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Venezuela: Das Volk braucht den friedlichen Wandel

Venezuela steckt seit Monaten in einer schweren Krise. Im aktuellen Machtkampf um die Präsidentschaft äußern immer mehr Venezolanerinnen und Venezolaner ihren Unmut über die sozialistische Regierung durch Proteste. „Der Mut und die Entschlossenheit unserer Partner vor Ort sind bemerkenswert“, sagt Länderreferentin Simone Lehmann im Interview.

Proteste der Bevölkerung in Venezuela. Foto: Espacio Público, Venezuela

Wie ordnen unsere Partner die Lage vor Ort ein?

Simone Lehmann: Der Unmut der venezolanischen Bevölkerung über die Politik Maduros ist kein neues Phänomen, sondern hat sich in den letzten Monaten aufgestaut. Nun erhebt das Volk seine Stimme  – es will nicht weniger als endlich eine friedliche Perspektive für sein Land. Juan Guaidó als Interimspräsident und die oppositionellen Kräfte hinter ihm haben dazu geführt, dass sich die Menschen wieder trauen, zu protestieren. Read more

Dammbruch in Brasilien

Der Dammbruch in der Nähe der brasilianischen Kleinstadt Brumadinho in der Region Minas Gerais kommt vielen Beobachtern wie ein Déjà-Vu vor:  bereits vor 3 Jahren, am 5. November 2015, ereignete sich ganz in der Nähe der nur 130 km entfernten Stadt Mariana ein katastrophaler Dammbruch in der Eisenerzmine Samarco.

Am 25. Januar 2019 brach in der Nähe der brasilianischen Kleinstadt Brumadinho in der Region Minas Gerais der Damm eines Rückhaltebeckens für Minenschlämme. Die Eisenerzmine "Corrego do Feijão" befindet sich im Besitz des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale. Der Dammbruch hat nach bisherigem Stand 60 Menschenleben gefordert, mehr als 290 Menschen werden noch vermisst. Die Chancen, dass sie lebend geborgen werden, schwinden mit jedem Tag. © MAB

Am 25. Januar 2019 brach in der Nähe der brasilianischen Kleinstadt Brumadinho in der Region Minas Gerais der Damm eines Rückhaltebeckens für Minenschlämme. Die Eisenerzmine „Corrego do Feijão“ befindet sich im Besitz des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale. Der Dammbruch hat nach bisherigem Stand 60 Menschenleben gefordert, mehr als 290 Menschen werden noch vermisst. Die Chancen, dass sie lebend geborgen werden, schwinden mit jedem Tag. ©  Ricardo Sturk/MAB

Diese befindet sich ebenfalls im Besitz der brasilianischen Vale sowie der anglo-australischen BHP Billiton: 19 Menschen starben, mehr als eine Million Menschen sind bis heute von den Auswirkungen der Katastrophe betroffen. Read more

Eritrea: Ein Volk im Ungewissen

Selten zuvor habe ich so oft das Wort „Hoffnung“ gehört und diese auch tatsächlich verspürt wie jetzt auf meiner erneuten Reise nach Eritrea. Schon auf dem vollbesetzten Flug von Äthiopien dorthin war dies das Stichwort der allermeisten Passagiere. Manche von ihnen hatten ihre Heimat über so viele Jahre nicht mehr besuchen können und waren nun voller Vorfreude und Glück auf dem Weg, ihre Angehörigen und Freunde endlich wiederzusehen.

Nach dem Krieg steht das Land Eritrea vor neuen Bedrohungen: der rapide fortschreitende Klimawandel beschert dem Land in immer kürzeren Abständen verheerende Dürren, die die Zukunft der ohnehin schon bitterarmen ländlichen Bevölkerung massiv gefährden. © Peter Meiwald I MISEREOR

Nach dem Krieg steht das Land Eritrea vor neuen Bedrohungen: der rapide fortschreitende Klimawandel beschert dem Land in immer kürzeren Abständen verheerende Dürren, die die Zukunft der ohnehin schon bitterarmen ländlichen Bevölkerung massiv gefährden. © Peter Meiwald I MISEREOR

Der Friedensschluss zwischen den beiden über mehr als zwei Jahrzehnte verfeindeten Nachbarn, der im August 2018 vollzogen wurde, war in der Tat ein historisches Ereignis. Vor allem für das so lange hermetisch abgeriegelte Eritrea endete ein nie beendeter, gleichsam eingefrorener Krieg, der stets seitens der Regierung als Grund für einen verfestigten Ausnahmezustand und die Außerkraftsetzung von Menschenrechten genannt wurde. Read more

What do we want? – Klimagerechtigkeit! Eindrücke von einem internationalen Freiwilligentreffen

Die COP24, also die 24. Weltklimakonferenz, fand im polnischen Katowice statt. Anlässlich dieses Events haben sich über 100 Freiwillige der verschiedenen Mitgliedsorganisationen der CIDSE (Coopération Internationale pour le Développement et la Solidarité) zusammengefunden, um sich über ihre Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit auszutauschen und weiter zu informieren. Auch neun MISEREOR-Freiwillige haben an dem Treffen teilgenommen.

Gruppenbild der MISEREOR-Freiwilligen

„Durch die anderen jungen Menschen habe ich mich sehr inspiriert und gestärkt gefühlt. Ich habe gehört, wie sie sich in verschiedensten Projekten engagieren. Trotzdem hatten alle das gleiche Ziel, nämlich ihren Lebensstil nachhaltiger zu gestalten. Das hat mich motiviert, noch aktiver für eine Bewusstseinsveränderung in der Gesellschaft einzutreten.“ (Verena)

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Bleiben oder gehen? – Sechs Perspektiven auf das Thema Flucht

Tagtäglich sehen, lesen und hören wir von Menschen, die den gefährlichen Weg durch die Sahara und das Mittelmeer auf sich nehmen, um nach Europa zu fliehen. Dabei braucht es nur wenig, meint Fotograf und Filmemacher Roland Brockmann, um die Menschen dabei zu unterstützen, in ihrem Heimatland ein sicheres und lebenswertes Zuhause aufzubauen. In diesem Beirag stellt er sechs Perspektiven auf das Thema Flucht vor.
Milka Kemunto

„Viele Mädchen aus Kenia wollen einen Weißen heiraten, um nach Übersee zu kommen. Aber Leute, die illegal über das Meer wollen kenne ich keine. Ich würde nur wegen der Liebe heiraten, nicht um ein besseres Leben zu haben. Dass es in Europa oder Amerika besser ist, glaube ich schon, wenn man einen Job hat.“ Read more