroffenen Bundesländern für den Strukturwandel rund 40 Milliarden Euro verteilt auf 20 Jahre an Unterstützung zugesagt   für Straßen, Bahnstrecken, Forschungsinstitute und die Ansiedlung von Unternehmen. Deutschlandweit fordern Initiativen, den Wandel gemeinsam mit den Bürgern zu gestalten. Im Interview spricht Pirmin Spiegel, MISEREOR-Chef, zur Rolle der Kirche in diesem Prozess.

Pirmin Spiegel ist Hauptgeschäftsführer von MISEREOR.
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„Ohne Vielfalt ist enkeltaugliche Landwirtschaft undenkbar“

„Biodiversität ist für unser Überleben sehr wichtig. Das Ökosystem hat von sich aus vorgesorgt: Zu verschiedenen Jahreszeiten sind verschiedene Pflanzen reif. Wenn wir die Natur in Ruhe lassen würden, gäbe es keinen Hunger“, begrüßte Filip Debruyne, Tropenbotaniker und für die Hilfsorganisation Fastenopfer tätiger Projektkoordinator, die Anwesenden in der Stuttgarter Wilhelmaschule.

Spannende Erfahrungen mit der Bienenzucht: Hermann Rupp, Referent bei MISEREOR, lässt sich von Imkermeister David Gerstmeier Details erläutern. © Jana Echterhoff I MISEREOR

Rund 30 Gäste waren gekommen, um auf der Veranstaltung „Bienen sorgen für uns – in Laos und der Wilhelma“ mehr über die Themen Biene und Artenvielfalt im fernöstlichen Laos und in Deutschland zu erfahren. Wie diese Bereiche zusammenhängen, wurde den Anwesenden schnell klar: Ohne die kleinen Insekten gäbe es keine Biodiversität. Und ohne Vielfalt ist eine enkeltaugliche Landwirtschaft weltweit undenkbar.

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Brasilien: Wir werden widerstehen, koste es was es wolle!“

Nach der Wahl des Rechtspopulisten Jair Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens spitzt sich die Bedrohungssituation der indigenen Völker landesweit zu. Zwar ist die Gewalt im rohstoffreichen Gebiet des Amazonasregenwalds  besonders brisant, doch müssen auch Indigene im Nordosten Brasiliens um ihr Land und Leben fürchten. So auch die Gemeinden der Völker Kariri Xocó und Pankararu, die vom Indigenenmissionsrat CIMI (Conselho Indigenista Missionário) unterstützt werden. Solidarität, Mut und Unnachgiebigkeit bei der Verteidigung von Menschenrechten sind jedoch auch in Zeiten von Furcht und Schrecken ein verbreitetes Gut in Brasilien.

Mitglied der Pankararu während eines Moments in Recife vor der gesetzgebenden Versammlung des Bundesstaates Pernambuco. © CIMI
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